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Marktbericht

Nach dem Fed-Entscheid Erleichterung an der Wall Street

Stand: 03.11.2021 21:30 Uhr

Auf den mit Spannung erwarteten Zinsentscheid der US-Notenbank Federal Reserve reagierte die Wall Street mit Kursgewinnen. Denn der monetäre Wechsel war erwartet worden und findet behutsam statt.

Wie erwartet hat die Fed am Abend den Einstieg vom Ausstieg ihrer ultraexpansiven Geldpolitik bekannt gegeben. Konkret fährt sie ihre Wertpapierkäufe von bisher 120 Milliarden Dollar sukzessive zurück, im Fachjargon Tapering genannt. "Die Fed hat die Märkte seit Monaten auf diesen Moment vorbereitet", sagte Naeem Aslam, Chef-Marktanalyst des Brokerhauses AvaTrade.

Unklar ist aber weiterhin der Fahrplan bei den Zinsen. Fed-Chef Powell bestätigte in seiner Pressekonferenz seine Auffassung, dass es sich bei den derzeit höheren Inflationsraten um temporäre Entwicklungen handelt. Von der Richtigkeit dieser Annahme, die zuletzt immer wieder angezweifelt worden war, dürfte wohl maßgeblich auch der zukünftige Zinskurs der Bank abhängen.

Ökonomen begrüßten die Entscheidung: "Ein geldpolitischer Strategiewechsel tat Not. Einerseits hat das US-amerikanische Bruttoinlandsprodukt sein Ausgangsniveau vor der Krise wieder überschritten, andererseits haben Inflationsrisiken merklich zugenommen. Die US-Währungshüter sind auch ihren Beschäftigungszielen näher gerückt. Für Notmaßnahmen besteht gegenwärtig also keine Notwendigkeit mehr", kommentierte Thomas Gitzel von der VP Bank.

US-Aktienmärkte mit neuen Bestmarken

An der New Yorker Börse überwog die Erleichterung, vor allem weil es keine negativen Überraschungen gab. Im Gegenteil, die Entscheidung war so erwartet worden. Die Märkte können sich jetzt ganz auf die offiziellen Arbeitsmarktdaten am Freitag konzentrieren, ein weiterer Höhepunkt einer ereignisreichen Börsenwoche.

Die großen Aktienindizes markierten im Verlauf neue Bestmarken und setzten ihre Klettertour der vergangenen Tage damit fort. Der Leitindex Dow Jones kletterte über 36.000 Punkte und legte am Ende bei 36.157 Punkten 0,29 Prozent zu. Auch der breiter aufgestellte S&P 500-Index bleibt im Aufwind. Er ging bei 4660 Zählern um 0,65 Prozent höher aus dem Handel und erreichte bei 4663 Punkten ein weiteres Rekordhoch - wie zuletzt fast jeden Tag.

An der Technologiebörse Nasdaq war die Erleichterung am größten. Der Composite-Index gewann 1,04 Prozent auf 15.811 Zähler und legte im Verlauf bis auf die Bestmarke von 15.821 Punkten zu. Der Auswahlindex Nasdaq 100 stieg erstmals über 16.000 Punkte und rückte am Ende um 1,08 Prozent auf 16.144 Punkte vor. Seine Bestmarke lag dabei bei 16.157 Punkten.

Unter den Einzelwerten in New York stand T-Mobile US im Fokus. Die Telekom-Tochter erhöhte trotz eines rückläufigen Quartalsgewinns ihre Jahresziele. Damit wird der Vorstand um Konzernchef Mike Sievert zum dritten Mal in diesem Jahr optimistischer. Analysten lobten die Aussagen des Mobilfunkers. Brett Feldman von Goldman Sachs betonte, das dritte Quartal habe in jeglicher Hinsicht die Erwartungen übertroffen. Die Aktien von T-Mobile US legten an der Nasdaq kräftig um 5,3 Prozent zu.

DAX in der Warteschleife

Wie meist vor wichtigen Zinsentscheidungen großer Notenbanken haben sich die heimischen Anleger heute bedeckt gehalten. Der DAX schloss wenig verändert bei 15.959 Punkten. Nach dem Beschluss der Fed legte der Index aber nachbörslich deutlicher zu in Richtung des Rekordhochs bei 16.030 Punkten.

Trotz zahlreicher Quartalsergebnisse handelte der DAX in einer engen Bandbreite zwischen 15.922 und 15.972 Punkten. Neben dem Fortgang der Berichtssaison war die Zinssitzung der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) das Thema des Tages.

HelloFresh an der DAX-Spitze

Obwohl der DAX kaum schwankte, verzeichneten einzelne Titel im Börsen-Oberhaus deutliche Ausschläge. Zu den Spitzenreitern gehörte HelloFresh, die nach den guten Zahlen vom Montagabend ihren Lauf fortsetzen konnten. Auch die T-Aktie reagierte auf die guten Zahlen ihrer US-Tochter und gehört zu den größten Gewinnern. Nicht gut an kamen bei den Anlegern die Quartalszahlen des Online-Händlers Zalando, die Aktie stand am DAX-Ende und verlor kräftig fast zehn Prozent.

Nach dem Fed-Entscheid Euro etwas besser

Der Euro hat sich heute bis zum späten Nachmittag nur wenig von der Stelle bewegt, wird aber im US-Handel nach dem Fed-Entscheid bei 1,1610 Dollar wieder etwas höher gehandelt. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1578 (Dienstag: 1,1603) US-Dollar fest. Starke Konjunkturdaten aus den USA hatten dem Dollar zuvor im Verlauf keinen Auftrieb gegeben.

