Das Bundeswirtschaftsministerium in Berlin | Bildquelle: ARD-aktuell / Kruse

Coronakrise Unternehmen bitten um Staatshilfe

Stand: 11.08.2020 10:48 Uhr

Nach den Milliardenhilfen für die Lufthansa prüft die Bundesregierung Kapitalspritzen und Beteiligungen für weitere Konzerne. Mehr als ein Dutzend weitere Unternehmen sollen um Hilfen gebeten haben.

Die Bundesregierung prüft den Einstieg in weitere Konzerne. Das berichtet das "Handelsblatt" und zitiert dabei aus einer Antwort von Wirtschaftsstaatssekretär Ulrich Nußbaum auf eine Anfrage der Grünen-Politikerin Katharina Dröge.

Ausdrücklicher Bedarf aus 14 Firmen

Laut Nußbaum hätten 14 Unternehmen "bereits ausdrücklich Bedarf" an einer Rekapitalisierung deutlich gemacht. Bei den meisten Unternehmen stehe die Prüfung allerdings noch am Anfang. Es ließen sich daher "zum gegenwärtigen Zeitpunkt keine belastbaren Aussagen über die Art etwaiger Stabilisierungsmaßnahmen treffen", fügte Nußbaum dem Bericht zufolge hinzu.

Insgesamt hätten gegenüber der Bundesregierung knapp 60 Unternehmen Interesse für Hilfen aus dem Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) bekundet.

Milliardenschwerer Rettungsschirm

Die Bundesregierung hatte den WSF Ende März ins Leben gerufen, um deutsche Unternehmen, insbesondere Konzerne und größere Mittelständler, vor den Auswirkungen der Corona-Krise abzuschirmen.

Mithilfe des 600 Milliarden Euro umfassenden Fonds sollen Kredite garantiert oder Unternehmensanteile erworben werden, um Firmen zu rekapitalisieren. Demnach sind im WSF 100 Milliarden Euro für direkte Unternehmensbeteiligungen reserviert.

Der Lufthansa wurden bereits Hilfen im Volumen von neun Milliarden Euro zugesagt. Das Rettungspaket für den von der Corona-Krise schwer getroffenen Konzern sieht verschiedene Hilfen und Eigenkapitalmaßnahmen vor, außerdem eine stille Beteiligung des Staates an dem Unternehmen.

Über dieses Thema berichtete Inforadio am 11. August 2020 um 07:37 Uhr.

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