Flughafen Frankfurt

Zahl der Fluggäste wächst langsamer Flughäfen klagen über Passagierrekord

Stand: 05.02.2013 12:07 Uhr

Die deutschen Flughäfen haben das Jahr 2012 mit einem neuen Passagierrekord abgeschlossen. An den 22 internationalen Flughäfen im Bundesgebiet stiegen 200,4 Millionen Menschen ein, aus oder um. Das waren 1,1 Prozent mehr als im Jahr 2011.

Flughafen Frankfurt

Der Flughafen Frankfurt war mit 57 Millionen Passagieren auch 2012 die Nummer eins der deutschen Airports.

Der Branchenverband ADV zeigte sich aber unbeeindruckt von den Rekordzahlen. Er beklagte vielmehr "ein durchwachsenes Jahr" und "das schlechteste Wachstum seit vier Jahren" und verwies auf eine Reihe von Problemen. "Die Flughafenbetreiber spüren die Folgen der Eurokrise, die schwierige Marktsituation der Airlines und die nationalen Belastungen, wie etwa die Luftverkehrssteuer", erklärte ADV-Hauptgeschäftsführer Ralph Beisel.

Weniger Starts und Landungen

Um zu sparen, konzentrierten die Fluggesellschaften ihr Angebot laut den ADV-Angaben auf die großen Drehkreuze und mittelgroße Flughäfen. Kleine Airports wie Erfurt, Saarbrücken, Friedrichshafen und Paderborn/Lippstadt mussten deutlich sinkende Passagierzahlen verkraften. Bundesweit meldeten die Flughäfen 2,09 Millionen Starts und Landungen - ein Minus von 2,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Die mit Abstand meisten Passagiere meldete der Flughafen in Frankfurt am Main. Das größte deutsche Drehkreuz nutzten 57,3 Millionen Fluggäste. Dahinter folgten München mit 38,2 Millionen und Düsseldorf mit 20,8 Millionen Reisenden.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 05. Februar 2013 um 15:30 Uhr.

IHRE MEINUNG

KOMMENTARE

Avatar
Juergen 05.02.2013 • 20:16 Uhr

Managerwahn?

Wieso sind die Manager mit dieser Steigerung nicht zufrieden? Sie sollten eigentlich dazu in der Lage sein, auch mit nicht so großen Steigungen, am besten auch mit stagnierenden Passagierzahlen einen kostendeckenden Flugbetrieb zu ermöglichen. Dass man auch mit geringen Steigungszahlen sehr profitabel sein kann, hat ja Porsche unter der Führung von Herrn Wedekind eindrucksvoll gezeigt. Hätte er nicht diese Porschegewinne im Abenteuer mit VW verzockt, wäre er immer noch unbestritten die Nr. 1 unter den Managern. Viel Steigerung wird m.E. in Deutschland ohnehin nicht mehr drin sein. Dazu geht es den meisten Menschen nicht gut genug und nur von der „Elite“ auf große Steigerungen zu hoffen, dürfte diese überfordern.