Big Ben in London

Ratingagentur senkt Ausblick auf negativ Fitch droht Großbritannien mit AAA-Verlust

Stand: 15.03.2012 12:02 Uhr

Nach der Ratingagentur Moody's droht nun auch Fitch Großbritannien mit dem Entzug seiner Spitzen-Bonitätsnote AAA. Die Agentur senkte den Ausblick auf negativ und begründete den Schritt mit Zweifeln an der Fähigkeit des Landes, mit wirtschaftlichen Schocks umzugehen. Um eventuelle Rückschläge abzufangen, gebe es nur noch "sehr begrenzten finanzpolitischen Spielraum". Die dritte große Agentur Standard and Poor's hält dagegen an einem stabilen Ausblick fest.

Fitch warnte vor den Auswirkungen der angespannten Wirtschaftslage in der Euro-Zone, wo mehrere Regierungen um das Vertrauen der Finanzmärkte kämpfen. Für Großbritannien bedeute das, dass die Wahrscheinlichkeit einer Abstufung innerhalb der nächsten beiden Jahren größer sei als 50 Prozent.

Wegen der schwächelnden Binnenkonjunktur und einer niedrigeren Nachfrage aus der Euro-Zone musste die von den Konservativen angeführte Regierung jüngst einräumen, zwei Jahren länger als zunächst geplant für das Erreichen der Haushaltsziele zu benötigen. Bei der Machtübernahme vor zwei Jahren erbte die Regierung ein Rekorddefizit von elf Prozent der Wirtschaftsleistung und kündigte an, die jährliche Neuverschuldung praktisch auf Null zu senken. Ende 2011 lag das Defizit aber immer noch bei fast zehn Prozent.

Ein Sprecher des britischen Finanzministeriums sagte, dass die Entscheidung der Ratingagentur zeige, wie wichtig es für Großbritannien sei, zu seinen Zielen beim Schuldenabbau zu stehen.

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KOMMENTARE

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Linksoben 15.03.2012 • 17:38 Uhr

Hallo Rating Agenturen

Schon mal was von Qualitätsmanagement gehört? Unternehmen aus der produzierenden Industrie müssen sich heutzutage strengen Auflagen hinsichtlich der Qualitätssicherung unterwerfen. Die Standards sind z.B. in der ISO 9001 Norm definiert. Sind die R-Agenturen eigentlich nach IS09001 zertifiziert? Ich kann es mir nicht vorstellen, denn dann müssten in einem gewissen Maße Ihre Arbeitsweise, die verwendeten statistischen Methoden und Datensätze exteren Experten zugänglich und überprüfbar machen. Warum erhebt die Politik, auch die angelsächsische, nicht die Forderung genau danach?