Geld kommt aus einem Geldautomaten | Bildquelle: dpa

Warnstreiks angekündigt Kein Geld aus dem Automaten?

Stand: 02.01.2019 03:48 Uhr

Geldautomaten könnten heute teilweise leer bleiben. Grund sind Warnstreiks bei Geldtransportfirmen, zu denen ver.di aufgerufen hat. Die Gewerkschaft rechnet mit erheblichen Störungen - die Arbeitgeber nicht.

Die Gewerkschaft ver.di hat für den Vormittag bundesweit Beschäftigte der Geld- und Wertdienste zum Warnstreik aufgerufen. Es könne zu "erheblichen Störungen" in der Bargeldversorgung kommen, so die Gewerkschaft. Banken und Geschäfte könnten nicht mit Bargeld beliefert werden, wenn Hunderte Geldtransporte bestreikt würden. Auch die Abholung der Tageseinnahmen bei Warenhäusern und Discountern, Möbel- und Baumärkten sowie anderen Unternehmen sei nicht sichergestellt, sagte Verhandlungsführer Arno Peukes.

Geldtransport-Fahrer im Warnstreik
tagesschau 16:00 Uhr, 02.01.2019, Jakob Schaumann, HR

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Dagegen rechnen die Arbeitgeber nicht mit größeren Problemen. Ein mehrstündiger Warnstreik sei zwar ärgerlich und für die Unternehmen teuer. Gleichzeitig sagte eine Sprecherin der Bundesvereinigung Deutscher Geld- und Wertdienste der dpa: "Die Bargeldversorgung in Deutschland wird nicht zusammenbrechen." Die Branche arbeite nicht nur werktags von 9 bis 17 Uhr, auch über den Jahreswechsel habe es eine ganz normale Versorgung gegeben, betonte sie. "Ein mehrtägiger oder mehrwöchiger Streik, das wäre ein Problem." Zudem beteiligten sich nicht alle Beschäftigten an der vorübergehenden Arbeitsniederlegung.

Derzeit laufen Tarifverhandlungen für die Branche. Bei den nächsten Gesprächen am 3. und 4. Januar im hessischen Bad Nauheim müsse die Arbeitgeberseite ein verhandlungsfähiges Angebot vorlegen, verlangte ver.di. Andernfalls würden die Arbeitsniederlegungen ausgeweitet.

Ein Mitarbeiter einer Sicherheitsfirma hält eine Geldkassette. | Bildquelle: picture alliance / Caroline Seid
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Die Mitarbeiter von Geldtransportfirmen sind von Mittwoch an zum Streik aufgerufen. Ver.di vermutet, dass deshalb das Bargeld knapp werden könnte.

Mehr Geld und Angleichung im Osten

Die Gewerkschaft fordert für die etwa 11.000 Beschäftigten eine jährliche Erhöhung des Stundenlohns um 1,50 Euro beziehungsweise eine Gehaltserhöhung von 250 Euro pro Monat. Die Laufzeit soll 24 Monate betragen. Außerdem sollen die Gehälter im Osten denen im Westen angeglichen werden.

Die Arbeitgeberseite betonte, sie habe ver.di ein Angebot vorgelegt, bei dem die Unternehmen bis an die Schmerzgrenze gegangen seien. So seien für den Osten über die zweijährige Laufzeit Erhöhungen von zusammen 9,4 Prozent angeboten worden. Die Warnstreiks seien nicht nachvollziehbar, kritisierte die Sprecherin.

Der Gewerkschaft zufolge verdienen Geldzähler und Geldtransportfahrer im Osten derzeit rund 1800 bis 2400 Euro brutto, im Westen sind es 2200 bis 2900 Euro brutto im Monat.

Über dieses Thema berichtete NDR Info am 01. Januar 2019 um 12:00 Uhr in den Nachrichten.

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