Broker handeln an der New Yorker Börse | picture alliance/dpa/AP
Marktbericht

Quartalsbilanzen treiben Börsen an Die Rückkehr der Schnäppchenjäger

Stand: 21.07.2021 22:29 Uhr

Der kleine Sommer-Blues, den die Börsen zu Wochenbeginn hatten, scheint überwunden. Die Wall Street stürmte heute den zweiten Tag in Folge nach oben - und riss den DAX mit.

Den Kursrutsch vom Montag haben einige Anleger als günstige Kaufgelegenheit genutzt. Vor allem Schnäppchenjäger griffen zu und orderten Aktien. Der Mangel an Alternativen und die Furcht, etwas zu verpassen, treibe die Anleger in Aktien, heißt es am Markt. Daher nutzten sie jeden Rücksetzer, um einzusteigen. Aus Furcht vor der rasanten Ausbreitung der Delta-Variante des Coronavirus und den negativen Folgen für die Wirtschaft waren am Montag einige Investoren aus den Aktienmärkten geflüchtet.

Sommerliche Schwankungen

"Wie so häufig in den Sommerwochen nimmt die Schwankungsintensität zu", sagte Analyst Franz-Georg Wenner von Index Radar mit Blick auf das Auf und Ab im bisherigen Wochenverlauf. Auf den Ausverkauf vom Montag sei eine ebenso kräftige Erholung gefolgt.

Anlagestratege Jan von Gerich von der Nordea Bank bezeichnete den mehr als zweiprozentigen Kursrutsch der internationalen Börsen vom Montag als überzogen. "Die Märkte haben die Tendenz, so zu reagieren." Allerdings müsse man noch abwarten, um zu beurteilen, ob die Gefahr weiterer Rücksetzer gebannt sei.

Dow macht Kursscharte vom Montag wett

Ermutigende Firmenbilanzen von Coca-Cola und Verizon lockten Anleger zurück an die Wall Street. Der Dow Jones gewann gut 0,8 Prozent auf 34.798 Punkte. Damit hat der US-Standardwerte-Index den starken Rücksetzer vom Montag mittlerweile mehr als aufgeholt. Der breiter gefasste S&P 500 legte ebenfalls um 0,8 Prozent zu. Die Nasdaq rückte um 0,9 Prozent vor. Ein enttäuschender Ausblick des Streamingdiensts Netflix lastete zeitweise auf dem Tech-Sektor.

Hoffen auf gute Berichtssaison

"Jeder weiß, dass die Zahlen für das zweite Quartal die größten Zuwächse im Vergleich zum Vorjahreszeitraum bringen", sagte Portfoliomanager Tom Martin vom Vermögensverwalter Globalt. Dem Datenanbieter Refinitiv zufolge erwarten Analysten für die Unternehmen im S&P 500 im Schnitt einen Gewinnanstieg um fast 73 Prozent - nach einem Plus von 54 Prozent zum Jahresauftakt.

DAX beschleunigt Erholung

Im Sog der freundlichen US-Börsen setzte auch der DAX seine Erholung fort. Der deutsche Leitindex schloss heute 1,4 Prozent fester bei über 15.400 Punkte. Damit ist der kleine Rücksetzer vom Montag fast wieder wettgemacht. Seit dem Kursrutsch zu Wochenbeginn hat der DAX gut 400 Punkte gutgemacht. .

Bringt die EZB neuen Schub?

"Während in den USA die laufende Berichtssaison für frische Impulse sorgt und die Aktienmärkte auf hohem Niveau hält, hoffen die Investoren auf dieser Seite des Atlantiks, dass die EZB der Börse neues Leben einhauchen kann", sagte Markbeobachter Milan Cutkovic von Axi. Eigentlich war eine recht ereignislose Juli-Sitzung erwartet worden, bis EZB-Chefin Christine Lagarde verkündete, dass das kommende Meeting von Bedeutung sein werde.

Angekündigt wurden unter anderem neue Informationen zur Ausrichtung der Geldpolitik, um so die Weichen für die kommenden Jahre neu zu stellen. Aktienstratege Robert Greil von Merck Finck erwartet unter anderem, dass die EZB etwa "das neue, symmetrische und glatte Zwei-Prozent-Inflationsziel" adressieren werde, "das ihr noch mehr Flexibilität gibt".

