Das Logo der Bundesagentur für Arbeit | Bildquelle: dpa

Niedrigster Stand seit 1990 Rekordtief bei Jugendarbeitslosigkeit

Stand: 12.08.2019 12:13 Uhr

Die Zahl der Jugendlichen ohne Arbeit ist auf den tiefsten Stand seit der Wiedervereinigung gesunken. Die Quote betrug im vergangenen Jahr 6,2 Prozent. Grund ist die gute Entwicklung am Arbeitsmarkt - und die höhere Zahl an Studenten.

Die Jugendarbeitslosigkeit in Deutschland hat ein Rekordtief erreicht. Seit der Wiedervereinigung waren noch nie so wenige Menschen zwischen 15 und 24 Jahren arbeitslos wie im Jahr 2018, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Im vergangenen Jahr lag die Erwerbslosenquote bei 6,2 Prozent (8,6 Prozent in den ostdeutschen Ländern, 5,8 Prozent im Westen).

Arbeitslosenzahl sinkt seit 2005

Die Höchststände der Jugendarbeitslosigkeit wurden 2005 registriert. Damals betrug die Erwerbslosigkeit unter den 15- bis 24-Jährigen 15,2 Prozent (neue Länder 20,9 Prozent). Seit dem Jahr 2005 haben sich die Quoten junger Jobsucher für das frühere Bundesgebiet und die neuen Länder (einschließlich Berlin) jeweils mehr als halbiert.

Damit profitierten die jungen Menschen von der insgesamt günstigen Entwicklung am Arbeitsmarkt in diesem Zeitraum, erklärte das Bundesamt. Zugleich betonten die Statistiker, dass die Erwerbslosenquote bezogen auf alle 15- bis 64-Jährigen noch stärker sank, nämlich um nahezu zwei Drittel von 11,3 auf 3,5 Prozent.

Ein Mann geht an einer Agentur für Arbeit vorbei. | Bildquelle: dpa
galerie

Die Jugendlichen profitieren von der insgesamt guten Entwicklung am Arbeitsmarkt, wenn auch nicht in gleichem Maß wie der Rest der Bevölkerung.

Hinzu kommt, dass immer mehr Jugendliche studieren und nicht arbeiten. Im Wintersemester 2017/2018 sei mit rund 2,5 Millionen Studierenden ein neuer Rekord erreicht worden. Zum Vergleich: Im Wintersemester 2007/2008 waren 1,7 Millionen Menschen zum Studium eingeschrieben.

Weniger junge Menschen

Die Zahl der Jugendlichen im Alter von 15 bis 24 Jahren nimmt in Deutschland insgesamt ab. Zählte die amtliche Statistik 1991 noch 10,3 Millionen Menschen in dieser Altersgruppe (13 Prozent der Bevölkerung), waren es 2018 nur 8,6 Millionen (zehn Prozent).

Über dieses Thema berichtete MDR Aktuell am 12. August 2019 um 12:00 Uhr in den Nachrichten.

Darstellung: