Schild "Nasdaq" | REUTERS

Uneinheitliche Wall Street Die Nasdaq zeigt Stärke

Stand: 07.09.2021 22:20 Uhr

Die Wall Street bleibt auch nach der Feiertagspause zweigeteilt. Während Technologieaktien weitere Rekorde markierten, gaben Standardwerte nach. Der DAX gab derweil Gewinne vom Vortag wieder ab.

Vor allem die großen Tech-Werte wie Apple, Netflix, Facebook oder Amazon haben der US-Technologiebörse Nasdaq nach der Feiertagspause heute zu Kursgewinnen und neuen Rekordständen verholfen. Sowohl der Composite-Index als auch der Auswahlindex Nasdaq 100 markierten im Verlauf neue Rekordhochs bei 15.403 beziehungsweise 15.701 Punkten.

Am Ende schloss der Composite-Index um 0,07 Prozent leicht höher bei 15.374 Punkten und der Auswahlindex rückte auf 15.675 Zähler vor, ein Tagesgewinn von 0,15 Prozent. Damit setzte die Nasdaq ihre Rekordfahrt der kleinen Schritte trotz neuer Corona-Ängste und der sich abzeichnenden Änderung des US-Zinsregimes fort.

Am Freitag hatte ein erstaunlich schwacher US-Arbeitsmarktbericht allerdings die Hoffnung genährt, dass die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) das Ende ihrer ultralockeren Geldpolitik hinauszögern wird. Technologieaktien profitieren von anhaltend niedrigen Zinsen, da ihre Refinanzierungskosten dann niedrig bleiben.

Anders sah es hingegen beim Leitindex der Standardwerte aus, dem Dow Jones. Dieser kam nicht in die Gänge und blieb den ganzen Tag im Minus. Er gab am Ende 0,76 Prozent nach auf 35.100 Punkte. Der Benchmarkindex S&P-500, der sowohl Standard- als auch Technologieaktien enthält, schloss bei 4520 Punkten um 0,34 Prozent schwächer.

Die rasche Ausbreitung der besonders ansteckenden Delta-Variante des Coronavirus dämpfe die Stimmung, sagte Arthur Weise, Chef-Anleger beim Vermögensberater Kingsland Growth. Gleichzeitig verhindere die Aussicht auf eine anhaltende Geldflut der US-Notenbank (Fed) größere Kursrücksetzer, sagten Börsianer.

US-Zinsen ziehen an - Stagflationsszenarien werden häufiger

US-Staatsanleihen sind am Dienstag mit deutlichen Kursverlusten aus dem verlängerten Wochenende gekommen. Die Rendite der zehnjährigen Staatsanleihe stieg auf 1,368 Prozent. Damit setzte sich am Anleihemarkt nach der Feiertagspause der Zinsanstieg vom vergangenen Freitag fort. Ein Auslöser war der deutliche Lohnanstieg, den der enttäuschende Arbeitsmarktbericht für August aufgezeigt hatte.

In Analysen einzelner Beobachter findet sich immer häufiger das Wort "Stagflation", also die Kombination aus schwachem Wirtschaftswachstum und hoher Geldentwertung. Hintergrund sind zuletzt überwiegend schwache US-Konjunkturdaten und die seit längerem deutlich steigende Inflation.

Wie die US-Notenbank auf ein solches Stagflationsszenario reagieren würde, ist schwer zu sagen. Allerdings sind kräftig steigende Löhne aus Sicht vieler Beobachter das fehlende Puzzleteil, das viele Notenbanken im gegenwärtigen Umfeld zu einer Straffung ihrer Geldpolitik zwingen könnte.

Eine Woche vor einer Firmenveranstaltung stiegen Anleger massiv bei Apple ein. Die Aktien des Elektronik-Anbieters legten an der Wall Street im Verlauf um 1,7 Prozent auf ein Rekordhoch von 157,24 Dollar zu. Der Schlusskurs lag bei 156,69 Dollar, ein Aufschlag von 1,55 Prozent.

Der US-Konzern hat für kommenden Dienstag ein besonderes Ereignis angekündigt. Marktbeobachter gehen davon aus, dass der Technologieriese dann das neue Modell seines Verkaufschlagers iPhone vorstellen wird. Seit 2013 hat Apple jedes Jahr im September die neueste Variante seines Smartphones der Öffentlichkeit präsentiert. Üblicherweise strömen Fans der Marke in den anschließenden Wochen in die Läden, um die neuen Produkte zu kaufen.