Euro zeitweise auf Dreieinhalb-Monats-Tief

Einen Tag vor der mit Spannung erwarteten EZB-Sitzung erholte sich der Euro etwas. Am Abend überwand die Gemeinschaftswährung die Marke von 1,18 US-Dollar. Am Morgen war er noch zeitweise bis auf 1,1752 Dollar gefallen. Dies war der niedrigste Stand seit drei Monaten. Der Dollar-Index, der den Kurs zu wichtigen Währungen widerspiegelt, notierte mit 93,194 Punkten zeitweise so hoch wie zuletzt vor gut dreieinhalb Monaten. Bitcoin zieht an

Bitcoin im Aufwind

Auch bei den Kryptowährungen nutzten Schnäppchenjäger die Gunst der Stunde und hievten den Bitcoin-Kurs um neun Prozent auf fast 32.000 Dollar. Sie sollten sich allerdings nicht in Sicherheit wiegen, warnte Analyst Timo Emden von Emden Research. "Die Abwärtsrisiken, bestehend aus Regulierungssorgen und der fragilen Stimmung an den Aktienmärkten, könnten Investoren einen Strich durch die Rechnung machen."

Der Autobauer Tesla wird laut Konzernchef Elon Musk die Kryptowährung Bitcoin sehr wahrscheinlich wieder als Zahlungsmittel akzeptieren. Das kündigte Musk am Mittwoch bei einer Konferenz an. In den vergangenen Monaten hatte sich Musk unterschiedlich zu der Cyber-Devise geäußert: Im März erklärte er, Tesla werde seine Autos künftig auch gegen Bitcoin verkaufen. Im Mai vollzog er eine Kehrtwende und begründete dies mit Klimabedenken. Im Juni schließlich machte er für eine Erlaubnis von Bitcoin-Zahlung unter anderem zur Bedingung, dass bei der Erzeugung der Kryptowährung zu etwa 50 Prozent erneuerbare Energien genutzt würden.

Öl wieder teurer

Investoren nutzten den jüngsten Preisrutsch bei Rohöl zum Wiedereinstieg. Die US-Sorte WTI verteuerte sich um 4,4 Prozent auf 70,16 Dollar je Barrel (159 Liter). Der Preis für die Nordseesorte Brent sieg um fast vier Prozent auf knapp 72 Dollar je Barrel. In den vorangegangenen Tagen hätten die Sorgen um die Delta-Variante die Kurse gedrückt, sagte Analyst Ricardo Evangelista vom Brokerhaus ActivTrades.

Verlierer von vorgestern sind die Gewinner

Auf der Gewinnerseite im DAX standen die Titel, die am Montag noch heftig unter Druck standen: zum Beispiel der Triebwerkshersteller MTU mit einem Plus von 4,3 Prozent, Die Titel der Münchener Rück, die zuletzt unter der Flutkatastrophe in Deutschland litten, erholten sich um 3,5 Prozent. Die Papiere des Halbleiter-Konzerns Infineon legten gut drei Prozent zu, nachdem der niederländische Chipausrüster ASML seine Prognose wegen der weltweit hohen Halbleiternachfrage nach oben geschraubt hatte.

SAP hebt Ausblick für Gesamtjahr an

Größter Verlierer im DAX war SAP mit einem Minus von 2,5 Prozent - trotz Anhebung des Ausblicks für das Gesamtjahr. Ein Börsianer sprach davon, dass die Erwartungen nur leicht nach oben geschraubt wurden. Größter Wachstumstreiber im zweiten Quartal war erneut das Cloud-Geschäft, während der Verkauf der herkömmlichen Softwarelizenzen weiter zurückging. Im zweiten Quartal lag der Gesamtumsatz des DAX-Konzerns mit 6,7 Milliarden Euro ein Prozent unter dem Vorjahreswert. Das bereinigte operative Ergebnis schnitt mit einem Rückgang um zwei Prozent auf 1,92 Milliarden Euro etwas besser ab als von Analysten gedacht.

Daimler fährt Milliardengewinne en

Die Daimler-Aktien drehten nach Verlusten ins Plus und schlossen ein Prozent höher. Trotz Corona-Unsicherheit und Chip-Krise hat der Autobauer im zweiten Quartal unter dem Strich einen Milliardengewinn eingefahren. Daimler erzielte ein Konzernergebnis von 3,7 Milliarden Euro. Im Vorjahresquartal war noch ein Verlust von 1,9 Milliarden Euro Verlust angefallen. Trotz der überraschend üppigen Gewinne will der Autobauer die auf den Weg gebrachten Einsparungen beim Personal nicht infrage stellen. "Weder können wir noch wollen wir das schwäbische Gen des Sparens aufgeben", sagte Konzernchef Ola Källenius.

