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Standortschließungen Ford nennt Details zum Stellenabbau

Stand: 27.06.2019 15:10 Uhr

Der Autohersteller Ford will in Europa 12.000 Arbeitsplätze streichen. Von den 5400 Stellen in Deutschland ist ein Großteil bereits abgebaut. Ford hatte angekündigt, sechs Standorte zu schließen.

Ford Europa baut insgesamt 12.000 Arbeitsplätze ab. Die meisten in Frankreich und Großbritannien, ein Werk in der Slowakei wurde bereits verkauft. Auch in Russland sollen zwei Montagestätten geschlossen und die dortige Pkw-Produktion komplett eingestellt werden.

Die Werkspläne waren bekannt, die Gesamtzahl der in Europa wegfallenden Jobs ist hingegen neu. Von den 5400 Arbeitsplätzen in Deutschland sind laut Ford-Europachef Stuart Rowley bereits mehr als 3200 abgebaut. Die Mitarbeiter seien ausgeschieden oder würden dies demnächst tun, etwa weil sie Abfindungen angenommen hätten.

Ford Europa war tief in den Roten Zahlen

In Deutschland ist Ford mit seiner Europazentrale und Werken in Köln sowie mit einem Werk in Saarlouis vertreten, hinzu kommt eine kleine Forschungsanlage in Aachen. Diese Anlagen stehen nicht auf der Streichliste, ihr Personal soll laut Ford aber reduziert werden.

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Auch im Kölner Werk sollen Stellen gestrichen werden.

Ford Europa war 2018 tief in der Verlustzone, inzwischen sieht es dem Management zufolge erheblich besser aus. Das von Ford lange vernachlässigte Thema Elektrofahrzeuge soll künftig wichtiger werden. Ein erstes E-Auto soll Ende 2020 als Import aus den USA auf den Markt kommen.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 27. Juni 2019 um 15:00 Uhr.

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