Eine Fluglotsin steht in einem Flughafen-Tower und blickt mit Ferngläsern nach draußen.

Probleme bei Flugsicherung Flugausfälle wegen Software-Panne

Stand: 22.03.2019 17:17 Uhr

Ein Ende der Software-Probleme bei der Deutschen Flugsicherung ist nicht in Sicht. Die Sicherheit des Luftverkehrs ist nicht gefährdet, aber in Frankfurt kam es zu Ausfällen und Verzögerungen.

Reisende am Frankfurter Flughafen bekommen die Software-Probleme der Deutschen Flugsicherung zunehmend zu spüren. Bis zum Nachmittag gab am größten deutschen Airport rund 50 Annullierungen bei mehr als 1400 geplanten Flugbewegungen, wie ein Sprecher des Betreibers Fraport sagte. Darüber hinaus kam es zu Verzögerungen.

Auch Verzögerungen in Stuttgart

Nach Angaben der Deutschen Flugsicherung (DFS) konnte der Luftraum über weiten Teilen Deutschlands auch am Freitag 25 Prozent weniger Passagierflüge aufnehmen als sonst. Es könne weiterhin zu Verspätungen und Flugabsagen kommen, erklärte eine Sprecherin der bundeseigenen Gesellschaft in Langen bei Frankfurt. Beeinträchtigungen gebe es neben Frankfurt auch in Stuttgart. In Köln-Bonn seien sie minimal gewesen.

Man arbeite an einer Lösung des Problems, diese sei aber leider kurzfristig nicht absehbar, sagte die Sprecherin. Die Sicherheit des Luftverkehrs sei nicht gefährdet.

Lotsen müssen genauer hinschauen

Bereits seit Mittwochabend hat das bundeseigene Unternehmen die Verkehrsmenge für den Luftraum reduziert, der vom Center Langen bei Frankfurt kontrolliert wird. Dieser reicht vom Bodensee im Süden bis nach Kassel im Norden und von der französischen Grenze bis nach Thüringen.

Das Problem ist laut DFS in einem System zur elektronischen Darstellung von sogenannten Kontrollstreifen aufgetreten. Das funktioniere nicht fehlerfrei. Die Kontrollstreifen liefern Informationen für die Fluglotsen etwa zu Flugzeugtyp, Flugstrecke oder erwarteter Überflugzeit. Das System arbeite in Langen fehlerhaft, so dass die Lotsen genauer und zeitaufwendiger hinschauen müssten, erläuterte die DFS-Sprecherin. Die übrigen Sicherungssysteme stünden uneingeschränkt zur Verfügung, und auch die übrigen Center der Flugsicherung für andere Lufträume seien nicht betroffen. Wann das Software-Problem behoben sein wird, konnte die DFS nicht sagem.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 22. März 2019 um 12:00 Uhr in den Nachrichten.

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