Jean-Claude Juncker

Applaus für Juncker im EU-Parlament "Ich bin gegen einen Grexit"

Stand: 07.07.2015 10:58 Uhr

EU-Kommissionspräsident Juncker hat sich erstmals zu dem Ausgang des griechischen Referendums geäußert. Vor dem Sondergipfel kündigte er im EU-Parlament an, mit aller Macht gegen ein Ausscheiden Griechenlands aus der Gemeinschaftswährung kämpfen zu wollen.

Klarer hätte er seine Meinung nicht sagen können. Jean-Claude Juncker hat sich vor dem Europaparlament eindeutig gegen einen Austritt Griechenlands aus der Eurozone ausgesprochen: "Ich bin gegen einen Grexit", sagte er und fügte hinzu: "Niemand darf die Griechen hinauswerfen wollen."

SMS an Tsipras

Doch trotz seiner klaren Haltung hat der EU-Kommissionspräsident noch einige Fragen. Vor allem an Alexis Tsipras. Während der Debatte in Brüssel stehe er im SMS-Kontakt mit dem griechischen Ministerpräsidenten, sagte er. Juncker forderte vor allem eine Erläuterung zum Referendum. Er respektiere die Abstimmung, beteuerte Juncker, aber "ich würde das gerne verstehen".

Die Schuld an der verfahrenen Situation gab er Athen. "In Europa verhandelt man bis zur letzten Millisekunde. Das hat die griechische Regierung nicht getan und das war ein schwerwiegender Fehler."

Vom heutigen Euro-Sondergipfel erwarte er keine Lösungen, sagte Juncker. "Aber wir werden den Weg ebnen, um in gemeinsamem Gespräch und in gegenseitigem Verständnis, und auch in gegenseitiger Toleranz, die Dinge in Ordnung zu bringen."

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KOMMENTARE

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Daniel C. 07.07.2015 • 18:36 Uhr

Ich würde das gerne verstehen???

Dieser Mann scheint die Begrifflichkeit und Standfestigkeit eines ausgelutschten Kaugummis zu haben. Was ist da so schwer zu verstehen? Die Griechen haben sich entschieden und zwar gegen das luxemburger Kaugummi und seinen Plan. Man möge ihnen diese Souveränität zugestehen und akzeptieren wie die Mehrheit demokratisch entschieden hat anstatt jetzt wieder weiter an Rettungspaketen zu schrauben, die weder auf Seiten der Gläubiger, noch auf Seiten der Griechen akzeptabel sind. "Niemand darf die Griechen hinauswerfen wollen." - Wetten doch?! Herr Tsipras, senden Sie Herrn Juncker doch mal eine SMS. Inhalt "Isch over. Jetzt Souveränität und GREXIT". Dann bleibt auch der Michel ruhig, wenn übergangsweise Unterstützung geleistet wird. Ehrensache!