Eine Frau geht mit einem Hund vor Schildern an der Schaufensterfront eines Geschäfts vorbei, die auf die Schließung des Geschäfts hinweisen.  | Bildquelle: dpa

Weltwirtschaft in der Corona-Krise IWF rechnet mit noch stärkerer Rezession

Stand: 24.06.2020 16:03 Uhr

Der Internationale Währungsfonds befürchtet wegen der Coronavirus-Pandemie eine noch schlimmere Rezession als bislang. Demnach dürfte die Weltwirtschaft um 4,9 Prozent schrumpfen. Deutschland erhält ein gutes Zeugnis.

Die Weltwirtschaft wird dieses Jahr nach Einschätzung des IWF wegen der Coronavirus-Krise noch viel stärker schrumpfen als ohnehin schon gedacht: um 4,9 Prozent. Der Internationale Währungsfonds kürzte seine Prognosen vor allem für Länder, die besonders von der Pandemie betroffen sind - darunter Frankreich, Italien, Spanien. Hier werden jeweils Rückgänge von knapp 13 Prozent vorausgesagt.

Noch im April war der IWF von einem Minus von 3,0 Prozent ausgegangen, was bereits der schlimmsten Rezession seit der Großen Depression in den 1930er-Jahren entsprach. Die negativen Folgen für die Wirtschaft seien gravierender und die Erholung vermutlich langsamer als gedacht, teilte der Fonds nun mit. Das sei vor allem am schwächeren Konsum und höheren Sparquoten ablesbar.

Gute Prognose für Deutschland

Deutschland wird eine gute Reaktion auf die Krise attestiert und für nächstes Jahr eine kräftigere Erholung zugetraut. Der IWF geht für dieses Jahr von einem Einbruch des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 7,8 Prozent aus. 2021 dürfte es dann ein Wachstum von 5,4 Prozent geben, das sind 0,2 Punkte mehr als zuletzt erwartet.

Am besten sehen die Prognosen für China aus, wo die Epidemie als erstes auftrat und früher eingegrenzt wurde. Die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt dürfte 2020 um 1,0 Prozent wachsen und nächstes Jahr um 8,2 Prozent.

Starker Einbruch der US-Wirtschaft

Die USA als weltgrößte Volkswirtschaft dürften 2020 um 8,0 Prozent einbrechen. Für Großbritannien wird ein Minus von 10,2 Prozent erwartet. Deutliche Minus-Zeichen werden auch für Russland, Brasilien und Indien prognostiziert.

2021 erwartet der IWF ein Wachstum der Weltwirtschaft von 5,4 Prozent. Das sind 0,4 Punkte weniger als im April.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 24. Juni 2020 um 16:00 Uhr.

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