Blick aus einem oberen Stockwerk einer Filiale von J.C. Penney | Bildquelle: dpa

Corona-Krise US-Warenhauskette J.C. Penney insolvent

Stand: 16.05.2020 13:32 Uhr

Die Kaufhäuser der Kette J.C. Penney waren jahrzehntelang die Stammgeschäfte der US-amerikanischen Mittelschicht. Nach 118 Jahren hat das Unternehmen nun Insolvenz angemeldet - Probleme gab es schon länger.

Die Corona-Krise hat die traditionsreiche US-Warenhauskette J.C. Penney nach einem jahrelangen Niedergang in die Knie gezwungen. Das 118 Jahre alte Unternehmen meldete Insolvenz an und will sich mit der Aufgabe von Läden neu aufstellen sowie nach einem Käufer suchen.

Nach den Insolvenzanträgen der Ladenketten Neiman Marcus und J. Crew ist J.C. Penney das bisher größte Corona-Opfer im US-Einzelhandel. Für die Firma arbeiten rund 85.000 Menschen.

Zahl der Filialschließungen ungewiss

Es blieb zunächst offen, wie viele Läden J.C. Penney dauerhaft dicht machen wird. Die Gläubiger geben J.C. Penney eine Finanzierungszusage in Höhe von 900 Millionen Dollar, um das Überleben in der Corona-Krise mit ihren vorübergehenden Ladenschließungen zu sichern. Das Unternehmen hat noch rund 500 Millionen Dollar (462 Millionen Euro) an Barbeständen.

Man gehe davon aus, dass Finanzierungszusagen und laufende Umsätze ausreichten, um den Betrieb aufrechtzuerhalten und Umstrukturierungen zu ermöglichen, teilte J.C. Penney mit.

Rote Zahlen seit zehn Jahren

J.C. Penney hat noch über 800 Läden, von denen viele das Herzstück amerikanischer Einkaufszentren sind. Durch Rivalen wie TJ Maxx - die amerikanische Variante von TK Maxx - und den Online-Handel schrumpft das Geschäft aber seit Langem. Die Kette schreibt bereits seit rund einem Jahrzehnt rote Zahlen.

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