Euro-Münzen

Konjunkturprognose für 2013 IWF prophezeit Eurozone anhaltende Rezession

Stand: 23.01.2013 16:49 Uhr

Die Wirtschaft der Euro-Staaten erholt sich nach Einschätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) langsamer als bislang erwartet. 2013 werde das Bruttoinlandsprodukt in der Eurozone voraussichtlich um 0,2 Prozent schrumpfen. Die Rezession setze sich damit entgegen der Voraussagen vom Oktober auch in diesem Jahr fort. Erst für 2014 rechnet der IWF wieder mit einem Wachstum der Wirtschaftsleistung in den Euro-Staaten.

Deutschland kann der Prognose zufolge im laufenden Jahr mit einem Plus von 0,6 Prozent und 2014 mit einem Wirtschaftswachstum von 1,4 Prozent rechnen. Auch das französische Bruttoinlandsprodukt werde in beiden Jahren leicht zunehmen. In Italien rechnet der IWF dagegen für 2013 mit einem weiteren Rückgang der Wirtschaftsleistung um 1,0 Prozent, in Spanien werde das Minus sogar bei 1,5 Prozent liegen.

Deutliches Wachstum der Weltwirtschaft

Die Staatsschuldenkrise in Europa wertet der IWF unverändert als größtes Risiko für die Weltwirtschaft. "Das Risiko einer verlängerten Stagnation in der gesamten Eurozone wird zunehmen, wenn die Reformanstrengungen nachlassen", warnt der Fonds. Dennoch wurde die Prognose für die globale Konjunktur im Vergleich zur Oktober-Schätzung nur minimal nach unten korrigiert. Die IWF-Prognose sagt in diesem Jahr ein Plus von 3,5 Prozent und 2014 ein weiteres Wachstum um 4,1 Prozent voraus.

Ein wichtiger Wachstumsmotor wird demnach erneut China sein. Die Volksrepublik kann demnach in diesem und im kommenden Jahr jeweils mit einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts zwischen acht und neun Prozent rechnen.