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Marktbericht

Wall Street im Plus US-Anleger greifen wieder zu

Stand: 20.05.2021 22:22 Uhr

Nach den Verlusten der Vortage kam am Donnerstag an der Wall Street auf ermäßigtem Niveau wieder Kaufinteresse auf. Zinsängste aber bleiben. Auch hierzulande machte der DAX Boden gut.

In einer Gegenbewegung auf die jüngsten Verluste schlossen die großen Aktienindizes der Wall Street am Donnerstag freundlich. Die Inflationssorgen ließen Investoren aber nicht los, sagte Anlagestrategin Linda Duessel vom Vermögensverwalter Federated Hermes. Immerhin, zumindest kurzfristig ist nicht mit einem Anziehen der geldpolitischen Zügel der Notenbank zu rechnen, trotzdem dürfte das Szenario einer Änderung des Zinsregimes in den Köpfen der Investoren seit gestern ein Stück realer geworden sein.

Die US-Notenbank hatte mit ihren am Mittwoch veröffentlichten Protokollen ihrer jüngsten Beratungen die Tür für eine Drosselung ihrer Wertpapierkäufe einen Spalt geöffnet. Eine Abkehr von der ultra-lockeren Geldpolitik sei dies aber keinesfalls, gab Commerzbank-Analyst Ulrich Leuchtmann zu bedenken. "Es ist nicht einmal der Anfang vom Ende. Aber es ist der Anfang der Diskussion über den Anfang vom Ende."

Die Nervosität dürfte daher bleiben. Zu groß sind die Effekte der ultralockeren Geldpolitik der Notenbanken (auch der EZB), die massiv Liquidität in die Märkte pumpen, um die Wirtschaft anzuschieben. Dabei sind die USA kräftig vorgelaufen, wie sich zuletzt vor allem an den jüngsten Inflationsdaten zeigte. Kommt von dort nun auch die Zinswende und vor allem wann, das fragen sich nun viele Investoren?

Dow Jones wieder über 34.000 Punkte

Die Anleger waren heute jedenfalls in Kauflaune und nutzten das niedrigere Niveau. Der Leitindex Dow Jones legte 0,55 Prozent und schloss bei 34.084 Punkten und damit wieder über der Marke von 34.000 Punkten. Besser hielten sich die anderen großen Aktienindizes. Der breiter aufgestellte S&P-500-Index rückte um 1,1 Prozent vor auf 4159 Punkte. Am besten schnitt die Technologiebörse Nasdaq ab, die bei 13.535 Punkten aus dem Handel ging, ein Tagesgewinn von 1,8 Punkten. Der Auswahlindex Nasdaq 100 gewann 1,9 Prozent hinzu auf 13.494 Punkte.

Erholung am US-Arbeitsmarkt setzt sich fort

Spätestens mit dem gestrigen Protokoll der Zinssitzung dürften die kommenden Konjunkturzahlen noch genauer daraufhin untersucht werden, ob sie der Notenbank Anlass bieten, die Zinswende einzuleiten. Die wöchentlichen Daten vom Arbeitsmarkt bestätigen derweil die Einschätzung der Währungshüter vom Vortag. Die Erholung der Wirtschaft setzt sich fort, Entwarnung kann aber noch nicht gegeben werden.

Konkret ist die wöchentliche Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe weiter gesunken und erreichte das tiefste Niveau seit Beginn der Corona-Krise. In der Woche zum 15. Mai ist die Zahl der Anträge um 34.000 auf 444.000 gefallen, wie das US-Arbeitsministerium am Donnerstag in Washington mitteilte. Das ist der dritte Rückgang in Folge und das tiefste Niveau seit Einführung von Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie vor mehr als einem Jahr.

Analysten hatten mit einem Rückgang der Anträge gerechnet, waren aber Schnitt von 450.000 ausgegangen. Trotz des erneuten Rückgangs haben die Hilfsanträge noch nicht das Niveau erreicht, das vor der Corona-Krise herrschte. In den Monaten vor der Pandemie hatte das Volumen bei etwas mehr als 200.000 gelegen.

