Macht Corona-Pause: Flixbus | Bildquelle: dpa

Nach Bund-Länder-Beschlüssen Flixbus stellt Betrieb vorerst ein

Stand: 30.10.2020 10:07 Uhr

Der Fernbusanbieter Flixbus will wegen der stark steigenden Corona-Infektionen seine Verbindungen in mehreren Ländern nicht mehr bedienen. Ob vor Weihnachten wieder Busse rollen, lässt das Unternehmen offen.

Angesichts der neuen Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie stellt der Fernbusanbieter FlixBus vorübergehend sein Geschäft ein. Ab dem 3. November sollen in Deutschland, Österreich und der Schweiz keine der grünen Busse mehr fahren, wie das Unternehmen mitteilte. Auch die FlixTrain-Züge fahren ab der kommenden Woche nicht mehr.

Unklar ist, wie lange das Geschäft ruhen soll. "Wenn es die Situation erlaubt, möchte FlixBus den Betrieb bis zu den Feiertagen wieder aufnehmen", hieß es in einer Mitteilung. Der größte Fernbusanbieter Europas verwies auf die jüngsten Beschlüsse von Bund und Ländern.

Deutsche sollen zu Hause bleiben

Ab dem 2. November gelten deutschlandweit neue Kontaktbeschränkungen. Übernachtungen aus touristischen Gründen in Hotels oder Pensionen sind dann nicht mehr erlaubt. Zudem hatten Kanzlerin Angela Merkel und die Regierungschefs der Länder dazu aufgerufen, auf private Reisen zu verzichten.

"Die Entscheidung fällt uns auch mit Blick auf unsere Partner, die ein wichtiger Teil unserer bisherigen Erfolgsgeschichte sind, nicht leicht", so FlixBus-Chef André Schwämmlein. Das Unternehmen betreibt auf seinen Verbindungen keine eigenen Busse, sondern arbeitet mit mittelständischen Reisefirmen zusammen. Alleine in Deutschland geht es um mehrere Dutzend Betriebe.

Pause bereits im Frühjahr

Auch der Konkurrent Blablabus hatte seine Fahrten Anfang der Woche eingestellt. Das Fernbus-Unternehmen hat angekündigt, erst im Frühjahr seine Verbindungen wieder aufzunehmen. Der Betreiber war erst im vergangenen Sommer in den deutschen Markt eingestiegen. Blablabus gehört dem französischen Verkehrsunternehmen Comuto. Hinter FlixBus steht eine Gruppe von Investoren.

Bereits beim Lockdown in Frühjahr hatten die Fernbus-Betreiber den Betrieb zwischenzeitlich eingestellt. Seine Zugverbindungen hätte FlixBus Schwämmlein zufolge gerne noch im Minimalbetrieb aufrechterhalten. Dies sei wegen der Trassengebühren allerdings nicht wirtschaftlich, so der Firmengründer.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 30. Oktober 2020 um 09:00 Uhr.

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