DAX - wie gewonnen, so zerronnen

Es bleibt dabei: Seit der deutsche Leitindex DAX im August ein Rekordhoch bei 16.030 Punkten erreicht hat, findet er keine klare Richtung mehr. Hoffnungen der Börsenbullen, die nach langer Mühe erreichte Bestmarke würde eine positive Signalwirkung haben, haben sich bisher nicht bestätigt.

Sorgen um die Kraft der wirtschaftlichen Erholung in Anbetracht einer immer noch nicht überwundenen Corona-Krise und die Unsicherheit über die weitere Geldpolitik der beiden großen Notenbanken Federal Reserve und EZB sorgen derzeit für Zurückhaltung bei den Anlegern. Einen markanten Ausverkauf angesichts steigender Inflationszahlen und dem drohenden Zinswechsel in den USA hat andererseits aber auch nicht stattgefunden, so dass der Markt bis auf weiteres in seiner Seitwärtsbewegung auf hohem Niveau verharrt

So auch heute. Der DAX schloss bei 15.843 Punkten um 0,56 Prozent schwächer und gab damit die Gewinne des Vortages fast komplett wieder ab. Der DAX weitete dabei am Nachmittag seine Verluste aus und steht nun wieder an der Unterstützungsmarke bei 15.800 Punkten. Neue Konjunkturdaten haben heute keinen klaren Kurs aufgezeigt.

Zum Auftakt hieß es noch, unerwartet starke Außenhandelsdaten aus China dämpften etwas die jüngsten Wachstumssorgen der Anleger. Dann aber enttäuschten die ZEW-Konjunkturerwartungen. Diese zeigten, dass die Zeichen in der deutschen Wirtschaft auf Abkühlung stehen.

"Knappheitsprobleme wirken derzeit wie Sand im Getriebe von Industrie und Bau", erklärte Volkswirt Christian Lips von der NordLB. "Somit wird das Wachstum im dritten Quartal vor allem von den Öffnungsschritten im Frühjahr zehren, aber eben geringer ausfallen als ursprünglich erhofft", so der Experte.

Die Unentschlossenheit der Investoren dürfte noch einen weiteren Grund haben: Am Donnerstag steht die Zinssitzung der EZB an. Auch wenn die Investoren keine Veränderung der Zinsrate oder eine Straffung der Geldpolitik erwarten, stellen sie sich doch die Frage, wie die EZB angesichts Inflation und zumindest stockender Konjunkturerholung künftig agieren wird. Wie immer erhoffen sich die Anleger also Hinweise, die sie bei ihrer Handelsstrategie berücksichtigen können.

"Angesichts der erhöhten Inflation steigt der Druck auf den EZB-Rat", meinen die Experten der Helaba. "Größere Entscheidungen seien nicht zu erwarten, vielmehr dürfte Gelassenheit demonstriert werden", so ihr Fazit. Jochen Stanzl, Marktanalyst vom Handelshaus CMC Markets, befürchtet keine akute Kursänderung: Unter den Anlegern reife die Gewissheit, "dass die wirtschaftliche Erholung von der Corona-Krise schon wieder zu schwach ist, um ein Strammziehen der geldpolitischen Zügel zum jetzigen Zeitpunkt zu rechtfertigen."

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Das Gebäude der EZB in Frankfurt. Bild: dpa

Konjunkturdaten für Optimisten und Pessimisten

Vor diesem Hintergrund bleibt auch die Bedeutung aktueller Konjunkturdaten begrenzt, da sie im Wesentlichen das Bild der moderaten Konjunkturerholung und damit das bekannte Szenario bestätigen: Die deutsche Wirtschaft hat ihre Produktion im Juli trotz Engpässen bei wichtigen Vorprodukten gesteigert. Das war immerhin das erste Plus nach zuvor drei Rückgängen in Folge.

Außerdem wuchs die Wirtschaft der Eurozone im Frühjahr stärker als bisher gedacht. Im zweiten Quartal sei das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um revidierte 2,2 Prozent zum Vorquartal gestiegen, teilte das Statistikamt Eurostat mit. Bisher war für den Zeitraum April bis Juni nur ein Wachstum von 2,0 Prozent ermittelt worden. Und der chinesische Außenhandel wuchs ebenfalls stärker als gedacht.