DAX legt nach Berg- und Talfahrt zu

An der Frankfurter Aktienbörse war es heute kein Tag für schwache Nerven. Der DAX schloss nach volatilen Handel am Ende am Tageshoch bei 15.370 Punkten, ein Aufschlag von 1,7 Prozent. Der Index schwankte dabei im Verlauf stark und markierte am Mittag nach zunächst flottem Start bei 15.102 Zählern sein Tagestief. Der Tageschart sieht dabei aus wie ein großes "V", an dessen Ende dann die Erholung stand. Schwankungen dieser Art sind oftmals ein Zeichen hoher Nervosität bei den Anlegern.

Unmittelbarer Auslöser der hohen Volatilität war die US-Zinsdiskussion. Rückläufige Covid-Zahlen und überwiegend solide Unternehmensgewinne im bisherigen Jahresverlauf traten in den Hintergrund. Unter den Einzelwerten standen Fresenius, Delivery Hero und Daimler im DAX ganz vorne. Eon wurden mit Dividendenabschlag gehandelt (0,47 Euro) und standen daher nur optisch am Indexende. "Echte" Verlierer gab es keine, Bayer und Deutsche Börse stiegen am DAX-Ende nur unterdurchschnittlich.

Euro wieder über 1,22 Dollar

Der Euro hat sich am Donnerstag von seinen Vortagsverlusten erholt und notiert wieder über 1,22 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,2203 (Mittwoch: 1,2212) Dollar fest. Die Gemeinschaftswährung machte die Kursverluste vom Vortag damit nahezu komplett wieder wett. Am Mittwochabend hatte der Dollar nach dem Protokoll zur jüngsten Zinssitzung der US-Notenbank Fed spürbar zugelegt.

Erzeugerpreise ziehen kräftig an

Wie in den USA mehren sich auch in der Eurozone die Hinweise auf einen wachsenden Preisdruck. Auf Seiten der Hersteller stieg das Preisniveau im April in Deutschland gegenüber dem Vorjahresmonat um 5,2 Prozent, wie das Statistische Bundesamt heute in Wiesbaden mitteilte. Das ist der höchste Zuwachs bei den Erzeugerpreisen seit knapp zehn Jahren. Analysten hatten im Mittel mit einer Rate von 5,1 Prozent gerechnet

Deutsche Exporte in die weite Welt boomen

Eine weitere Meldung deutet auf einen starken Aufschwung hin. Die Ausfuhr deutscher Waren in Staaten außerhalb der Europäischen Union ist im April stark gestiegen: Die Exporte wuchsen nach vorläufigen Ergebnissen im Vorjahresvergleich um 35,6 Prozent, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Beim Vergleich zum Vorjahresmonat sei aber zu beachten, dass die deutschen Exporte in Drittstaaten im April 2020 wegen der Corona-Krise um 27,1 Prozent gegenüber April 2019 gesunken waren, hieß es.

Bitcoin erholt sich

Ein wichtiges Thema bleibt heute der Bitcoin. Nach dem gestrigen Kursabsturz von zeitweise gut 30 Prozent arbeitet die Kryptowährung weiter an einer Stabilisierung. Im heutigen Handelsverlauf steigt der Bitcoin wieder bis auf rund 40.000 US-Dollar.

Fed will im Sommer über Digitalwährunmgen diskutieren

Die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) will im Sommer eine Debatte über Digitalwährungen eröffnen. Die Fed werde dazu ein Diskussionspapier veröffentlichen, sagte Notenbank-Chef Jerome Powell in einer ungewöhnlichen Videobotschaft am Donnerstag. Das Dokument solle die Gedanken der Zentralbanker zu Kryptowährungen skizzieren. Ein besonderer Fokus solle auf den Vorteilen und Nachteilen liegen, die mit der Schaffung einer Zentralbank-Digitalwährung verbunden seien.

Die Fed wolle im Anschluss daran die Öffentlichkeit dazu um Kommentare bitten. In dem Video verwies Powell auch auf die Risiken, die von Kryptowährungen für die Nutzer und das Finanzsystem ausgingen. Die Fed wolle sicherstellen, dass eine mögliche Zentralbank-Digitalwährung vorteilhaft für Verbraucher und Unternehmen sei. Bislang hätten sich Kryptowährungen nicht als ein geeignetes Mittel führ Zahlungen erwiesen, da unter anderem ihr Wert deutlich schwanke.

