Geldbörse

Daten des Statistischen Bundesamts Verbraucherpreise um 1,7 Prozent gestiegen

Stand: 11.07.2012 09:06 Uhr

Die Preise in Deutschland steigen langsamer. Im Juni betrug die Inflationsrate im Vergleich zum Vorjahresmonat 1,7 Prozent, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Zuletzt hatte die Teuerung im Dezember 2010 auf diesem Wert gelegen.

Günstigere Energiepreise sorgten dafür, dass die Jahresteuerung nach 1,9 Prozent im Mai weiter zurückging. Damit sinkt der Preisdruck den zweiten Monat in Folge unter die Marke von zwei Prozent. Bis zu dieser Marke spricht die Europäische Zentralbank von stabilen Preisen. Noch im Februar lag die Inflationsrate bei 2,3 Prozent.

Preisdruck bei Energiepreisen hat nachgelassen

Im Vergleich zum Vorjahr war Energie im Juni zwar vier Prozent teurer - Haushaltsenergie legte um 4,9 Prozent zu, und Tanken kostete 2,2 Prozent mehr. Der Preisdruck bei Energie insgesamt habe aber allmählich nachgelassen, erklärten die Statistiker. Damit sei auch die Inflationsrate rückläufig. Im Vergleich zum Mai verbilligten sich Mineralölprodukte um 3,2 Prozent. Kraftstoffe waren 2,9 Prozent günstiger, und Preise für leichtes Heizöl gaben bereits den vierten Monat in Folge nach. Sie gingen um 4,3 Prozent zurück.

Auch für Bekleidung und Schuhe mussten die Menschen in Deutschland im Vergleich zum Vormonat weniger ausgeben - 1,5 Prozent. Stärker als insgesamt hingegen stiegen die Preise für Lebensmittel: Diese kosteten im Juni 3,6 Prozent mehr als noch vor einem Jahr. Damit sei ihr Einfluss auf gesamte Teuerung größer geworden.

Anstieg der Verbraucherpreise im Vergleich zum Vorjahresmonat
JahrMonatInflationsrate
2012Juni+1,7%
Mai+1,9%
April+2,1%
März+2,1%
Februar+2,3%
Januar+2,1%
2011Dezember+2,1%
November+2,4%
Oktober+2,5%
September+2,6%
August+2,4%
Juli+2,4%
Juni+2,3%
Mai+2,3%
April+2,4%
März+2,1%
Februar+2,1%
Januar+2,0%
2010Dezember+1,7%
November+1,5%
Oktober+1,3%
September+1,3%
August+1,0%
Juli+1,2%
Juni+0,9%
Mai+1,2%
April+1,0%
März+1,1%
Februar+0,6%
Januar+0,8%
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