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GfK-Konsumklimaindex für Dezember Verunsichert die Eurokrise die deutschen Verbraucher?

Stand: 21.12.2012 09:53 Uhr

Die deutschen Verbraucher bleiben nach Einschätzung des Marktforschungsinstituts GfK auch zum Jahresende durch die Eurokrise verunsichert und zeigen ein uneinheitliches Stimmungsbild. Während die Kauflaune abgenommen habe, seien die Erwartungen an die Einkommensentwicklung gestiegen. Falls keine Lösung für die europäische Schuldenkrise gefunden werde, stehe dem Konsum in Deutschland ein "sehr schwieriges Jahr" bevor, prognostizierten die Marktforscher.

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Die Kauflaune der Deutschen hat abgenommen.

Der Index, mit dem die GfK das Konsumklima misst, wird im Januar voraussichtlich ein weiteres Mal sinken und dann 5,6 Punkte erreichen. Im Dezember lag der Index bei 5,8 Punkten, in den beiden Monaten davor bei 6,1 Punkten. Das Niveau des Index sei aber trotz des Wechsels von einem Aufwärts- zu einem Abwärtstrend weiter zufriedenstellend.

Die GfK verwies auf die Bedeutung einer stabilen Konsumentwicklung. Diese sei neben den Exporten eine wichtige Stütze der deutschen Wirtschaft und schaffe die Voraussetzungen, dass Deutschland nicht in eine Rezession abgleite. Nötig sei dazu ein stabiler Arbeitsmarkt und eben die Lösung der Schuldenkrise.

Die GfK-Konsumklimastudie

Die Studie gilt als wichtiger Konjunkturindikator. In ihr ermittelt die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) jeden Monat die aktuelle Verbraucherstimmung in Deutschland. Dafür werden rund 2000 Interviews geführt. Die Konsumforscher fragen nach Einschätzungen zur allgemeinen und persönlichen wirtschaftliche Lage und zu größeren Anschaffungen. Aus den Antworten werden drei Einzelindikatoren der Konjunkturerwartung, der Einkommenserwartung und der Konsumneigung ermittelt; aus ihnen wiederum errechnet sich der Gesamtindikator für das Konsumklima, in den zusätzlich noch Angaben über die aktuelle Sparneigung der Bürger einfließen. Die Studie wird seit 1980 erhoben.

Trübe Zukunftserwartungen

Die Verbraucher gehen laut GfK davon aus, dass die deutsche Wirtschaft in den kommenden Monaten eine schwierigere Phase durchleben werde. Nach drei Monaten in Folge mit Zuwächsen nahm der Indikator für die Konjunkturerwartungen wieder ab und sank um 3,3 Punkte auf minus 17,9 Punkte. Vor einem Jahr hatte der Indikator noch um 17 Punkte besser gelegen. Die nachlassende Konjunktur drückt auch die Neigung zu Anschaffungen, der Indikator nahm deutlich ab. Zuletzt war der Indikator für die Anschaffungsneigung im Mai 2010 mit 18,1 Punkten niedriger. Dennoch ist das derzeitige Niveau laut GfK gut.

Bei den Erwartungen zur Entwicklung der Einkommen konnte der entsprechende Indikator nach starken Verlusten im vergangenen Monat jetzt wieder zulegen. Er stieg um 3,4 Punkte auf 21,2 Punkte - allerdings lag der Verlust im November bei gut zwölf Punkten. Insgesamt steht der Indikator deutlich über dem langjährigen Durchschnittswert von null Zählern.

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KOMMENTARE

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Walter Meingott 21.12.2012 • 16:52 Uhr

O für welch tückische und

O für welch tückische und liederliche Teufelei haben die Deutschen ihre gute alte deutsche Mark hingegeben! Nicht nur, dass jenes Spielgeld das Volk seiner Ersparnisse beraubt und eine verlässliche Währung gegen eine schwache eingetauscht hat, sondern auch, weil es die Nichtkanzlerin nicht über sich gebracht hat auch einmal nein zu sagen, wenn Deutschland zur Bezahlung irgendeines Unfugs vom Ausland aufgefordert wird – und dies obwohl die Verträge die Haftung für die Schulden anderer verbieten – muss Deutschland nun für die liederliche Schuldenmacherei des übrigen Euros bluten! So steigt die Schuldenlast Deutschlands an. Schlimmer noch: Dies zieht nun China an, welches dabei ist sich Anleihen der Südländer zu kaufen, um dann Deutschland zur Kasse zu bitten! Diesem Unfug muss umgehend Einhalt geboten werden, wenn sich hier auch das Dichterwort für die EU über dem Spielgeld erfüllt: „was die Befestigung ihres Bundes scheint, wird die unmittelbare Veranlassung ihrer Entzweiung werden.“