Ein Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens liegt neben Geld auf dem Tisch. | Bildquelle: dpa

Konjunktur Firmenpleiten auf Tiefststand

Stand: 13.03.2019 12:33 Uhr

In Deutschland sind vergangenes Jahr so wenige Unternehmen Bankrott gegangen wie seit 20 Jahren nicht mehr, teilt das Statistische Bundesamt mit. Für 2019 rechnen Experten allerdings wieder mit mehr Pleiten.

Die gute Konjunktur macht sich bemerkbar: 2018 sind knapp 19.300 Firmen pleitegegangen - so wenige wie seit 1999 nicht mehr. Das teilte das Statistische Bundesamt mit.

Die Zahl der Insolvenzverfahren fiel damit um 3,9 Prozent niedriger aus als 2017. Insgesamt betrugen die voraussichtlichen ausstehenden Gläubigerforderungen 21,0 Milliarden Euro - 2017 waren es 30 Milliarden Euro gewesen.

Die Zahl der Verbraucherinsolvenzen sank 2018 um sechs Prozent auf 67.597 Fälle.

Unsicherheitsfaktor Brexit

Für 2019 sind die Experten allerdings weniger optimistisch. Der Kreditversicherer Euler Hermes etwa geht davon aus, dass die weltweite Zahl der Insolvenzen das dritte Jahr in Folge steigen wird. "Das zeigt: Die fetten Jahre sind vorbei, die Konjunktur schwächelt", sagte Chefvolkswirt Ludovic Subran.

Für Deutschland, die USA und die Niederlande rechnet Euler Hermes 2019 mit einer Stagnation - größter Unsicherheitsfaktor ist der Brexit.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 13. März 2019 um 15:00 Uhr.

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