Zuvor war bekannt geworden, dass im Rahmen einer Reform der US-Bundessteuerbehörde IRS künftig sämtliche Kryptowährungstransaktionen mit einem Volumen von mindestens 10.000 Dollar den entsprechenden Ämtern gemeldet werden sollen.

Ölpreise geben nach

Die Ölpreise sind am Donnerstag weiter gesunken. Die Aussicht auf eine Einigung zur Rettung des Atomabkommens mit dem Iran sorgte am Ölmarkt für Verkaufsdruck. Nach sechswöchigen Verhandlungen sehen die beteiligten europäischen Länder greifbare Fortschritte. Auch der iranische Chefverhandler und Vizeaußenminister Abbas Araghchi zeigte sich optimistisch für die nächste Runde. Sollte es zu einer Einigung kommen, steigert das dann zu erwartende iranische Öl das weltweite Angebot, was die Preise drückt.

Daimler gefragt

Unter den Einzeltiteln im DAX gehörten Daimler mit einem Plus von 3,7 Prozent zu den größten Gewinnern. Dies nach Aussagen zur geplanten Abspaltung der Trucksparte, die positiv aufgenommen wurden. In der von Daimler veröffentlichten Präsentation hieß es, der Autobauer sei mit der geplanten Abspaltung und dem Börsengang der Nutzfahrzeugsparte auf Kurs. Der Prozess solle bis Ende 2021 abgeschlossen sein, hieß es weiter.

Seit Ende 2020 gibt es bereits Spekulationen über eine separate Börsennotiz. Anfang Februar wurde dann klar, dass sich der Autobauer mit einem radikalen Umbau für die Zukunft rüsten will. Künftig soll es mit der Pkw-Sparte Mercedes-Benz und Daimler Truck jeweils eigene börsennotierte Unternehmen geben.

BMW löst Kartellrückstellungen auf - Prognoseerhöhung

BMW stellt sich im Kartellstreit um Abgasreinigungstechnik mit der EU auf eine geringere Geldstrafe ein und löst deswegen seine Rückstellung teilweise auf. Dies führe im zweiten Quartal zu einem positiven Ergebniseffekt in Höhe von rund einer Milliarde Euro, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. BMW gehe davon aus, dass die EU-Kommission ihre Vorwürfe in inhaltlicher und zeitlicher Hinsicht erheblich beschränken werde. Das Bußgeld dürfte daher geringer ausfallen als ursprünglich vermutet.

Die Auflösung der Rückstellung sei bislang nicht in der Prognose für das laufende Jahr enthalten und wirke sich mit etwa einem Prozentpunkt positiv auf die Gewinnmarge im Autogeschäft aus, hieß es weiter. Zuletzt hatte BMW eine Marge von sechs bis acht Prozent vorhergesagt, sie dürfte nun zwischen sieben und neun Prozent liegen. Der Vorsteuergewinn dürfte deutlich steigen.

Soll Fresenius zerschlagen werden?

Am Nachmittag tendieren die Aktien des Gesundheitskonzerns Fresenius im DAX besonders stark. Wie das "Manager-Magazin" berichtet, lotet das Unternehmen die eigene Zerschlagung aus. Eigner und Management rechneten bereits seit einiger Zeit nach, ob die Einzelteile wertvoller als der Gesundheitskonzern als Ganzes sein könnten, hieß es. Auch die Papiere der Dialysetochter Fresenius Medical Care (FMC) ziehen an.

Deutsche Telekom hat viel vor

Die Deutsche Telekom will in den kommenden Jahren stärker expandieren. Der Umsatz soll bis zum Jahr 2024 jährlich um ein bis zwei Prozent zulegen, wie der Konzern anlässlich seines Kapitalmarkttags mitteilte. Für das bereinigte operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen nach Leasingkosten (Ebitda AL) wird ein Anstieg von durchschnittlich drei bis fünf Prozent pro Jahr angestrebt. Der Konzern will das für die Dividende wichtige bereinigte Ergebnis je Aktie von 1,20 Euro im vergangenen Jahr bis 2024 auf mehr als 1,75 Euro erhöhen. Unter Vorbehalt sollen davon 40 bis 60 Prozent ausgeschüttet werden, wobei das Minimum weiterhin bei 60 Cent je Aktie bleibt.

