Gasflamme | Bildquelle: dpa

Berechnungen für 2019 Höhere Gaspreise für 1,8 Millionen Haushalte

Stand: 23.11.2018 07:36 Uhr

Nicht nur der Strompreis wird sich im kommenden Jahr erhöhen - auch für Gas müssen viele Kunden mehr bezahlen. Ein Grund ist der seit Jahren steigende Einkaufspreis.

Rund 1,8 Millionen Haushalte in Deutschland werden im nächsten Jahr nach Einschätzungen von Preisvergleichsportalen eine höhere Gasrechnung erhalten. Bislang hätten 244 der 710 Gasversorger ihren Preis erhöht oder das spätestens zum Jahreswechsel angekündigt, teilte das Internetportal Check24 mit. Im Durchschnitt belaufen sich die Erhöhungen auf 8,4 Prozent. Für ein Einfamilienhaus mit einem Jahresverbrauch von 20.000 Kilowattstunden bedeute das Mehrkosten von 111 Euro im Jahr.

Zu einer ähnlichen Tendenz - wenn auch im Detail mit anderen Daten - kommt das Vergleichsportal Verivox. Es hat 224 von insgesamt 710 Grundversorgern gefunden, die ihre Preise im Dezember und Januar um durchschnittlich 7,7 Prozent anheben.

Gaspreise steigen im Schnitt um 8 Prozent
tagesschau 16:00 Uhr, 23.11.2018, Axel John, SWR

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Teurer wird es in Rheinland-Pfalz, Brandenburg und Niedersachsen

Am höchsten fallen demnach die Preissteigerungen mit 13 Prozent in Rheinland-Pfalz aus. Aber auch in Brandenburg (11,5 Prozent) und Niedersachsen (10,1 Prozent) müssen die Kunden künftig mehr bezahlen. Stabil seien die Preise dagegen in den Stadtstaaten. Ganz vereinzelt haben nach den Angaben beider Portale auch Unternehmen ihre Preise gesenkt.

Dass die Preise für die Erdgaskunden nach Jahren der Entspannung wieder ansteigen, liegt zum einen an höheren Einkaufspreisen. Die Einfuhrpreise für Erdgas, ermittelt vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle, sind in den vergangenen zwei Jahren um rund 40 Prozent nach oben gegangen.

Ähnlich sieht es bei den Börsenpreisen für Erdgas aus, die das Statistische Bundesamt erhebt. Auch hier legten die Preise zwischen September 2016 und September 2018 um rund 38 Prozent zu. "Viele Verbraucher sehen sich dadurch gezwungen, die höheren Kosten an ihre Kunden weiterzugeben", sagte Verivox-Energieexperte Mathias Köster-Niechziol.

Der Sommer ist schuld

Warum die Preise auf dem internationalen Markt so stark gestiegen sind, ist laut Experten nicht eindeutig zu bestimmen. Einfluss hatte wohl der Ölpreis, auch wenn es eine unmittelbare Koppelung beider Preise nicht mehr gibt. "Öl spielt immer eine Rolle und ist ein Trendsetter für die Energiemärkte", sagte Rainer Wiek vom Energie-Informationsdienst.

Zudem soll auch die Trockenheit im Sommer zu den gestiegenen Preisen beigetragen haben: Da nicht mehr so viel Kohle verschifft werden konnte, wurde Energie aus Gas gewonnen. Das wiederum habe die die Nachfrage nach oben getrieben, da Speicher nun wieder aufgefüllt werden müssen.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 23. November 2018 um 11:00 Uhr.

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