Handwerker arbeitet mit Bohrmaschine | Bildquelle: dpa

Nachwuchsmangel Länger warten auf den Handwerker

Stand: 25.06.2018 07:05 Uhr

Zehn Wochen müssen Kunden derzeit im Schnitt warten, ehe Handwerker einen Auftrag abarbeiten. Dieses Problem werde sich verschärfen, warnte Handwerkspräsident Wollseifer - und nannte die Gründe dafür.

Die Kunden in Deutschland müssen sich darauf einstellen, künftig noch länger auf Handwerker warten zu müssen. Das Problem "wird sich noch verschärfen", sagte der Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH), Hans Peter Wollseifer, den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Kürzlich hatte er berichtet, dass derzeit im Schnitt zehn Wochen zwischen der Vergabe eines Auftrags und dessen Erledigung durch einen Handwerker vergehen.

Bis zu 250.000 offene Stellen

Handwerkspräsident Wollseifer | Bildquelle: dpa
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Handwerkspräsident Wollseifer fürchtet, dass beim anstehenden Generationenwechsel nicht alle Betriebe fortgeführt werden können.

Ein wesentlicher Grund für die gestiegene Wartezeit der Kunden sei die gute Auftragslage. In vielen Bereichen mangelt es demnach zudem am notwendigen Nachwuchs, um offene Stellen zu besetzen. Wollseifer sagte, dass die Branche derzeit "200.000 bis 250.000 zusätzliche Handwerker sehr gut in den Betrieben unterbringen" könnte.

Der Nachwuchsmangel wird seinen Aussagen zufolge das Problem in den kommenden Jahren noch erheblich verschärfen. Etwa 200.000 Betriebe mit rund einer Million Mitarbeitern stünden in den kommenden fünf bis sechs Jahren vor einem Generationswechsel. Wollseifer geht davon aus, "dass nicht alle Betriebe fortgeführt werden", weil junge Mitarbeiter fehlten.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 25. Juni 2018 um 04:00 Uhr und 07:00 Uhr in den Nachrichten.

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