Eine Frau geht am Ostseestrand bei Eckernförde an Strandkörben vorbei. | Bildquelle: dpa

Tourismus in Deutschland Von Urlauber-Ansturm keine Spur

Stand: 08.10.2020 10:00 Uhr

Im Sommer entstand mancherorts der Eindruck, dass der Ansturm der deutschen Urlauber auf Reiseziele im Inland enorm war. Tatsächlich sanken aber auch im Hauptreisemonat die Übernachtungszahlen deutlich.

Die Folgen der Corona-Krise haben der deutschen Tourismusbranche auch im Hauptreisemonat August schwer zu schaffen gemacht. 49,6 Millionen Übernachtungen bedeuteten einen Rückgang um 14,2 Prozent gegenüber dem August 2019, wie das Statistische Bundesamt mitteilte.

Auch weniger Gäste aus dem Inland

Vor allem aus dem Ausland kamen weniger Gäste. Die Übernachtungen sanken um 56 Prozent auf 4,7 Millionen. Aber auch aus dem Inland kamen weniger Besucher. Deren 44,9 Millionen Übernachtungen entsprachen einem Minus von 4,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat.

Ein Schild mit "Regeln am Strand während der COVID-19 Pandemie" steht an einem Zugang zum Strand an der Ostsee. | Bildquelle: dpa
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In vielen Orten gab es Auflagen für die Besucher.

Die Zahlen umfassen Hotels, Pensionen, Ferienunterkünfte, Campingplätze und weitere Unterkünfte mit mindestens zehn Betten. Die Branche leidet seit Beginn der Corona-Krise unter den Folgen verschiedener Reisebeschränkungen. Regionale Auflagen für die Betriebe wirken sich auf die Übernachtungszahlen ebenso aus wie der starke Rückgang von Geschäftsreisen. Messen, Kongresse und Tagungen können immer noch kaum stattfinden, wodurch Geschäftsreisende fehlen.

Mehr als ein Drittel Einbußen seit Jahresbeginn

Zwischen Januar und August verzeichneten Hotels und andere Unterkünfte in Deutschland insgesamt 212,2 Millionen Übernachtungen. Das waren 37,4 Prozent weniger als im Vergleichszeitraum 2019. Die Zahl der Gäste aus dem Ausland ging dabei besonders stark zurück.

In den vergangenen Monaten ist eine Erholungstendenz zu erkennen. Im Juni lagen die Übernachtungszahlen noch rund 42 Prozent unter dem Vorjahreswert, im Juli etwa 23 Prozent und im August noch gut 14 Prozent.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 08. Oktober 2020 um 10:00 Uhr.

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