Konsumklima

GfK-Konsumklimaindex stabil Die Krise der anderen

Stand: 26.06.2012 10:57 Uhr

Trotz Schuldenkrise bleiben die deutschen Verbraucher optimistisch - zumindest, was ihre eigene Situation anbelangt. Die Einkommenserwartung und die Kaufbereitschaft der Deutschen legten im Juni weiter zu, wie das Marktforschungsinstitut GfK mitteilte.

Zwar schätzen sie die allgemeine Konjunktur inzwischen deutlich schlechter ein - die GfK spricht hier hier von einem "deutlichen Dämpfer". Auch die Furcht, Deutschland könne stärker in den Abwärtstrend gezogen werden, steigt. Diese Gefahr sehen die Bundesbürger offenbar aber nur für die Wirtschaft allgemein und nicht für sich selbst. Die Verbraucher gehen stattdessen davon aus, dass sich ihre eigene finanzielle Situation positiv entwickeln wird. Entsprechend steigt auch ihre Bereitschaft zu größeren Anschaffungen.

Dies gleicht den Rückgang bei der Konjunkturerwartung aus, so dass der GfK-Konsumklima-Index im Juni wie im Vormonat Mai 5,7 Punkte beträgt. Für Juli sagen die Konsumforscher sogar einen Anstieg auf 5,8 Zähler voraus.

GfK rechnet mit Konsumplus um ein Prozent

Die GfK rechnet daher in diesem Jahr mit einem Wachstum der realen Konsumausgaben um etwa ein Prozent. Die Konsumforscher warnen aber auch vor großen Risiken - etwa durch bei einer Verschärfung der Eurokrise, Diskussionen um einen Austritt Griechenlands aus dem Währungsraum und die Krise des spanischen Bankensektors. "In diesem Falle würde dies auch das Konsumklima belasten und die positive Entwicklung der Konsumkonjunktur stoppen", prophezeien die Forscher.

Für den GfK-Konsumklimaindex, der als einer der wichtigsten Konjunkturindikatoren gilt, werden monatlich 2000 Deutsche befragt.

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KOMMENTARE

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Selbstaufklärer 26.06.2012 • 19:57 Uhr

Bernd1 - Fakt ist...

Zitat: "Fakt ist dass... ...für die breite Masse der Arbeitnehmer Einkommensteigerungen oberhalb der Inflation stattgefunden haben." Das ist ja das Wesen, dieses Systems. Es jongliert mit den Begriff, Inflation und beglückt die besser verdienenden Arbeiter, im Einklang mit den Gewerkschaften, mit prozentualen Lohnerhöhungen. Das bedeutet dann Einkommen: 1000 Euro +3% = 1030 Euro 5000 Euro +3% = 5150 Euro 10000 Euro +3% =10300 Euro usw. Selbst bei höherer Besteuerung des mittleren und oberen Einkommen, bleibt für diese genügend hängen. Gemessen an der Bedürftigkeit des Menschen, durch die Hartz4 Regeln, hat man einen konstanten Bezug. Inflation heißt dann bei 3% das untere Einkommen, welches nichts sparen kann, kein Realzuverdienst. Mittleres Einkommen konnte bisher sparen und kann weiter sparen. Das obere sowieso! So schafft man kontinuierlich, unvermögende Deppen und vermögende Deppen, sowie hochvermögende Eliten.