Noch eine Glyphosat-Hürde für Bayer

Ein wichtiger Teil des milliardenschweren Glyphosat-Vergleichs von Bayer in den USA hängt weiter in der Schwebe. Die Einigung von Bayer mit Klägeranwälten für den Umgang mit möglichen künftigen Glyphosat-Klagen müsse für gesunde Menschen, die dem Mittel im Unkrautvernichter Roundup ausgesetzt waren und in Zukunft erkranken, noch mal nachgebessert werden, erklärte der zuständige US-Bezirksrichter Vince Chhabria.

BASF investiert in Batteriematerialien in China

BASF verstärkt sich im Geschäft mit Batteriematerialien. Durch ein Gemeinschaftsunternehmen mit dem chinesischen Anbieter Shanshan will BASF Zugang zum chinesischen Markt für Batteriematerialien, dem weltgrößten, gewinnen, wie der Chemiekonzern am Donnerstag mitteilte. An dem Joint Venture, das in China Kathodenmaterialien und deren Vorprodukte produzieren soll, wird BASF die Mehrheit von 51 Prozent halten, 49 Prozent der Anteile sollen bei Shanshan liegen. BASF plant dabei Investitionen in Höhe eines mittleren dreistelligen Millionen-Euro-Betrags, wie eine Sprecherin sagte.

Shanshan ist nach Angaben von BASF ein führender Anbieter von Lithium-Ionen-Batteriematerialien für Elektromobilität und Unterhaltungselektronik und betreibt derzeit betreibt vier Produktionsstätten für Kathodenmaterialien und deren Vorprodukte in China mit einer Jahreskapazität von 90 Kilotonnen bis 2022.

Thiele-Erben verkaufen Lufthansa-Aktien

Die Erben des im Februar gestorbenen Münchner Milliardärs Heinz Hermann Thiele trennen sich von mehr als der Hälfte ihres Lufthansa-Aktienpakets. Die Familiengesellschaft KB Holding warf am Donnerstagabend 33 Millionen Lufthansa-Aktien auf den Markt, sagten zwei mit der Platzierung vertraute Personen zu Reuters. Bloomberg hatte zuvor darüber berichtet.

Zum Xetra-Schlusskurs von 10,87 Euro sind die zum Verkauf stehenden Aktien knapp 360 Millionen Euro wert. Üblicherweise werden Papiere bei solchen Platzierungen aber mit einem Abschlag bei Investoren platziert. Lufthansa-Aktien gaben im Späthandel um 3,4 Prozent auf 10,44 Euro nach.

Thiele hatte seine Beteiligung an der Lufthansa noch kurz vor seinem Tod auf 10,04 von 12,4 Prozent reduziert und hielt zuletzt noch 60 Millionen Lufthansa-Aktien. Er war erst in der Corona-Krise bei der Fluggesellschaft eingestiegen und hatte dort als aktivistischer Investor den rettenden Einstieg des Staates kritisch begleitet. Nach dem Bund ist er zweitgrößter Aktionär der Lufthansa.

Thyssenkrupp kommt bei Stahlausgliederung voran

Thyssenkrupp-Chefin Martina Merz kann die Ausgliederung des Stahlbereichs aus dem Gesamtkonzern mit Rückendeckung des Aufsichtsrats vorantreiben. "Der Aufsichtsrat hat am Mittwoch unseren eingeschlagenen Weg bestätigt. Wir können uns jetzt ganz auf die Verselbstständigung konzentrieren", sagte Merz der "Rheinischen Post" (Freitag).

Merz will die kriselnde Stahlsparte des Revierkonzerns aus eigener Kraft wieder wettbewerbsfähig machen. Am Ende könne eine Abspaltung stehen oder eine selbstständige Tochter mit eigener Finanzierung, sagte sie. Eine Fusion mit anderen Stahlherstellern sei für ThyssenKrupp "aktuell kein Thema".

Hella nach Übernahmespekulationen an der MDAX-Spitze

Weiter angefeuerte Übernahmespekulationen haben am Donnerstagnachmittag die Hella-Aktien zwischenzeitlich prozentual zweistellig angeschoben und an die MDAX-Spitze springen lassen. Am Ende schloss das Papier rund neun Prozent höher bei über 55 Euro. Ende April hatte ein Bericht des "Manager Magazins", wonach die Eignerfamilie einen Verkauf der Aktienmehrheit am Autozulieferer erwägt, den Kurs schon angetrieben. In den Tagen davor waren noch für etwa 45 bis 46 Euro für die Aktien gezahlt worden.

