Deutsche Bank in Frankfurt

Einigung im Dauerstreit mit Kirch-Erben Deutsche Bank zahlt 775 Millionen Euro

Stand: 20.02.2014 16:03 Uhr

Die Deutsche Bank hat sich mit den Erben des Medien-Unternehmers Leo Kirch auf einen Vergleich geeinigt. Die Bank zahle 775 Millionen Euro plus Zinsen und eine pauschale Kostenerstattung. "Mit der heutigen Vereinbarung legen wir einen altbekannten und langjährigen Rechtsstreit bei", teilte das Geldinstitut mit.

Die Kirch-Erben äußerten sich zufrieden über den Vergleich mit der Deutschen Bank. "Wir begrüßen die Einigung, auch wenn wir uns gewünscht hätten, dass Leo Kirch dies noch erlebt hätte. Der angerichtete Schaden wird allerdings nur in Teilen wieder gut gemacht", sagte ein Sprecher.

Der 2011 gestorbene Medienunternehmer Leo Kirch hatte die Bank und ihren damaligen Chef Rolf Breuer zeitlebens für den Zusammenbruch seines weit verzweigten Medienkonzerns (ProSieben, SAT.1, N24) verantwortlich gemacht. Breuer hatte in einem Fernsehinterview Anfang Februar 2002 die Kreditwürdigkeit Kirchs in Zweifel gezogen - wenige Wochen vor der Kirch-Insolvenz.

Der ehemalige Chef der Deutschen Bank, Rolf Breuer, und Leo Kirch

Rolf Breuer (links), der frühere Chef der Deutschen Bank, war für Leo Kirch der Hauptschuldige am Untergang seines Medienkonzerns.

OLG entschied für Kirch-Erben

Kirch trat eine Prozesslawine gegen Breuer und die Bank los, seine Erben setzten die juristische Dauerfehde fort. Kurz vor Weihnachten 2012 errang die Kirch-Seite vor dem Oberlandesgericht (OLG) München einen bedeutenden Sieg: Die Richter verurteilten die Bank zu Schadenersatz und warfen etlichen ehemaligen und amtierenden Vorständen zahlreiche Verfehlungen vor. Die Höhe des Schadensersatzes sollten Gutachter bestimmen. Gefordert hatte die Kirch-Seite in diesem Prozess rund zwei Milliarden Euro.

Finanziell ist die Bank auf eine Einigung jedenfalls vorbereitet. Nicht nur für den Kirch-Streit, auch für andere Rechtsstreitigkeiten legte Deutschlands größte Bank zuletzt Milliarden zur Seite.

IHRE MEINUNG

KOMMENTARE

avatar
Selbstaufklärer 20.02.2014 • 21:31 Uhr

Deutsche Bank zahlt gut 775 Millionen Euro an Kirch-Erben

Nun einmal hochrechnen was Eliten aus Politik und Wirtschaft in einer Volkswirtschaft in den Sand setzen! - Eben nur die Besten brauchen wir in Deutschland, die für sowas Milliarden Summen einstreichen dürfen, hieß es von den Politeliten von CDU/SPD/FDP, vor den Bankenkrisen und den daraus resultierenden, späteren, bis heute anhaltenden Staatskrisen! - Und komme mir keiner damit, die Eliten hätten auch geleistet. - Das mag zwar sein in der Summe, gemessen aber an den Fehlleistungen vieler Eliten,sind die Gehälter aller Eliten eindeutig zu hoch! - Und der ewige Verweis auf Andere, die mehr auf gleicher Ebene verdienen, wie unsere Eliten von CDU und SPD uns unter zuhilfename der Medien kurz vor ihrer 10%tigen Diätenerhöhung eintrichtern, rechtfertigt dieses nicht! - Die existenzbedrohenden Löhne z.B.,die in den unteren Einkommensgruppen den Leiharbeitern gezahlt werden, haben die Politeliten zu verantworten, die sich selbst den kräftigen Schluck,aus der Pulle des Steuerzahlers gönnen!