Eine Kundin zahlt ihre Einkäufe. | Bildquelle: dpa

Statistisches Bundesamt Inflation schwächte sich 2019 ab

Stand: 03.01.2020 14:51 Uhr

Im Dezember stiegen die Verbraucherpreise noch deutlich an - vor allem Nahrungsmittel und Wohnungsmieten wurden teurer. Insgesamt liegt die Inflationsrate vorläufigen Angaben zufolge aber deutlich unter der des Vorjahres.

Der Anstieg der Verbraucherpreise hat sich 2019 verlangsamt. Im Schnitt lag die Inflationsrate im vergangenen Jahr bei 1,4 Prozent, wie das Statistische Bundesamt mitteilte.

Anstieg der Preise im Dezember

Im Dezember stiegen die Verbraucherpreise nochmal an: Im Vergleich zum Vorjahresmonat legten sie um 1,5 Prozent zu. Deutlich teurer als vor einem Jahr waren im Dezember demnach Nahrungsmittel. Hier stiegen die Preise um 2,1 Prozent. Dienstleistungen verteuerten sich um 1,8 Prozent, die darunter fallenden Wohnungsmieten um 1,4 Prozent. Energie wurde wie schon im November günstiger, hier sanken die Preise um 0,1 Prozent. 

Mit der vorläufigen Rate von 1,4 Prozent für 2019 liegt die Inflation unter der Prognose der Wirtschaftsweisen, die einen Anstieg der Verbraucherpreise um 1,5 Prozent vorhergesagt hatten. Die Angaben beruhen auf vorläufigen Schätzungen. Die endgültigen Berechnungen legt das Statistische Bundesamt am 16. Januar vor.

Die Inflationsrate ist ein wichtiger Gradmesser auch für die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB). Sie strebt für den Euroraum insgesamt eine Jahresteuerungsrate von knapp unter 2,0 Prozent an. Dauerhaft niedrige oder auf breiter Front sinkende Preise könnten Unternehmen und Verbraucher verleiten, Investitionen aufzuschieben. Das bremst nach Überzeugung von Experten die Wirtschaft.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 03. Januar 2020 um 15:00 Uhr.

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