Der Mangel an Computerchips, unter dem die gesamte Autoindustrie derzeit leidet, wird aber im zweiten Halbjahr den Absatz dämpfen. Daimler senkte deshalb die Prognose zum Absatz: Dieser wird nur noch auf Vorjahresniveau erwartet.

Alstria im Übernahmevisier?

Die Aktien von Alstria Office gewannen rund zehn Prozent. Der kanadische Finanzinvestor Brookfield Asset Management erwägt angeblich die Übernahme des Hamburger Immobilienunternehmens. Zusammen mit Beratern werde eine mögliche Offerte bewertet, berichtete die Agentur Bloomberg unter Berufung auf mit den Plänen vertraute Personen. Brookfield besaß Ende Juni bereits einen Anteil von 8,35 Prozent an der auf Büroflächen spezialisierten Alstria Office.

Hochtief-Tochter Cimic bestätigt Prognose

Die australische Hochtief-Tochter Cimic blickt nach einem Umsatz- und Gewinnplus im abgelaufenen Quartal weiter zuversichtlich auf 2021 und die Zeit danach. Die Infrastrukturprogramme in vielen Ländern zur Bekämpfung der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie und der deshalb stark anziehende Auftragseingang stimmen Unternehmenschef Juan Santamaria zuversichtlich. Für das laufende Jahr bestätigte er heute bei Vorlage der Halbjahreszahlen 2021 die Prognose eines Gewinns von 400 Millionen bis 430 Millionen australischen Dollar (249 bis 267 Millionen Euro).

Stratec hebt Umsatzprognose an

Im späten Handel zogen die Aktien von Stratec an. Der Diagnostik-Spezialist wird nach einem starken ersten Halbjahr zuversichtlicher für das Gesamtjahr. Stratec rechnet jetzt für 2021 mit einem währungsbereinigten Umsatzwachstum von mindestens 12 Prozent. Zuvor hatte Stratec ein Wachstum im hohen einstelligen Prozentbereich auf dem Zettel. Der Umsatz verbesserte sich im ersten Halbjahr um gut ein Drittel auf rund 156 Millionen Euro. Das bereinigte operative Ergebnis (Ebit) stieg gar um 87 Prozent auf gut 34 Millionen Euro.

Software AG steigert Gewinn kräftig

Die Software AG hat trotz der Umstellung auf Abo-Modelle im zweiten Quartal deutlich zugelegt. Mit gut 218 Millionen Euro lag der Umsatz sieben Prozent höher als ein Jahr zuvor. Sowohl das Geschäft mit Datenbanksoftware (A&N) als auch mit Integrationssoftware (DBP) warfen mehr ab. Der bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Firmenwertabschreibungen sprang sogar um 47 Prozent auf fast 61 Millionen Euro nach oben, so dass sich die Marge von 20,2 auf 27,8 Prozent verbesserte. Der auf die Aktionäre entfallende Überschuss wuchs um 53 Prozent auf gut 33 Millionen Euro. Das Management um Vorstandschef Sanjay Brahmawar sieht das Unternehmen daher auf Kurs zu seinen Zielen für 2021 und die Jahre bis 2023.

Sartorius verdoppelt Nettogewinn

Der Labordienstleister und Pharmazulieferer Sartorius hat im ersten Halbjahr deutlich mehr verdient als im Vorjahr. So verdoppelte sich der Nettogewinn auf 259,4 Millionen Euro, wie der Konzern heute mitteilte. Der Umsatz stieg von gut einer Milliarde Euro auf rund 1,6 Milliarden Euro. Dies entspricht wie bereits bekannt einem währungsbereinigten Wachstum von gut 60 Prozent. Sartorius hatte bereits Anfang Juli vorläufige Daten für das erste Halbjahr vorgelegt und den Ausblick dank einer regen Nachfrage von Corona-Testherstellern und Impfstoffforschern erhöht.

Novartis wächst zweistellig...

