Hilfe aus dem staatlichen Bankenrettungsfonds Garantien für Hypo Real auf 30 Mrd. Euro aufgestockt

Stand: 09.12.2008 22:57 Uhr

Firmenlogo an der Konzernzentrale des Hypo Real Estate
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Liquiditätsprobleme der Tochter DEPFA brachten Hypo Real Estate in Bedrängnis

Die schwer angeschlagene Münchener Immobilienbank Hypo Real Estate hat sich weitere Hilfen aus dem Rettungspaket des Bundes gesichert. Der Rettungsfonds des Bundes (SoFFin) habe den am 21. November gewährten Garantierahmen um zehn Milliarden Euro auf nunmehr 30 Milliarden Euro aufgestockt, teilte das Münchener Finanzinstitut mit.

Erst Mitte November hatte die Hypo Real mit Hilfe des SoFFin ihre Liquidität verbessert. So kann die Bank staatliche Garantien zur Besicherung von auszugebenden Schuldverschreibungen nutzen, die spätestens zum 15. Januar 2009 zur Rückzahlung fällig sind. Die Hypo Real zahlt der Behörde, die den Rettungsfonds verwaltet, früheren Angaben zufolge dafür eine Provision in Höhe von 1,5 Prozent pro Jahr.

Krise durch irische Tochter ausgelöst

Die Vereinbarung ergänzt die bisherigen Hilfen des Bundes und anderer Banken. Die irische Hypo Real-Tochter DEPFA hatte den Konzern Ende September wegen eines Liquiditätsengpasses an den Rand des Zusammenbruchs gebracht. Entstanden waren die Probleme, weil der Staatsfinanzierer wegen der Finanzkrise keine kurzfristigen Gelder mehr am Markt aufnehmen konnte, um sein Kreditgeschäft aufrechtzuerhalten.

Der SoFFin vergibt als neu geschaffene Behörde zur Stabilisierung der Finanzbranche Garantien an bedürftige Banken, mit denen diese sich dann Geld von anderen Banken oder am Markt holen können. Auch über eine direkte Finanzspritze verhandelt die HRE. Analysten rechnen angesichts der schwachen Kapitalausstattung mit einem Bedarf von mehreren Milliarden Euro.

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