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Daten des Statistischen Bundesamts Inflationsrate bleibt im Juli bei 1,7 Prozent

Stand: 10.08.2012 10:39 Uhr

Die Inflationsrate in Deutschland bleibt weiter deutlich unter zwei Prozent. Laut Statistischem Bundesamt stiegen die Preise im Juli um 1,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Auch im Juni hatte die Inflationsrate bei 1,7 Prozent gelegen - so niedrig wie zuletzt im Dezember 2010.

Im Jahresvergleich wurden vor allem Energie und Nahrungsmittel teurer, die zusammen knapp 20 Prozent der Ausgaben der privaten Haushalte ausmachen. Die Energiepreise stiegen demnach um 4,4 Prozent, die Nahrungsmittelpreise um 3,0 Prozent. Obst etwa verteuerte sich um 6,9 Prozent, Fisch um 5,5 Prozent, Fleisch um 5,2 Prozent, Brot um 4,1 Prozent sowie Süßwaren um 4,0 Prozent. Die Rohstoffe Mehl und Zucker machten einen Preissprung: Mehl verteuerte sich laut Statistik um 30 Prozent, Zucker um 22,3 Prozent.

Bundesbank rechnet mit Jahresrate von 2,1 Prozent

Günstiger wurden Molkereiprodukte und Eier. Im Vergleich zum Juni stiegen die Verbraucherpreise um 0,4 Prozent an. Grund waren laut Statistik vor allem saisonale Effekte: Im Ferienmonat Juli zogen vor allem die Preise für Pauschalreisen, Übernachtungen und Flugtickets an. Bekleidung und Schuhe dagegen wurden wegen der Rabatte im Handel günstiger.

Frau sitzt mit Schirm in einem Strandkorb

Steigende Urlaubspreise ließen die Inflationsrate im Vergleich zum Vormonat leicht anziehen.

Mit 1,7 Prozent blieb die Rate der Geldentwertung den dritten Monat in Folge unter der Marke von zwei Prozent, bis zu der die Europäische Zentralbank von stabilen Preisen spricht. Die Bundesbank geht davon aus, dass sich die Lage weiter entspannen wird. Für 2012 rechnet sie mit einer durchschnittlichen Inflationsrate von 2,1 Prozent, die 2013 auf 1,6 Prozent sinken soll. Im Vorjahr hatte sie noch bei 2,3 Prozent gelegen.

Anstieg der Verbraucherpreise im Vergleich zum Vorjahresmonat
Jahr Monat Inflationsrate
2012 Juli +1,7%
Juni +1,7%
Mai +1,9%
April +2,1%
März +2,1%
Februar +2,3%
Januar +2,1%
2011 Dezember +2,1%
November +2,4%
Oktober +2,5%
September +2,6%
August +2,4%
Juli +2,4%
Juni +2,3%
Mai +2,3%
April +2,4%
März +2,1%
Februar +2,1%
Januar +2,0%
2010 Dezember +1,7%
November +1,5%
Oktober +1,3%
September +1,3%
August +1,0%
Juli +1,2%
Juni +0,9%
Mai +1,2%
April +1,0%
März +1,1%
Februar +0,6%
Januar +0,8%
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KOMMENTARE

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ladycat 10.08.2012 • 18:50 Uhr

@ buergerschreck

Ich glaube es nun mal nicht, dass die Inflation nur bei 1,7% lag. Wenn Sie eine andere Meinung haben, ist das Ihre Sache. Ich bin so gut wie täglich beim Einkaufen und stelle immer wieder fest, dass die meisten Artikel teurer geworden sind. Wir Bürger werden doch ständig belogen, man versucht uns zu manipulieren. Bei mir gelingt das jedoch nicht. Eine niedere Inflationsrate soll die Bürger beruhigen, damit die EZB weiterhin Schrottanleihen kaufen kann. Außerdem wird bei mir das Heizöl auch bald keine Rolle mehr spielen. Ersten haben wir uns schon seit Jahren einen Kachelofen zugelegt, zweitens bekommen wir noch in diesem Monat einen Erdgas-Netzanschluss. Sobald die Ölheizung nicht mehr richtig funktioniert, wird umgestellt. Es gibt aber genügend Leute, welche sich aus Kostengründen eine Umstellung nicht leisten können. Vielleicht sollten Sie auch mal an die denken.