Braunkohlekraftwerk | Bildquelle: dpa

Warnung vom Weltklimarat Gute Ideen für den Klimaschutz gesucht

Stand: 08.10.2018 13:49 Uhr

Nach der Warnung des Weltklimarats fordern deutsche Politiker schnelles Handeln. Auch die EU-Kommission verspricht stärkere Anstrengungen für den Klimaschutz und eine neue Langfrist-Studie.

Bundesumweltministerin Svenja Schulze hat mit Blick auf den neuen Bericht des Weltklimarats IPCC die Notwendigkeit eigener stärkerer Anstrengungen für den Klimaschutz angemahnt. "Wir dürfen beim Klimaschutz keine Zeit mehr verlieren", erklärte Schulze. Es sei wichtig, "den Abschied von Kohle, Öl und Gas" hinzubekommen, denn "jede vermiedene Tonne CO2, jedes vermiedene Zehntelgrad Erderwärmung zählt".

Notwendig sei nun "weltweit eine radikale Verringerung der Treibhausgas-Emissionen, um bis zur Mitte des Jahrhunderts CO2-Neutralität zu erreichen", hieß es weiter in einer gemeinsamen Erklärung von Schulze und Bundesforschungsministerin Anja Karliczek. Dabei stellten die neuen wissenschaftlichen Erkenntnisse auch "uns als Gesellschaft in Deutschland" vor große Herausforderungen", erklärte Karliczek. "Gute Ideen aus der Forschung und ein entschlossenes Handeln von Politik, Wirtschaft und Gesellschaft" könnten "die notwendigen Veränderungen voranbringen".

Was 1,5 Grad Erwärmung für das Weltklima bedeuten
tagesthemen 22:15 Uhr, 08.10.2018, Thomas Hillebrandt, SWR

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Keine konkreten Maßnahmen genannt

Konkrete Maßnahmen, wo Deutschland beim Klimaschutz nachsteuern sollte, nannten Schulze und Karliczek nicht. Umwelt-Staatssekretär Jochen Flasbarth verwies aber besonders auf zwei Bereiche, "wo wir die Anstrengungen erheblich erhöhen müssen". Dies sei zum einen der Verkehrssektor, "wo wir ein ganzes Stück hinterherhängen". Zum anderen seien dies die energieintensive Industrien mit hohen Prozessemissionen wie Stahl- oder Zementherstellung. Dort werde derzeit in Gesprächen mit Branchenvertretern versucht, Wege zu geringeren Emissionen auszuloten.

Grünen-Fraktionschef Anton Hofreiter forderte als Konsequenz aus dem neuen Bericht die Bundesregierung auf, schnellstmöglich die Stromerzeugung aus Kohle zu beenden. "Hitzesommer, Extremwetter, Ernteausfälle - alle Alarmzeichen stehen auf Rot", sagte er.

Schaden von der Gesellschaft abwenden

Der Ko-Vorsitzende der Arbeitsgruppe II des IPCC, der Kieler Klimaforscher Hans-Otto Pörtner, machte deutlich, dass er die Probleme beim Klimaschutz derzeit "nicht auf der physikalischen oder technologischen Seite" sehe, sondern "die Engpässe liegen klar auf der politischen, der institutionellen Seite." Er forderte die Regierenden in Deutschland auf, "die Klimaziele charismatisch in die Gesellschaft zu tragen", um im "Sinne einer Zukunftsvorsorge Schaden von der Gesellschaft abzuwenden".

Reaktionen zur aktuellen Warnung des Weltklimarats
tagesschau 20:00 Uhr, 08.10.2018, Martin Polansky, ARD Berlin

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EU-Kommission verspricht stäkere Anstrengungen

Die EU-Kommission begrüßte den Sonderbericht des Weltklimarates und versprach stärkere Anstrengungen für den Klimaschutz. Alle Vertragspartner des Pariser Abkommens müssten ihr Engagement verstärken, erklärte die Kommission. Schon jetzt ändere der Klimawandel die Umwelt und führe zu häufigeren und intensiveren Extremwetterlagen. "Die EU wird an diesen Herausforderungen arbeiten und erwartet, dass andere folgen."

Im November wolle die Kommission eine neue Langfrist-Strategie für die Senkung der Treibhausgase bis 2050 präsentieren, bekräftigte die Behörde. Bereits vorgelegt hat sie ihren Vorschlag für den mehrjährigen EU-Finanzrahmen 2021 bis 2027, der zurzeit von Mitgliedstaaten und Europaparlament verhandelt wird.

Nebelschwaden bei einem Windrad bei Sehnde (Niedersachsen) | Bildquelle: dpa
galerie

Die EU hatte sich im Klimaabkommen verpflichtet, bis 2030 die Treibhausproduktion um 40 Prozent zu reduzieren.

Ein beträchtlicher Teil der Mittel soll zum Kampf gegen den Klimawandel beitragen, etwa über die Förderung von Forschung und Infrastruktur. Im Pariser Klimaabkommen von 2015 hatte sich die EU zu einer Reduktion von 40 Prozent ihrer Treibhausgase bis 2030 im Vergleich zu 1990 verpflichtet. Nach aktueller Einschätzung der EU-Kommission werden sogar rund 45 Prozent Minderung erreicht werden.

Dramatische Folgen für das Leben auf der Erde

In Incheon hatte der Weltklimarat am frühen Morgen seinen Bericht zur Begrenzung der Erderwärmung auf 1,5 Grad im Vergleich zum vorindustriellen Niveau vorgestellt. Die IPCC-Wissenschaftler fordern in ihrer Zusammenfassung des Berichts für politische Entscheidungsträger "schnelle, weitreichende und beispiellose Änderungen in allen gesellschaftlichen Bereichen", um dieses im Pariser Klimaschutzabkommen festgelegte Ziel noch zu erreichen. Andernfalls warnen sie vor dramatischen Folgen für das Leben auf der Erde.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 08. Oktober 2018 um 12:00 Uhr.

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