Die Pessimisten erhalten hingegen durch den ZEW-Index Argumente: Die Konjunkturerwartungen deutscher Finanzexperten haben sich im September zum vierten Mal hintereinander eingetrübt. Das Stimmungsbarometer des Mannheimer Forschungsinstituts ZEW fiel gegenüber dem Vormonat um 13,9 Punkte auf 26,5 Zähler, wie das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) mitteilte. Noch im Mai hatte der Indikator den höchsten Stand seit gut zwei Dekaden erreicht.

Der Euro fiel gegen den Dollar wie schon am Vortag leicht zurück und wird im US-Handel aktuell bei 1,1841 Dollar gehandelt. Die Europäische Zentralbank (EZB) hat bei der Festlegung der täglichen Referenzkurse am Dienstagnachmittag einen Wechselkurs von 1,1860 US-Dollar für den Euro errechnet.

Wie volatil der Krypto-Währungsmarkt ist, hat der heutige Tag gezeigt. Mit einem Minus von mehr als 17 Prozent in der Spitze auf bis zu 42.840 Dollar steuerte die führende Kryptowährung, der Bitcoin, lange auf den größten Tagesverlust seit dem Börsen-Crash vom März 2020 zu. Die Kryptowährungen Ethereum und Ripple verloren im Sog ebenfalls sehr deutlich. Am Abend hatte der Bitcoin seine Verluste zwar etwas eingegrenzt, blieb aber weiter deutlich über zehn Prozent im Minus.

Der merkliche Rückgang kommt an einem für den Bitcoin historischen Tag. Die Digitalwährung Bitcoin ist in El Salvador zum gesetzlichen Zahlungsmittel geworden. "Das Debüt in El Salvador haben sich Anleger durchaus anders vorgestellt", erklärte Analyst Timo Emden von Enden Research die Verluste.

Neben technischen Schwierigkeiten seien es wachsende Bedenken in puncto Missbrauch der Kryptowährung, wie beispielsweise Geldwäsche, welche Anleger verunsichern. Berichten zufolge habe es Probleme mit dem Download des Wallets "Chivo" in El Salvador gegeben, so Emden. Zudem könnten Behörden weltweit dazu übergehen den Bitcoin stärker zu regulieren.

Am Ölmarkt, an dem es heute lange ruhig gewesen war, überwogen am Ende die Minuszeichen. Beobachter erklärten die Preiseinbußen mit der durchwachsenen Stimmung an den Aktienmärkten. Die geringere Risikofreude der Anleger habe sich auch am Ölmarkt bemerkbar gemacht und die Notierungen belastet. Erdöl gilt wie andere Rohstoffe als eher riskante Anlageform, die Stimmungswechsel an den Finanzmärkten meist deutlich zu spüren bekommt.

Auf längere Sicht haben die Ölpreise nach einer kräftigen Erholung seit Anfang 2021 ab etwa Jahresmitte tendenziell nachgegeben. Ausschlaggebend war jeweils die Entwicklung der Corona-Pandemie: Profitierten Rohstoffe wie Öl zunächst von der kräftigen Konjunkturerholung aufgrund zahlreicher Impfkampagnen, belastete zuletzt die zunehmende Ausbreitung der Corona-Delta-Variante. Befürchtet werden abermalige Einschränkungen der wirtschaftlichen Entwicklung, was auch auf der Rohölnachfrage lasten würde.

Unter den Einzelwerten im DAX stand die T-Aktie zunächst im Fokus. Sie sackte jedoch nach anfänglich stärkeren Gewinnen im weiteren Verlauf mit dem Markt ab und schloss nahezu unverändert. Der Grund für die anfängliche Freude: Die Bonner verkaufen ihre Niederlande-Tochter T-Mobile Netherlands und stocken im Gegenzug mit den Einnahmen ihre Beteiligung am US-Mobilfunker T-Mobile US auf. Bei Vollzug der Transaktion erhält die Deutsche Telekom rund 3,8 Milliarden Euro.

Mit einem Teil der Erlöse will die Telekom 20 Millionen Aktien an T-Mobile US kaufen. Zugleich gaben die Bonner bekannt, 225 Millionen neue eigene Aktien an den japanischen Technologieinvestor SoftBank mit einer Bewertung von 20 Euro je Aktie auszugeben und im Gegenzug rund 45 Millionen T-Mobile US-Aktien zum Preis von durchschnittlich 118 Dollar je Aktie zu erhalten. Die US-Tochter gilt als Wachstumstreiber für den ganzen Konzern, weshalb die Aktion am Markt wohlwollend begleitet wird.

