Verluste durch IKB-Rettung und Finanzkrise 2,7 Milliarden Euro Minus für die KfW

Stand: 27.03.2009 11:08 Uhr

Die staatliche KfW-Bankengruppe hat 2008 einen Verlust von 2,66 Milliarden Euro erwirtschaftet. 2007 hatte die Bank, die dem Bund und den Ländern gehört, bereits ein Minus von 6,2 Milliarden Euro verbucht. Vor allem die Folgen der Finanzkrise und die Rettung der Mittelstandsbank IKB machten der KfW im vergangenen Jahr schwer zu schaffen. Allein durch die Risikoabschirmung und den Verkauf der IKB entstanden Kosten von 1,2 Milliarden Euro. Insgesamt habe das Engagement bei dem Düsseldorfer Institut, das sich mit riskanten Wertpapieren verspekuliert hatte, damit 8,4 Milliarden Euro gekostet, teilte KfW-Vorstandschef Ulrich Schröder mit.

KfW-Vorstandschef Ulrich Schröder
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KfW-Vorstandschef Ulrich Schröder erwartet nach den Verlusten 2008 in diesem Jahr wieder Gewinne.

Abschreibungen auf Wertpapiere belasteten die KfW 2008 mit weiteren 1,5 Milliarden Euro. Hinzu kommen negative Folgen der Insolvenz der US-Bank Lehman Brothers und der Probleme in Island in Höhe von zusammen 0,7 Milliarden Euro. Im operativen Geschäft konnte die Bank dagegen Gewinne einfahren. So stieg das Betriebsergebnis vor Bewertungen um 16,3 Prozent auf knapp 1,6 Milliarden Euro.

"2009 wieder schwarze Zahlen"

"Dieser Abschluss verdient das Testat ungenügend", räumte Schröder jedoch ein. In diesem Jahr soll die Bankengruppe jedoch in die Gewinnzone zurückkehren. "Wir werden ein deutlich schwarzes Ergebnis hinlegen", sagte Schröder in Frankfurt am Main. Die zwei ersten Monate des Jahres seien ermutigend. Von dem für 2009 geplanten Refinanzierungsbedarf von 75 Milliarden Euro habe die KfW bereits 37 Prozent gedeckt.

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