Kaufhaus in Leipzig

GfK-Konsumklimaindex legt erneut zu Die Deutschen hoffen auf höhere Einkommen

Stand: 28.02.2012 12:44 Uhr

Der Schuldenkrise im Euroraum zum Trotz ist die Verbraucherstimmung in Deutschland im Februar weiter leicht gestiegen. Der Konsumklimaindex legte im Vergleich zum Vormonat um 0,2 auf 5,9 Punkte zu, wie das Marktforschungsinsttut GfK mitteilte. Für März wird ein weiterer Anstieg auf 6,0 Zähler erwartet. Im März 2011 hatte der Index ebenfalls bei 6,0 Punkten gelegen. Höher war er zuletzt im Oktober 2007 mit 6,4 Zählern.

Kaufhaus in Leipzig

Die gestiegene Kauflaune der Deutschen hat mehrere Gründe - unter anderem gehört die Hoffnung auf höhere Einkommen dazu.

Hauptgrund für die gute Entwicklung ist nach Einschätzung von GfK-Forscher Rolf Bürkl der nach wie vor robuste Arbeitsmarkt. Dadurch rechneten die Verbraucher in diesem Jahr mit höheren Einkommen. Die Gewerkschaften fordern bei den Gesprächen zwischen 6,0 und 6,5 Prozent mehr Lohn und Gehalt.

Euro-Krise drückt Konjunkturerwartungen

Trotzdem fürchten die Deutschen den Marktforschern zufolge, dass von der Schuldenkrise auch Risiken für die deutsche Wirtschaft ausgehen. So verschlechterte sich der Index der Konjunkturerwartung im Vergleich zum Januar um 1,6 auf 5,9 Punkte. Die Kauflaune sank deshalb - bleibt laut GfK aber auf einem weiter sehr hohen Niveau.

Die GfK sieht nach dem positiven Jahresauftakt ihre Prognose bestätigt, wonach der Privatkonsum im laufenden Jahr eine wesentliche Stütze der wirtschaftlichen Entwicklung sein wird und dazu beiträgt, ein Abgleiten in die Rezession zu verhindern.

Der Konsumklimaindex setzt sich aus den drei Teilindikatoren der Einkommens- und Konjunkturerwartung sowie der Anschaffungsneigung zusammen. Seinen Höchstwert erreichte er im Januar 1999 mit 26,2 Punkten.

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KOMMENTARE

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vanPaten 28.02.2012 • 19:24 Uhr

@ Peer Gynt : Nichts wird von mir zelebriert, nur informiert

Wenn Sie sich auch nur etwas mit den regierungsamlichen Statistiken wie Destatis, denen von Wirtschaftsinstituten und internationalen Organisationen wie OECD, IWF, BIZ usw. beschäftigt hätten, würden Sie den Untersched zwischen statistisch messbarem Auf- und Abschwung und regierungsamtlicher inkl. deren Mainstreammedien Interpretation bemerken. Der GfK-Index spiegelt seit Jahren nicht die realwirtschaftliche Realität und statistisch messbare Tendenz wieder und hat damit keinen Verlässlichkeitswert außer den von Beeinflussung. Wenn Spiegel +2,9% für Topunternehmen darlegt bei 1,3% Inflation, während die reale 2,1 ist, dann ist das manipulativ und umfasst eben nicht die von Ihnen beschworenen Betriebe/Einkommen. Die kennen nämlich die Realität. Rösler behauptete dauernd, die dt. Wirtschaft basiere im Wachstum in 2011 auf Export und Binnennachfrage. Tatsächlich waren es Investitionen, der Rest brach ein. Aber Weihnachten wurde medial ein Einzelhandel zelebriert, der dann nicht eintrat.