Der DAX-Versicherer rechnet angesichts der jüngsten Naturkatastrophen mit steigenden Preisen für Rückversicherungsschutz. Die großen Ereignisse wie das Hochwasser in Deutschland, die Hurrikans in den Vereinigten Staaten sowie die Wald- und Buschbrände in den USA und Australien dürften das Prämienniveau im Katastrophengeschäft im kommenden Jahr nach oben treiben, sagte Vorstandsmitglied Torsten Jeworrek am Dienstag in einer Videokonferenz.

Gleichzeitig will die Gesellschaft ihr Geschäft in der Cyber-Versicherung trotz zunehmender Schäden durch sogenannte Ransomware-Attacken weiter vorantreiben. Bisher kommt die Munich Re bei den Prämieneinnahmen in diesem Bereich nach eigenen Angaben weltweit auf einen Marktanteil von rund zehn Prozent.

Der Antriebshersteller Vitesco plant sein Börsendebüt in der kommenden Woche. Die Erstnotiz sei für den 16. September an der Frankfurter Wertpapierbörse vorgesehen, teilte das vom Automobilzulieferer und Reifenhersteller Continental abgespaltene Unternehmen am Dienstag in Regensburg mit. Der Eröffnungskurs der Aktien werde dabei am Morgen der Notierung im Rahmen einer Eröffnungsauktion gebildet.

Die Continental-Aktionäre hatten der Abspaltung Ende April zugestimmt. Die Conti-Aktionäre bekommen neue Vitesco-Aktien im Verhältnis 5 zu 1 zugeteilt, das heißt je ein Vitesco-Papier für fünf Continental-Aktien. Nach erfolgter Zuteilung der Aktien und mit dem voraussichtlichen Handelsauftakt am 16. September seien die Aktien von Vitesco frei handelbar, hieß es.

Lufthansa-Chef Carsten Spohr hält eine Rückzahlung der deutschen Staatshilfen für sein Unternehmen vor der Bundestagswahl inzwischen für unrealistisch. "Das muss man abschreiben", sagte der Chef von Deutschlands größtem Airline-Konzern. Jetzt gehe es darum, ob der Schritt noch in diesem Jahr gelingt.

"Wir würden gern noch mit den jetzigen Ansprechpartnern Klarheit schaffen", sagte Spohr. Dabei baut er darauf, dass es nach der Wahl am 26. September einige Zeit dauert, bis eine neue Bundesregierung steht. So lange ist die Regierung von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) weiterhin im Amt.

Die Lufthansa-Tochter Eurowings hat sich derweil für das kommende Jahr ehrgeizige Wachstumsziele gesetzt. Die Europa-Flotte soll nach Worten des Airline-Chefs Jens Bischof mit etwa 115 Flugzeugen wieder das Vorkrisen-Niveau erreichen. Derzeit hat Eurowings 81 Jets in der Luft, im August erzielte die Airline die höchsten Verkehrszahlen seit Beginn der Corona-Pandemie. Mit fast drei Millionen Gästen in den Monaten Juni, Juli und August lag Eurowings aber immer noch rund 40 Prozent unter dem Sommer 2019. Im August seien die angebotenen Flüge zu 75 Prozent ausgelastet gewesen.

Die Allianz bekommt es wegen eines Streits um US-Hedgefonds Insidern zufolge nun auch mit der deutschen Finanzaufsicht BaFin zu tun, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. In den USA hat der größte europäische Versicherungskonzern bereits die Wertpapieraufsicht SEC und das Justizministerium im Haus.

Hintergrund der Untersuchungen ist ein Konflikt, den die Vermögensverwaltungstochter Allianz Global Investors (AllianzGI) mit US-Investoren mehrerer Hedgefonds hat. AllianzGI-Fonds hatten Verluste erlitten, als die Märkte im ersten Corona-Schock in die Knie gingen. Pensionsfonds und andere Anleger machen nun Verluste von bis zu sechs Milliarden Dollar geltend.

Der Stahlkonzern Salzgitter hat seine Erwartungen für das laufende Jahr dank einer guten Preis- und Nachfrage-Entwicklung nochmal nach oben geschraubt. Für 2021 werde nun ein Gewinn vor Steuern zwischen 600 und 700 Millionen Euro erwartet, teilte das im SDAX notierte Unternehmen am Dienstag in Salzgitter mit. Zuletzt war der Konzern von 400 bis 600 Millionen Euro ausgegangen. Die Aktie des Unternehmens legte nach der Mitteilung deutlich zu.