Beim Schweizer Pharmakonzern hat das Geschäft nach einem verhaltenen Jahresstart im zweiten Quartal angezogen. Der Umsatz wuchs um 14 Prozent auf 12,96 Milliarden Dollar. Nachdem die Patienten zu Jahresbeginn wegen der Corona-Pandemie mit Arztbesuchen und Eingriffen noch zurückhaltend waren und Krankenhäuser weniger bestellten, normalisiert sich die Nachfrage wieder. Unter dem Strich fuhr der Konzern einen Gewinn von 2,895 Milliarden Dollar ein nach 1,867 Milliarden vor Jahresfrist.

... und will CureVac-Vakzin produzieren

Darüber hinaus geht Novartis weiter davon aus, den Covid-19-Impfstoff des deutschen Biotechunternehmens CureVac herzustellen. "Wir haben die Produktion wie geplant gestartet. Wir planen, dieses Jahr 50 Millionen Dosen auszuliefern", sagte Finanzchef Harry Kirsch. Das Vakzin von CureVac soll im österreichischen Werk Kundl von Novartis hergestellt werden. Der Impfstoff erzielte in der entscheidenden klinischen Studie nur eine Wirksamkeit von 48 Prozent.

Julius Bär mit Rekordergebnis

Anziehende Erträge und Kostensenkungen haben dem Vermögensverwalter Julius Bär das beste Halbjahresergebnis seiner Geschichte beschert. Der Gewinn kletterte in den ersten sechs Monaten um 23 Prozent auf 606 Millionen Franken. Die Schweizer Privatbank sammelte bei seinen vermögenden Kunden von Januar bis Juni zehn Milliarden Franken an neuem Geld ein - doppelt so viel wie vor einem Jahr. Das Institut kündigte zudem die Übernahme eines Anteil von 83 Prozent am Zürcher Immobilienmakler Kuoni Müller & Partner an. Die bisher angebotene Hypothekenfinanzierung solle damit um Dienstleistungen wie Bewertung, Bewirtschaftung und Vermittlung von kommerziellen- und Wohnimmobilien erweitert werden.

ASML erhöht erneut Prognose

Der Chipindustrie-Ausrüster ASML hat nach einem weiter starken Geschäft im zweiten Quartal die Prognose für 2021 erneut angehoben. Der Umsatz soll im laufenden Jahr jetzt um rund 35 Prozent steigen, teilte das Schwergewicht aus dem Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 heute mit. Der Konzern hatte erst im April bei der Vorlage der Zahlen zum ersten Quartal die Prognose für das Umsatzplus auf rund 30 Prozent erhöht. ASML kündigte zudem den Rückkauf von eigenen Aktien im Volumen von bis zu neun Milliarden Euro Ende 2023 an. ASML ist nach dem französischen Luxusgüterunternehmen LVMH das zweitwertvollste Unternehmen der Eurozone.

Netflix-Wachstum stockt

Der Streaming-Riese hat mit seinen Serien und Filmen im zweiten Quartal so wenige neue Nutzer anlocken können wie noch nie zuvor in einem Vierteljahr. In den drei Monaten bis Ende Juni nahm die weltweite Anzahl der Abonnenten lediglich um 1,5 Millionen auf insgesamt gut 209 Millionen zu. Auch die Prognose für das laufende Quartal fiel mit 3,5 Millionen neuen Kunden relativ mager aus. Der Streaming-Marktführer steht angesichts verschärfter Konkurrenz unter Druck und will nun unter anderem in den Gaming-Markt einsteigen. Dass die Menschen nach der Pandemie die Lust am Streaming verlieren, glaubt Netflix-Chef Reed Hastings allerdings nicht. "Die Wachstumsstory bleibt intakt, zumindest für die nächsten Jahre", sagte er bei einem Video-Interview.

Tesla will Ladenetzwerk für andere E-Autos öffnen

Der Elektroautohersteller Tesla will seine Schnellladestationen auch für Elektrofahrzeuge (EV) anderer Hersteller zugänglich machen. "Wir werden unser Supercharger-Netzwerk später in diesem Jahr für andere EVs öffnen", sagte Firmenchef Elon Musk. Teslas Netzwerk mit über 25.000 Stromtankstellen weltweit hatte dem Unternehmen einen Wettbewerbsvorteil beim branchenweite Rennen um die Vorherrschaft beim Schnelllade-Standard verschafft.

