Jemand nimmt eine Euromünze aus einem Portemonnaie.

Inflation auf niedrigstem Stand seit drei Jahren Günstiges Benzin drückt die Preise

Stand: 12.11.2013 09:40 Uhr

Die derzeit günstigen Preise für Benzin, Diesel und Heizöl haben die Inflation in Deutschland auf den niedrigsten Stand seit mehr als drei Jahren gedrückt. Im Oktober stiegen die Preise im Vergleich zum Vorjahresmonat nur um 1,2 Prozent. Das meldete das Statistische Bundesamt in Wiesbaden und bestätigte damit vorläufige Zahlen. Eine niedrigere Inflationsrate sei zuletzt im August 2010 mit einem Prozent ermittelt worden.

Im Vergleich zum Oktober 2012 sanken die Preise für Mineralölprodukte deutlich, wie die Statistiker betonten. Heizöl war um 10,4 Prozent günstiger, Kraftstoffe um 5,8 Prozent. Ohne Berücksichtigung der Mineralölpreise hätte die Inflationsrate im Oktober bei 1,7 Prozent gelegen.

Inflationsrate in Deutschland

Strom, Butter und Fleisch sind teurer geworden

Strom hingegen war im vergangenen Monat mit 11,5 Prozent deutlich teurer als vor einem Jahr. Kräftig kletterten auch die Preise für Nahrungsmittel: Sie wurden binnen Jahresfrist um 4,2 Prozent teurer. Der Preis für Butter stieg um etwa 28 Prozent, für H-Milch um fast 20 Prozent. Bei Fleisch und Fleischwaren stiegen die Verbraucherpreise um knapp vier Prozent.

Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte vergangene Woche den Leitzins auf ein neues historisches Tief von 0,25 Prozent gesenkt und dies vor allem mit der extrem niedrigen Inflation begründet. Die EZB sieht Preisstabilität bei der Marke von nahe, aber unterhalb von zwei Prozent gewahrt. Preisstabilität ist ein Hauptziel der Geldpolitik der Zentralbank. Experten vermuten, dass die EZB mit ihrer historischen Zinsentscheidung der Gefahr einer sogenannten Deflation vorbeugen will. Bei einer Deflation sinken die Preise. Folge kann sein, dass Unternehmen und Verbraucher zunehmend mit Investitionen zögern, da sie immer niedrige Preise erwarten. Dies kann die Konjunktur weiter schwächen.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 12. November 2013 um 09:30 Uhr.

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KOMMENTARE

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Bernd1 12.11.2013 • 18:23 Uhr

@ 17:10 von FKassekert

Sie schreiben: "Billige Polemik und das von der Tagesschau. Die Reinste Hofberichterstattung ... Der Warenkorb ist nicht fuer Rentner, Hartz IV, Aufstocker und Geringverdiener zusammen gestellt worden! Hier werden diejenigen bedient, die das wohl auch noch von der Steuer absetzen koennen!" * Vielleicht können Sie auch ein paar Produkte aus dem Warenkorb nennen die man von der Steuer absetzen kann? Der Warenkorb ist auf den Durchschnitt der Bundesbürger zugeschnitten. Und diesem Durchschnitt entsprechen weder die Reichen die ihre Autos als Betriebsausgaben von der Steuer absetzen können noch die Harz4-Bezieher. Beide Gruppen weichen vom Durchschnitt der Bevölkerung ab, da haben Sie Recht. Da aber gerade solche Produkte wie Lebensmittel seit Jahrzehnten geringer im Preis steigen als der Warenkorn insgesamt, wie bereits heute Mittag um 11:39 Uhr beschrieben, ist das eigentlich eher gut gerade für Geringverdiener!