Screenshot von Instagram

Soziales Netzwerk kauft Fotodienst Instagram Facebook zahlt eine Milliarde Dollar für Mini-Firma

Stand: 10.04.2017 16:00 Uhr

Vor dem angekündigten Börsengang schluckt das soziale Online-Netzwerk Facebook die populäre Foto-Anwendung Instagram. Facebook-Chef Mark Zuckerberg kündigte an, eine Milliarde Dollar (760 Millionen Euro) in Aktien und Barmitteln an die Entwickler der Anwendung zu zahlen, mit der sich Fotos von Smartphones direkt in soziale Netzwerke im Internet hochladen lassen.

Facebook ist mit etwa 845 Millionen Nutzern das größte soziale Netzwerk der Welt. Instagram hat 30 Millionen Nutzer. Allerdings erwirtschaftet das Unternehmen mit etwa einem Dutzend Mitarbeitern kaum Umsatz.        

Facebook-Chef sieht "wichtigen Meilenstein"

Der Facebook-Gründer und Studienabbrecher Mark Zuckerberg.
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Mark Zuckerberg sichert Instagram Eigenständigkeit zu.

Der Kauf von Instagram sei ein "wichtiger Meilenstein für Facebook", sagte Zuckerberg. "Zum ersten Mal überhaupt haben wir ein Produkt und eine Firma mit so vielen Nutzern erworben." Die Instagram-Anwendung für iPhones und andere mobile Internetgeräte von Apple wurde nach Angaben der Entwickler seit Ende 2010 mehr als 27 Millionen Mal heruntergeladen. Kürzlich erschien die Foto-App auch für Smartphones, die auf dem Google-Betriebssystem Android basieren.

Instagram soll eigenständig bleiben

Über Instagram lassen sich mit dem Smartphone geschossene Fotos mit Filtern und Effekten bearbeiten und via Internet im Freundes- oder Bekanntenkreis austauschen. Instagram kooperiert dabei neben Facebook auch mit Twitter oder Tumblr. Die Nutzer könnten weiterhin ihre Bilder in andere soziale Netzwerke senden, versicherte Zuckerberg. Auch solle kein Instagram-Nutzer gezwungen werden, Facebook zu nutzen. "Wir denken, es ist ein wichtiger Teil der Erfahrung, dass Instagram mit Diensten jenseits von Facebook verbunden ist."

"Wir sind begeistert, uns Facebook anzuschließen", erklärte Instagram-Mitentwickler Kevin Systrom. Die Foto-App werde dabei auch künftig erhalten bleiben. "Instagram wird nicht verschwinden", betonte Systrom. "Wir werden mit Facebook arbeiten, um Instagram weiterzuentwickeln."

Facebook will an die Börse

Facebook hatte Anfang Februar seine Börsenpläne angekündigt. Der Börsenwert des Unternehmens wird auf bis zu 100 Milliarden Dollar geschätzt. US-Medien zufolge soll Facebook an der Wall Street im Technologieindex Nasdaq geführt werden. Zuckerberg soll nach dem Börsengang rund 57 Prozent der stimmberechtigten Aktien halten.

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