US-Pharmakonzerne stimmen Opioid-Vergleich zu

Im seit Jahren andauernden Rechtsstreit um süchtig machende Schmerzmittel haben vier große US-Pharmakonzerne einen milliardenschweren Vergleich mit zahlreichen Klägern akzeptiert. Die Arzneimittelgroßhändler McKesson, AmerisourceBergen und Cardinal Health sowie der Medikamentenhersteller Johnson & Johnson könnten dabei letztlich bis zu 26 Milliarden Dollar zahlen. Das verkündeten New Yorks Generalstaatsanwältin Letitia James und andere Anwälte. Allerdings würde das Geld, von dem unter anderem Hilfsprogramme finanziert werden sollen, über einen langen Zeitraum von 18 Jahren gestreckt fließen.

Die vier Konzerne waren beschuldigt worden, mit Schmerzmitteln zur grassierenden Medikamentenabhängigkeit und Drogen-Epidemie in den USA beigetragen zu haben. Bundesstaaten und örtliche Behörden fordern von Unternehmen der Pharma-Industrie schon länger viele Milliarden von Dollar zurück, die sie für den Kampf gegen Opiat-Abhängigkeit und Überdosierung ausgegeben haben.

Bei Coca-Cola schäumen die Gewinne

Mit Coca-Cola hat ein weiteres Schwergewicht solide Quartalszahlen vorgelegt. Der Getränkeriese steigerte den Umsatz verglichen mit dem entsprechenden Vorjahreszeitraum um 42 Prozent auf 10,1 Milliarden Dollar (8,6 Milliarden Euro). Der Gewinn legte gar um 48 Prozent auf 2,6 Milliarden Dollar zu. Coca-Cola profitierte vom Ende der Lockdown und der Wiedereröffnung der Restaurants, Stadien und Kinos, wo ein Großteil der Einnahmen des Konzerns entsteht. Zudem hob der Brausekonzern die Jahresprognose an. Die Aktien von Coca-Cola schäumen um gut drei Prozent auf.

Verizon erhöht Prognose

Verizon überraschte mit seinen Quartalsergebnissen ebenfalls positiv. Die Aktie des Mobilfunkers legte knapp ein Prozent zu. Dank eines starken ersten Halbjahres blickt der US-Telekomkonzern Verizon optimistischer auf das Gesamtjahr. Für 2021 werde nun ein Plus bei den Serviceumsätzen von 3,5 bis vier Prozent erwartet. Bislang rechnete der Vorstand mit einem Wachstum von mindestens drei Prozent.

United Airlines rechnet mit Rückkehr in die schwarzen Zahlen

Besonders begehrt an der Wall Street waren heute Airline-Aktien. Die Papiere von United Airlines verteuerten sich um 3,8 Prozent und setzten die kräftige Erholung des Vortages fort. Die Fluggesellschaft hat für das laufende Quartal einen Gewinn in Aussicht gestellt nach eineinhalb Jahren mit Verlusten. Das trieb auch die Kurse von American Airlines und Delta Air Lines nach oben.

Harley-Chef warnt vor Chipknappheit in der Motorradbranche

Dagegen enttäuschte Harley-Davidson mit den Zahlen für das zweite Quartal. Die Aktien fielen um mehr als sieben Prozent und rutschten ab auf den tiefsten Stand seit Mitte April. Vorstandschef Jochen Zeitz, der früher den Sportartikelausrüster Puma gesteuert hatte, warnte, dass die Halbleiterknappheit die Motorradbranche belaste.

Ernüchternder Ausblick von Texas Instruments

Nach Wall-Street-Schluss präsentierte noch der US-Chipkonzern Texas Instruments (TI) seine Bilanz. Im zweiten Quartal kletterte der Umsatz dank einer starken Nachfrage aus allen Anwendungsfeldern um 41 Prozent auf 4,58 Milliarden US-Dollar. Analysten hatten mit weniger gerechnet. Unter dem Strich stand im zweiten Quartal ein Gewinn von 1,93 Milliarden Dollar - ein Plus von 40 Prozent. Im laufenden dritten Quartal könnte der Umsatz leicht zurückgehen. Die Erlöse werden bei 4,40 bis 4,76 Milliarden US-Dollar erwartet. Die Aktie geriet nachbörslich unter Druck und verlor über drei Prozent.

Über dieses Thema berichtete Inforadio am 21. Juli 2021 um 09:37 Uhr sowie Deutschlandfunk um 07:35 Uhr.