Euro-Krise: Griechenland

Finanzminister gibt sich optimistisch Athen gegen weiteres Hilfspaket

Stand: 08.01.2014 16:38 Uhr

Die griechische Regierung hat sich zum Ziel gesetzt, nach dem Ende der internationalen Rettungsprogramme 2014 ohne weitere Hilfen auszukommen.

Finanzminister Ioannis Stournaras sagte zum Auftakt der griechischen EU-Ratspräsidentschaft, sein Land wolle kein drittes Hilfspaket, das zwangsläufig mit neuen Sparauflagen verbunden wäre. "Im Idealfall möchten wir ein drittes Rettungsprogramm vermeiden, aber am Ende muss man die Alternativen vergleichen und sehen, welches der beste Weg für das griechische Volk ist."

Kein zweiter Schuldenerlass

Einen zweiten Schuldenerlass schloss der Minister aus. Allerdings werde Griechenland um Schuldenerleichterungen bitten, die die Euro-Finanzminister bereits in Aussicht gestellt hätten. Dazu zählten längere Laufzeiten und niedrigere Zinsen für bereits ausgezahlte Hilfskredite der Eurostaaten.

Zugleich warnte Stournaras die internationale Geldgeber davor, Griechenland neue Sparauflagen zu machen. "Kein anderes Land in Friedenszeiten hat das geschafft, was Griechenland in den vergangenen Jahren geschafft hat. Es ist irrational, wenn irgendjemand noch mehr von Griechenland verlangt."

Griechenlands Finanzminister Ioannis Stournaras
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Will vermeiden, dass Griechenland nach 2014 wieder um Hilfen bitten muss: Finanzminister Stournaras.

Finanzierungslücke von elf Milliarden Euro

Der Finanzminister sprach von einer Finanzierungslücke von elf Milliarden Euro im zweiten Halbjahr, die mit verschiedenen Mitteln gestopft werden könne. Vor der Beendigung des Stresstests für die Banken der Eurozone im Herbst werde es darüber aber keine Entscheidung geben.

Seit dem Jahr 2010 ist Griechenland auf internationale Hilfen angewiesen. Die Rettungspakete summieren sich auf 240 Milliarden Euro und laufen in diesem Jahr aus.

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