Die Logos von Kaufhof und Karstadt sind an zwei Fassaden zu sehen. | Bildquelle: REUTERS

Karstadt und Kaufhof Banken segnen Warenhaus-Fusion ab

Stand: 06.09.2018 13:55 Uhr

Der Streit um einen Kredit hatte die Fusion von Karstadt und Kaufhof nochmal in Frage gestellt - doch nun haben laut "SZ" auch die Banken zugestimmt. Den Kaufhof-Mitarbeitern drohen offenbar herbe Einschnitte.

Auf der Zielgeraden war die geplante Fusion der beiden Warenhausketten Kaufhof und Karstadt nochmal ordentlich ins Wanken geraten. Der Streit um einen Kredit, den ein Bankenkonsortium unter Führung der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) dem kanadischen Kaufhof-Mutterkonzern Hudsons's Bay Company (HBC) gewährt hatte, drohte den Deal zum Platzen zu bringen. Doch nun steht der Zusammenschluss, wie die "Süddeutsche Zeitung" berichtet, die Banken haben zugestimmt.

Karstadt und Kaufhof: Die unbestätigte Fusion
tagesthemen 22:15 Uhr, 06.09.2018, Gudrun Engel, WDR

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Konsortium drohte mit Zahlungsforderung

Mit dem Kredit hatte HBC vor knapp drei Jahren den Kauf von 41 Kaufhof-Immobilien finanziert. Ende August hatten die Banken schließlich gedroht, sollte HBC die an den Kredit geknüpften Bedingungen nicht bis Ende September erfüllen, dann müsse der Konzern zahlen - mehr als 1,3 Milliarden Euro hätte das Konsortium einfordern können. Der Kredit soll nun laut "SZ" um sieben Jahre verlängert werden.

Doch die Zustimmung der Banken war offenbar an Bedingungen geknüpft. Kaufhof, Karstadt unter dem österreichischen Eigentümer René Benko und Karstadt Sport sollen zu der "Europäischen Warenhaus AG" verschmelzen. Benkos Holding Signa soll mit knapp 51 Prozent etwas mehr als die Hälfte der Anteile an dem Gemeinschaftsunternehmen bekommen und das operative Geschäft leiten - laut "SZ" sollen dabei der derzeitige Karstadt-Chef Stephan Fanderl sowie Karstadt-Finanzchef Miguel Müllenbach an der Spitze stehen. HBC sei in das Management nicht integriert, sondern soll stattdessen Vertreter im Aufsichtsrat des künftigen Unternehmens stellen. Der Fusionsvertrag solle bis Mitte des Monats unterzeichnet werden.

Beide Häuser finanziell angeschlagen

Kaufhof betreibt in Deutschland 96 Filialen, zu Karstadt unter dem österreichischen Eigentümer René Benko zählen 82 Warenhäuser. Beide Ketten stehen finanziell auf wackeligen Füßen. 2015 übernahm HBC die Kaufhof-Filialen, doch die ohnehin schon schwachen Umsätze sackten weiter in den Keller.

Auch bei Karstadt sah es lange nicht rosig in den Bilanzen aus. Jahrelang schrieb die Kette rote Zahlen. Erst im vergangenen Geschäftsjahr konnte Karstadt nach zwölf Jahren erstmals wieder einen Überschuss erzielen, allerdings lediglich in Höhe von 1,4 Millionen Euro.

Galeria Kauhof | Bildquelle: dpa
galerie

Bei Kaufhof sollen offenbar 5000 Jobs wegfallen.

Stellenstreichungen bei Kaufhof

Seit Beginn der Spekulationen um die Fusion standen vor allem zwei Fragen im Raum: Was wird aus den Mitarbeitern, wie viele Filialen können gehalten werden? Kaufhof und Karstadt beschäftigen bundesweit rund 37.000 Mitarbeiter.

Beide Konzerne hatten während der Verhandlungen immer wieder betont, keinen "Kahlschlag" beim Personal vornehmen zu wollen, stattdessen sollten möglichst viele Häuser gehalten werden. Doch für die Angestellten von Kaufhof sieht die Zukunft nach der Fusion eher düster aus: Dem Zeitungsbericht zufolge drohen 5000 der knapp 20.000 Jobs wegzufallen und auch für die restlichen Mitarbeiter solle es keine Jobgarantie geben. Stattdessen soll ein neuer Tarifvertrag geschlossen werden, um die Kette aus den roten Zahlen zu holen - mit schlechteren Konditionen für die Beschäftigten.

Holger Ohmstedt, NDR, kommentiert die Fusion von Kaufhof und Karstadt
tagesthemen 22:15 Uhr, 06.09.2018

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Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 06. September 2018 um 14:00 Uhr, 15:00 Uhr und 16:00 Uhr.

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