Akropolis

Fortschritte bescheinigt Fitch stuft Griechenland herauf

Stand: 14.05.2013 21:00 Uhr

Die Ratingagentur Fitch hat die Kreditwürdigkeit Griechenlands um eine Stufe angehoben. Die Bonitätsnote steige von bisher "CCC" auf "B-", teilte Fitch mit. Der Ausblick sei stabil. "B-" steht bei der Agentur für eine hochspekulative Anlage.

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Fitch hält die wirtschaftlichen Aussichten Griechlands trotz der Aufwertung für trübe.

Griechenland habe Fortschritte gemacht beim Abbau der Defizite im Staatshaushalt und in der Leistungsbilanz, begründete Fitch die Entscheidung. Die wirtschaftlichen Aussichten blieben jedoch zunächst trübe.

Seit 2010 stellen die internationalen Geldgeber aus Europäischer Union, Internationalem Währungsfonds und Europäischer Zentralbank Griechenland Kredite im Gesamtumfang von 240 Milliarden Euro zur Verfügung. Im Gegenzug verlangen sie von Athen Reformen und massive Einsparungen.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 15. Mai 2013 um 02:15 Uhr.

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KOMMENTARE

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ms1963 15.05.2013 • 00:21 Uhr

Ambivalent

Dass Ratingagenturen notwendig sind, bezweifle ich nicht, aber sie sollten auch einer Kontrolle unterworfen sein. Immerhin können die Agenturen ganze Volkswirtschaften schädigen. Und auch Ratingagenturen haben einen monetären Zweck, agieren ergo nicht aus Altruismus. Vor allem finde ich bedenklich, dass die Volkswirtschaftswissenschaft Theorien aufstellt, die sich oft nicht in der Realität bestätigen. Und aufgrund solcher Modelle werden existenzielle Bewertungen vorgenommen. Griechenland ist sicher bei einer wirtschaftlichen Bodenbildung angekommen, aber die fundamentalen Daten sehen keineswegs rosig aus. Die massive Arbeitslosigkeit bleibt zukünftig nicht ohne Auswirkung, z.B. durch vermehrte Sozialkosten bei gleichzeitigen Mindereinnahmen. Daher finde ich derartige Ratings zweifelhaft, weil intransparent.