Um den Münchner Online-Tierbedarfshändler Zooplus zeichnet sich ein milliardenschweres Bietergefecht ab. Neben dem schwedischen Finanzinvestor EQT führt Zooplus inzwischen auch Gespräche mit dem US-Finanzinvestor KKR, wie das deutsche Unternehmen am Dienstag mitteilte. Erst Mitte August hatten sich Vorstand und Aufsichtsrat hinter ein fast drei Milliarden Euro schweres Übernahmeangebot des Finanzinvestors Hellman & Friedman gestellt.

Am Aktienmarkt kletterte das Zooplus-Papier zeitweise um 4,6 Prozent auf ein Rekordhoch von 441,20 Euro und lag damit deutlich über dem Angebotspreis von Hellman & Friedman von 390 Euro je Aktie. Zooplus teilte mit, der Ausgang der Verhandlungen mit KKR und EQT sei "zum gegenwärtigen Zeitpunkt offen" und es sei nicht abzusehen, ob sie zu einem Übernahmeangebot führten.

Hellman & Friedman haben ihre Offerte für das Münchner Unternehmen Mitte August angekündigt. Doch das formelle Angebot wurde noch nicht veröffentlicht, die Übernahmefrist läuft noch nicht. Hellman & Friedman lehnte am Dienstag eine Stellungnahme ab.

Ein neues Umsatzziel von mindestens fünf Milliarden Euro bis 2023 hat den Papieren von Mutares ein Rekordhoch beschert. Bisher hatte das Private-Equity-Unternehmen drei Milliarden Euro angepeilt. Seit Jahresbeginn hat der Börsenkurs inzwischen fast 80 Prozent zugelegt. Im ersten Halbjahr kletterte der Umsatz um 76,3 Prozent rund 1,1 Milliarden Euro. Die Fachleute von Warburg Research bestätigen daraufhin ihre Kaufempfehlung.

SFC Energy strebt mit den indischen Unternehmen BEL und FCTec eine exklusive Zusammenarbeit an, um den wachsenden Bedarf an nachhaltiger Energieversorgung in Indien durch Wasserstoff und Brennstoffzellen zu decken - die Anleger reagieren erfreut. Warburg-Experte Malte Schaumann lobte die Kooperationsabsicht als weiteren Mosaikstein für starkes Wachstum in Asien. Der vor Ort mit dem Partnernetzwerk bis 2025 angestrebte Umsatz von 50 bis 100 Millionen Euro untermauere das organische Umsatzziel von SFC von 300 Millionen Euro.

Das Arzneimittelunternehmen Dermapharm hat im ersten Halbjahr 2021 dank einer unverändert hohen Nachfrage nach Präparaten zur Immunstärkung den Gewinn mit 75,8 Millionen Euro nahezu verdoppelt. Der Umsatz kletterte in den ersten sechs Monaten um 13 Prozent auf 428 Millionen Euro. Dazu trugen auch die Corona-Impfstoffproduktion für BioNTech sowie die Übernahme der Merck-Tochter Allergopharma bei.

Der Bertelsmann-Konzern will einen Teil seiner Dienstleistungssparte im zweiten Halbjahr dieses Jahres an die Börse bringen. Das Medien-, Dienstleistungs- und Bildungsunternehmen hält 50 Prozent der Anteile an Majorel, die andere Hälfte die marokkanische Saham Group. Majorel optimiert die Beziehungen eines Unternehmens zu seinen Kunden unter anderem mit technischen Lösungen und ist in rund 30 Ländern mit mehr als 60.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aktiv. Der Majorel-Umsatz lag laut Bertelsmann-Bilanz 2020 bei rund 1,38 Milliarden Euro.

Die Berliner Sprachlern-App Babbel geht an die Börse. Die Aktienplatzierung soll brutto rund 180 Millionen Euro einbringen und voraussichtlich bis Ende des Jahres geschehen. Die Einnahmen sollen unter anderem zum Ausbau des Unternehmensgeschäfts und zur Beschleunigung der internationalen Expansion verwendet werden. Im ersten Halbjahr dieses Jahres hatte Babbel den Umsatz um 18 Prozent auf 83 Millionen Euro gesteigert. Im Sommer war der Konkurrent Duolingo an die Börse gegangen. Der US-Rivale kam im ersten Halbjahr 2021 auf einen Umsatz von umgerechnet 96 Millionen Euro.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 07. September 2021 um 07:35 Uhr.