Ein Flugzeug mit Kondensstreifen am blauen Himmel  | Bildquelle: dpa

Fluglinien meiden Gebiete Iran-Konflikt beeinträchtigt Flugverkehr

Stand: 21.06.2019 11:43 Uhr

Der Konflikt zwischen dem Iran und den USA wirkt sich nun auch auf den Luftverkehr aus: Zahlreiche Fluglinien wollen den Luftraum über der Straße von Hormus nicht mehr überfliegen. Darunter auch die Lufthansa.

Der Iran schießt eine US-Drohne ab, die USA planen Luftangriffe und sagen diese im letzten Moment ab - zahlreiche Fluggesellschaften ziehen ihre Konsequenzen aus den steigenden Spannungen zwischen dem Iran und den USA. Sie kündigten nun an, den Luftraum über der Straße von Hormus und dem Golf von Oman bis auf Weiteres nicht mehr zu überfliegen.

Lufthansa, KLM und viele mehr betroffen

Bei der Lufthansa würden die Änderung der Flugrouten in dem Gebiet bereits seit Donnerstag gelten, sagte ein Sprecher der Airline. Der Bereich, den die Maschinen der Lufthansa meiden sollen, sei nun erweitert worden, fügte er hinzu. Von den Änderungen sei aber nicht der gesamte Iran betroffen. Lufthansa fliege die Hauptstadt Teheran weiter an.

Airlines aus den USA und Japan teilten zudem mit, sie würden auch den Iran nicht mehr überfliegen. Auch die niederländische KLM und Singapore Airlines kündigten an, sie werde als Vorsichtsmaßnahme Flüge über Teile des Iran vermeiden.

Die US-Luftfahrtbehörde (FAA) hatte amerikanischen Fluggesellschaften zuvor die Nutzung des vom Iran kontrollierten Luftraums über dem Seegebiet untersagt.

Vorausgegangen war der Abschuss einer US-Drohne, die nach Angaben der Revolutionsgarden in iranisches Hoheitsgebiet eingedrungen war. Die USA erklärten dagegen, das 130 Millionen Dollar teure unbemannte Fluggerät habe sich über internationalen Gewässern befunden. Daraufhin hatte US-Präsident Donald Trump für heute Militärangriffe auf Ziele im Iran genehmigt, ließ sie dann aber doch nicht ausführen.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 21. Juni 2019 um 11:00 Uhr in den Nachrichten.

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