IWF weitet Kredite aus Zwölf Milliarden Euro mehr für Entwicklungsländer

Stand: 29.07.2009 21:59 Uhr

Dominique Strauss-Kahn
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Strauss-Kahn: "Millionen von Menschen können vor Armut bewahrt werden." (Archivfoto)

Der Internationale Währungsfonds IWF weitet als Konsequenz aus der Weltwirtschaftskrise seine Kredithilfen für arme Länder drastisch aus. Bis zum Jahr 2014 seien rund 17 Milliarden Dollar (12,1 Milliarden Euro) an Darlehen für diese Staaten vorgesehen, teilte der IWF in Washington mit. Die Mittel sollen vor allem aus dem Verkauf von Gold des IWF kommen.

Zinszahlungen bis 2011 erlassen

Ein Großteil des Geldes solle an afrikanische Staaten südlich der Sahara gehen. "Das ist eine beispiellose Aufstockung der IWF-Hilfen für die ärmsten Länder, südlich der Sahara und in der ganzen Welt", sagte IWF-Direktor Dominique Strauss-Kahn. Rund 60 Ländern, die bereits beim Weltwährungsfonds Kredite aufnahmen, werden darüber hinaus die Zinszahlungen bis Ende 2011 erlassen. Damit könnten Millionen von Menschen vor Armut bewahrt werden, sagte Strauss-Kahn.

"IWF übertrifft die Forderung der G20"

Der Fonds reagiere auf einen Appell der 20 größten Industrie- und Schwellenländer (G20), sagte der IWF-Chef. Der Fonds plane bereits in den kommenden beiden Jahren die Vergabe von acht Milliarden Dollar an Krediten. Damit übertreffe der IWF die Forderung der G20, die neue Darlehen für arme Länder in Höhe von sechs Milliarden Dollar über drei Jahre verlangt hätten. Strauss-Kahn betonte, der Fonds habe seit Beginn der Krise seine Strukturen flexibler gestaltet und den Bedürfnissen seiner 186 Mitgliedsstaaten besser angepasst. "Wir haben zugehört und reagieren auf unsere Mitglieder", sagte der IWF-Chef. Die Maßnahmen des Fonds würden den ärmsten Länder nicht nur helfen, die Krise zu überstehen, sondern nach ihrem Ende zum Kampf gegen die Armut beitragen.

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