Menschen mit Smartphones vor Huawei Bannern | Bildquelle: REUTERS

US-Sanktionen Huawei braucht einen Plan B

Stand: 21.05.2019 11:14 Uhr

Auch wenn die US-Sanktionen erst später greifen, eins ist klar: Der chinesische Smartphone-Hersteller Huawei muss umdenken. Steffen Wurzel analysiert, was der jüngste Streit bedeutet.

Von Steffen Wurzel, ARD-Studio Shanghai

Der chinesische Software-Konzern Huawei baut exzellente Smartphones, Tablets und Netzwerkkomponenten. Darüber sind sich Technikexperten weltweit einig. Doch mit dem durch die US-Regierung erzwungenen Ende der Zusammenarbeit mit amerikanischen Firmen ist klar: Es wird sich einiges ändern für das Unternehmen.

Huawei: Wirklich ein Sicherheitsrisiko?
tagesthemen 22:15 Uhr, 21.05.2019, Daniel Satra, NDR

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Konzern ist vorbereitet

Huawei werde nun mit Plan B loslegen, vermutet Chance Jiang, Technik- und Startup-Berater aus dem südchinesischen Guangzhou.  Was Jiang damit meint: Für Huawei komme die härtere Gangart der US-Regierung vermutlich nicht überraschend. Deswegen habe sich der Konzern intern schon vorbereitet darauf, künftig eigenständiger zu arbeiten.

Zum Beispiel im Bereich der Computerchips: Mit Hai Si alias HiSilicon besitzt Huawei eine Tochterfirma, die selbst Computerchips entwickelt und herstellt. Mittelfristig soll HiSilicon US-Lieferanten wie Intel komplett ersetzen. Ob das allerdings qualitätsmäßig gelingt, ist offen. Auch beim Betriebssystem für Mobilgeräte muss Huawei umdenken. Denn das bisher eingesetzte Android-System des US-Konzerns Google fällt in der bisherigen Form für künftige Geräte aus.

Kein Android-Betriebssystem von Google mehr

"Die Stärke der Huawei-Geräte liegt im Bereich Hardware, nicht in der Software", betont John Artman, Chefredakteur des chinesischen Technik-Onlinemagazins "Technode". "In den Geräten stecken zum Beispiel hervorragende Kameras und Chips und das gefällt den Kunden. Aber: Ein Smartphone ist letztlich nur so gut, wie seine Apps." Dass Huawei nun nicht mehr vollen Zugriff auf das etablierte Android-Betriebssystem von Google habe, sei ein herber Rückschlag für die Firma.

Georg Mascolo, Leiter Recherchekooperation NDR/WDR/SZ, zu Huawei und den US-Sanktionen
tagesthemen 22:15 Uhr, 21.05.2019

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Der heimische Markt allerdings sei kaum betroffen, betont Technikberater Jiang. Denn Chinas Staatsführung blockiere ohnehin alle Google-Anwendungen. "Deswegen laufen Smartphones in China ohnehin mit einer eigenen, speziell auf den chinesischen Markt zugeschnittenen Android-Version. Auch andere Hersteller wie Xiaomi und Vivo betreiben eigene App-Stores."

Vor allem europäische Kunden betroffen

In China dürfte es Huawei also gelingen, auch mit einer abgespeckten Android-Version erfolgreich zu sein. Anders aber auf dem so wichtigen europäischen Markt. Hier müssten die Nutzer neuer Huawei-Geräte dann auf gewohnte Apps verzichten und die aus dem chinesischen Huaweieigenen App-Store nutzen. Ob Kunden in Europa das in Kauf nehmen wollen? "Technode"-Chef Artman ist skeptisch.

Für den Tech-Berater Jiang liegt im amerikanisch-chinesischen Streit aber auch eine Chance für Chinas IT-Industrie. "Es ist sehr wahrscheinlich, dass aus dieser jüngsten Auseinandersetzung eine ganz neue chinesische Software-Umgebung entstehen kann. Es ist nicht hundertprozentig genau vorherzusagen, aber ich vermute, dass China in einigen Jahren ein eigenes Betriebssystem auf die Beine stellt."

China will unabhängig sein

Artman weist noch auf etwas anderes hin: die Rolle der chinesischen Staats- und Parteiführung. Die werde es der heimischen Industrie so einfach machen wie nur möglich. "Politisch gesehen versucht Chinas Regierung, möglichst unabhängig zu sein vom Rest der Welt. Das gilt auch für Technologie. Wenn diese Unabhängigkeut bedroht ist, dann wird Chinas Führung politische Rahmenbedingungen schaffen, um die technologische Führung zu erlangen oder zurück zu erlangen. Das gilt auch im Fall Huawei."

Nach Android-Rauswurf: Chinesischer Huawei-Konzern muss umdenken
Steffen Wurzel, ARD Shanghai
21.05.2019 08:14 Uhr

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Über dieses Thema berichtete BR24 am 21. Mai 2019 um 08:51 Uhr.

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