Das neue Google Pixel 3a wurde auf der Google-Entwicklerkonferenz in Kalifornien präsentiert. | Bildquelle: AFP

Google-Entwicklerkonferenz Sprachassistent soll rasend schnell werden

Stand: 08.05.2019 09:22 Uhr

Antworten vom Sprachassistenten in Echtzeit, leistungsstarke und zugleich günstigere Mobiltelefone, mehr Datenschutz: Google überrascht mit seinen Neuerungen auf der Entwicklerkonferenz Google I/O.

Von Marcus Schuler, ARD-Studio Los Angeles

Google-Chef Sundar Pichai präsentiert auf der Entwicklerkonferenz Google I/O einen technischen Durchbruch, der dem Hersteller auf seinen Smartphones für einige Zeit einen deutlichen Vorsprung vor Apple und Co. verschaffen dürfte. "Fortschritte im Bereich des maschinellen Lernens haben es uns erlaubt, die bisherige Größe unserer Software von 100 Gigabyte auf 500 Megabyte zu reduzieren. Gerade klein genug, um sie auf mobilen Geräten zu installieren. Das macht den Assistenten auf dem Telefon so schnell, dass selbst eine Tastaturbedienung langsam erscheint", sagt Pichai.

Google stellt auf seiner Entwicklerkonferenz Neuheiten vor
08.05.2019, Marcus Schuler, ARD-Studio Los Angeles

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Blitzschnelle Spracherkennung auf dem Smartphone

Eine weitere Neuerung: Die Spracherkennungssoftware "Google Assistant" läuft normalerweise nur in Kombination mit der Cloud. Gibt ein Nutzer einen Sprachbefehl am Smartphone ein und erkundigt sich zum Beispiel nach dem Wetter, müssen diese Daten zur Analyse zuerst auf den Google-Servern berechnet werden. Durch die Datenübertragung entsteht immer ein leichter Zeitverzug. Google hat es laut eigenen Angaben nun geschafft, genau diese Analyse zum größten Teil auf dem Telefon ablaufen zu lassen. Und das blitzschnell.

Nach Darstellung des Unternehmens muss nur ein ganz kleiner Teil der Daten in die Cloud geschickt werden - wenn überhaupt. Gibt der Nutzer einen Befehl per Sprache ein, erhält er nun in Echtzeit eine Antwort. Dem Suchmaschinen-Unternehmen ist auch damit ein großer Vorsprung auf die Konkurrenz gelungen. Einen Haken gibt es jedoch: Benutzer von Handys mit dem Android-Betriebssystem müssen noch bis zum Sommer abwarten, bis die Funktion für sie verfügbar ist. Zunächst läuft sie auch nur auf den Pixel-Telefonen von Google. Erst in den kommenden Monaten dürften auch andere Hersteller wie Samsung oder LG dieses Feature übernehmen.

Google-Chef Sundar Pichai auf der Bühne der Entwicklerkonferenz in Kalifornien. | Bildquelle: AFP
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Google-Chef Sundar Pichai stellte auf der Bühne der Entwicklerkonferenz in Kalifornien technische Neuheiten vor.

Jeff Jarvis, Uni-Professor aus New York, beobachtet seit vielen Jahren das Suchmaschinen-Unternehmen. Vor acht Jahren hat er das Buch: "Was würde Google tun" geschrieben. "Google beeindruckt damit, dass sie Maschinen-Lern-Anwendungen stark verkleinert haben und die nun auf einem Telefon lokal laufen lassen können. Das bedeutet: Das Gerät ist dadurch besonders schnell. Das wird Rechenlösungen und wie wir damit umgehen in Zukunft grundsätzlich verändern."

Pixel 3a als günstigere Alternative

Pixel-Telefon-Chef Mario Quieroz sagt im ARD-Interview, durch das neue Feature würden selbst Smartphones im Preissegment zwischen 300 und 500 Euro deutlich schneller laufen. Und genau ein solches bringt Google auf den Markt: Es heißt Pixel 3a. "Die hochpreisigen Smartphones werden immer teurer. Immer weniger Menschen können die sich leisten. Deswegen haben wir ein Pixel-Telefon gebaut, dessen Komponenten etwas günstiger sind. Durch unsere Software und KI-Lösungen ist es möglich, selbst in einem einfacheren Telefon Dienste anzubieten, die es sonst nur in den teureren Modellen gibt", sagt Quieroz.

Google-Chef Sundar Pichai versprach auf der Entwicklerkonferenz in Kalifornien mehr Datenschutz. | Bildquelle: AFP
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Google-Chef Sundar Pichai versprach auf der Entwicklerkonferenz in Kalifornien mehr Datenschutz.

Bemühungen um mehr Schutz der Privatsphäre

Auch in Sachen Datenschutz will sich Google offenbar von anderen Tech-Riesen abgrenzen. Das Unternehmen halte den Schutz der Privatsphäre aller Nutzer für sehr wichtig, betont Google-CEO Pichai. "Man muss nur auf sein Google-Profilbild klicken und erreicht dann schnell die wichtigsten Einstellungen zur Privatsphäre. Alle Google-Produkte werden diese Funktion in Kürze erhalten", sagt Pichai. Auch im Google Kartendienst soll es bald den Inkognito-Modus geben.

Überhaupt geht es auf dieser Entwicklerkonferenz, die direkt neben den Firmengebäude im kalifornischen Silicon Valley unter freiem Himmel stattfindet, außergewöhnlich viel um den Schutz der Privatsphäre. Erst vergangene Woche hat Google eine Funktion eingeführt, mit der jeder Nutzer seine über ihn gesammelten Daten automatisch löschen kann - ohne lange suchen zu müssen.

Kritiker warnen vor fehlendem Datenschutz

Google-Kritiker sehen die Bemühungen des Unternehmens jedoch anders: Zum Auftakt der Konferenz kreist ein Motorflugzeug über dem Veranstaltungsgelände in Mountain View. Es zieht ein Banner hinter sich her, das warnt: "Google-Kontrolle ist nicht Privatsphäre" zusammen mit dem Hashtag "Rettet lokale Nachrichten".

Bislang ist die Google I/O 2019 die größte Entwicklerkonferenz von Google. Und, da sind sich viele Beobachter einig, auch eine bei der das Tech-Unternehmen einen großen Schritt auf seine Nutzer zugegangen ist.

Google lässt Spracherkennung direkt auf dem Smartphone laufen
Marcus Schuler, ARD Los Angeles
08.05.2019 08:19 Uhr

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Über dieses Thema berichtete NDR Info am 08. Mai 2019 um 12:41 Uhr.

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