Laut dem aktuellen Bericht könne es mit einem Verkauf der Anteile nun schnell gehen, vielleicht könne noch vor dem Sommer eine Entscheidung getroffen werden. In dem neuen Bericht heißt es mit Verweis auf das Umfeld der Familie, dass die Finanzinvestoren Advent und Bain Capital im Team antreten würden, aber auch die Private-Equity-Häuser CVC und Blackstone sowie die Zulieferer Hasco und Faurecia Gebote erwägten Gebote.

Südzucker will sich stark verbessern

Die Südzucker AG erwartet für das neue Geschäftsjahr Zuwächse bei Umsatz und Ergebnis. Dabei soll sich das im vergangenen Geschäftsjahr Verluste schreibende Zuckergeschäft deutlich verbessern, wie das Unternehmen mitteilte. Insgesamt rechnet Südzucker für 2021/22 mit einem Konzernumsatz von 7,0 bis 7,2 Milliarden Euro nach 6,7 Milliarden im Vorjahr. Das operative Konzernergebnis soll von 236 Millionen auf 300 bis 400 Millionen Euro steigen.

CTS leidet weiter

Dem Tickethändler CTS Eventim machen weiterhin ausgefallene Konzerte und Veranstaltungen stark zu schaffen. In den ersten drei Monaten des Jahres brach der Umsatz verglichen mit dem Vorjahresquartal um knapp 90 Prozent auf 19,6 Millionen Euro ein. Unter dem Strich stand nun ein Verlust von fast 25,2 Millionen Euro nach einem Gewinn von knapp 0,6 Millionen ein Jahr zuvor.

Starker Jahresbeginn bei Instone

Der Immobilienentwickler Instone Real Estate ist mit kräftigen Zuwächsen ins Jahr gestartet. Im ersten Quartal legte der bereinigte Umsatz im Jahresvergleich um 29 Prozent auf gut 128 Millionen Euro zu, wie das im SDAX gelistete Unternehmen mitteilte. Der bereinigte Überschuss sprang sogar um 85 Prozent auf gut 16 Millionen Euro nach oben.

Tencent boomt

Dem chinesischen Spiele- und Technologieriesen Tencent haben ein boomendes Werbegeschäft und die steigende Nachfrage nach dem Multi-App-Dienst WeChat einen Gewinnsprung beschert. Der Gewinn kletterte im ersten Quartal um 65 Prozent auf 47,77 Milliarden Yuan (umgerechnet 6,1 Milliarden Euro), wie Tencent mitteilte. Dieser lag über den Erwartungen von Analysten.

Google wird Einzelhändler

Der Internet-Gigant Google steigt mit der Eröffnung eines Ladengeschäfts in den klassischen Einzelhandel ein. Der erste sogenannte Google Store soll in diesem Sommer im New Yorker Stadtteil Chelsea aufmachen, wo das Unternehmen bereits seine US-Ostküstenzentrale hat.

Google will dort laut einem Eintrag im Firmenblog vom Donnerstag unter anderem seine Pixel-Handys und -Notebooks sowie Fitbit-Fitness-Tracker und Smarthome-Equipment der Marke Nest anbieten. Die Tochter des Alphabet-Konzerns setzt damit auf das Erfolgsrezept des iPhone-Riesen Apple, der Hunderte solcher Geschäfte betreibt und damit schon seit Jahren seine Umsätze steigert.

Erfolgreicher Börsengang von Oatley

Der schwedische Hafergetränke-Hersteller Oatly ist bei seinem Börsen-Debüt an der New Yorker Nasdaq auf starkes Anlegerinteresse gestoßen. Der erste Kurs der Aktien lag am Donnerstag bei gut 22 Dollar, was einem Aufschlag von rund 30 Prozent gegenüber dem Ausgabepreis entsprach. Das Unternehmen erlöste beim Börsengang 1,4 Milliarden Dollar (1,2 Mrd Euro) und wurde dabei von Investoren mit insgesamt rund 10 Milliarden Dollar bewertet.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 20. Mai 2021 um 07:35 Uhr.