Sendungsbild

Diskussion über Krisenszenarien Europa wappnet sich für den "Grexit"

Stand: 15.06.2012 20:49 Uhr

Die Notenbanken bereiten sich auf einen möglichen Machtwechsel in Griechenland vor. Die EZB und die britische Zentralbank kündigten an, bei Bedarf frisches Geld in den Markt zu pumpen. Auch die Politik wappnet sich für einen möglichen Austritt Griechenlands aus der Eurozone.

Von Christian Feld, ARD Brüssel

IHRE MEINUNG

KOMMENTARE

Avatar
Roody77 16.06.2012 • 04:52 Uhr

Anteile statt Zinsen

Das eigentliche Problem ist doch, dass Staatsanleihen Kredite sind. Je höher die Staatsschulden oder die wirtschaftlichen Probleme sind, um so höher sind auch die Zinsen für Staatsanleihen. D.h. je ärmer ein Staat ist (und nicht gerade ein Schuldenschnitt ansteht), umso höher ist die (garantierte) Rendite der Gläubiger, da Staatsanleihen befristet ausgegeben werden. Damit ist der Kollaps ja quasi vorprogrammiert. Stattdessen könnte man Staatsanleihen auch als "Anteile" am Staat ausgeben, analog zu Aktien an einer Firma. Erzielt der Staat einen Überschuss, steigt die "Staatsaktie" im Wert, genauso umgekehrt. Damit wären Privatwirtschaft UND Staat gleichermassen motiviert die Volkswirtschaft am Laufen zu halten, da sich die Renditen der "Staatsaktien" am aktuellen Wirtschaftswachstum messen würden. Andererseits folgt auf eine Rezession meistens eine Konjunktur. Das wäre dann ein Anreiz eine "billige" Staatsaktie zu kaufen um letztendlich doppelt am Aufschwung zu profitieren...