Maschinenbauerin

Herbstprognose zur Wirtschaftsentwicklung 2013 Regierung korrigiert Erwartungen nach unten

Stand: 17.10.2012 12:18 Uhr

Die Eurokrise drückt stärker als erwartet auf die Wirtschaft in Deutschland. Die Bundesregierung geht in ihrer Herbstprognose nur mehr von 1,0 Prozent Wachstum für nächstes Jahr aus. "Deutschland durchquert stürmische Gewässer angesichts der europäischen Staatsschuldenkrise und der konjunkturellen Abschwächung von Schwellenländern", sagte Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler.

Wirtschaftsminister sieht keinen Wachstumseinbruch

Rösler zeigte sich trotzdem optimistisch: "Die gute Nachricht ist, dass sich die deutsche Wirtschaft trotz aller weltwirtschaftlichen Turbulenzen behauptet und auf Wachstumskurs bleibt", erklärte er. Von einem Wachstumseinbruch könne keine Rede sein. "Vielmehr ist die deutsche Volkswirtschaft in robuster Verfassung und steht weiterhin strukturell auf einem festen Fundament", sagte Rösler. Vieles spreche dafür, dass die Weltwirtschaft 2013 wieder an Schwung gewinnen könne.

Philipp Rösler

Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler zeigt sich trotz der Korrekturen weiter optimistisch.

Noch im Frühjahr hatte die Regierung 1,6 Prozent Wachstum für 2013 erwartet. Für das laufende Jahr rechnet die Bundesregierung mit einem Wachstum von 0,8 Prozent. Im Frühjahr hatte sie noch 0,7 Prozent prognostiziert. Der Arbeitsmarkt wird jedoch stabil gesehen. So rechnet die Bundesregierung mit einer leichten Abnahme der Zahl der Arbeitslosen im Jahresdurchschnitt 2012 auf rund 2,9 Millionen. Die Zahl der Arbeitslosen soll im kommenden Jahr in etwa konstant bleiben.

Prognose Grundlage für Steuerschätzung

Die Bundesregierung veröffentlicht zweimal im Jahr ihre Prognose für die Wirtschaftsentwicklung in Deutschland. Deren Eckwerte bilden die Grundlage für die Steuerschätzung, die vom 29. bis 31. Oktober in Frankfurt am Main vorgenommen wird. Sie dienen als Orientierung bei der Aufstellung der öffentlichen Haushalte von Bund, Ländern, Gemeinden und Sozialversicherungen. Federführend für die Wirtschaftsprognose ist das Wirtschaftsministerium, beteiligt sind das Statistische Bundesamt und die Deutsche Bundesbank.