Geldpolitische Äußerungen von EZB-Präsidentin Christine Lagarde bewegten den Euro ebenfalls kaum. Lagarde trat erneut Spekulationen auf eine baldige Zinsanhebung im Währungsraum entgegen. Es sei sehr unwahrscheinlich, dass die Bedingungen hierfür bereits im kommenden Jahr erfüllt seien, sagte die Französin. Hintergrund der Bemerkungen sind Marktspekulationen auf eine erste Zinsstraffung bereits Mitte 2022.

Arbeitsmarkt in Eurozone läuft gut

Die Arbeitslosigkeit in der Eurozone ist derweil auch im September gefallen. Die Arbeitslosenquote sank gegenüber dem Vormonat um 0,1 Prozentpunkte auf 7,4 Prozent, wie das Statistikamt Eurostat in Luxemburg mitteilte. Gegenüber September 2020 ging die Quote deutlich um 1,2 Punkte zurück. In der Europäischen Union (EU) betrug die Arbeitslosenquote 6,7 Prozent, sie ist ebenfalls rückläufig. Die Daten bewegen den Markt ebenfalls nicht.

Robuste Konjunkturdaten aus den USA

Der Dollar bekam heute von mehreren Seiten fundamentalen Rückenwind. So stiegen die Industrieaufträge im September im Monatsvergleich um 0,2 Prozent, erwartet worden war nur ein Plus von 0,1 Prozent. Ohne den Transportsektor lag der Zuwachs Plus bei 0,7 Prozent. Die Markit-Einkaufsmanagerdaten für die Dienstleistungen lagen im Oktober bei 58,7 Punkten ebenfalls über den Erwartungen von 58,2 Punkten.

Die Stimmung im Dienstleistungssektor der USA ist derweil im Oktober auf ein Rekordhoch gestiegen. Der Einkaufsmanagerindex des Institute for Supply Management (ISM) stieg im Vergleich zum Vormonat um 4,8 Punkte auf 66,7 Punkte, wie das Institut in Tempe mitteilte. Dies ist der höchste Stand seit Erhebung der Daten im Jahr 1997. Analysten hatten lediglich mit einem Anstieg auf im Schnitt 62 Punkte gerechnet.

"Die Nachfrage zeigt keine Anzeichen einer Verlangsamung", sagte Anthony Nieves, Vorsitzender des ISM-Ausschusses für Konjunkturumfragen im Dienstleistungssektor. Allerdings blieben Herausforderungen. Nieves verweist auf die Unterbrechung von Lieferketten und Engpässe bei Arbeitskräften und Materialien.

Ökonom Ralf Umlauf von der Helaba geht davon aus, dass die Signale aus dem Industrie- und Dienstleistungsbereich der Notenbank Argumente für einen Einstieg in eine weniger expansive Geldpolitik an die Hand geben werden: "Die Fed wird sich daher heute Abend in dem avisierten Plan bestätigt sehen, die Anleihekäufe zu reduzieren."

Starker Beschäftigungsaufbau in den USA

Auch vom Arbeitsmarkt kamen gute Nachrichten. Beleg dafür waren die heute veröffentlichten Beschäftigungszahlen des privaten ADP-Arbeitsvermittlers. Dabei hat sich in den USA der Stellenaufbau in der Privatwirtschaft im Oktober unerwartet beschleunigt. Im Monatsvergleich seien 571.000 Beschäftigte hinzugekommen, teilte ADP in Washington mit.

Volkswirte hatten lediglich mit einem Zuwachs von 400.000 Stellen gerechnet. Im Monat zuvor waren 523.000 Stellen geschaffen worden. Der Zuwachs an Arbeitsplätzen fand vor allem im lange Corona-geplagten Dienstleistungssektor statt. Die ADP-Zahlen gelten als Indikator für die am Freitag anstehenden offiziellen Arbeitsmarktdaten der Regierung.

Ölpreise verlieren deutlich

Deutliche Rückgänge verzeichnen die Ölpreise. Sie bauten ihre Verluste im Handelsverlauf immer weiter aus. Ein Barrel der Nordseesorte Brent hat sich um 3,7 Prozent und ein Barrel der US-Leichtölsorte WTI um rund 4,0 Prozent deutlich verbilligt. Damit haben sich die Erdölpreise wieder etwas deutlicher von ihren im Oktober erreichten mehrjährigen Höchstständen entfernt, was mit den verhalteneren Wirtschaftsprognosen für die Weltwirtschaft zuletzt begründet wurde.

Der Preis für die Feinunze Gold verlor im Verlauf stärker um rund 1,0 Prozent im Minus bei 1770 Dollar. Nach den robusten Daten vom US-Arbeitsmarkt waren "sichere Häfen" nicht gefragt.

Qiagen hebt Prognose an

Aktien des DAX-Neulings Qiagen konnten anfänglich höhere Gewinne nicht behaupten und schlossen letztlich nur moderat im Plus. Der Diagnostikspezialist und der französische Wettbewerber Biomerieux loten nach Informationen von Insidern eine Fusion aus. Die Gespräche befänden sich allerdings in einem frühen Stadium und eine Einigung sei nicht zwangsläufig, so die Nachrichtenagentur Bloomberg. Es sei auch nicht ausgeschlossen, dass Qiagen das Interesse anderer Unternehmen auf sich ziehe, hieß es weiter.

Nach Börsenschluss legte das Unternehmen dann Zahlen zum dritten Quartal vor und erhöhte die Prognose. Qiagen erreichte einen Umsatz von 535 Millionen Dollar (461,4 Mio Euro), das waren elf Prozent mehr als vor einem Jahr. Der bereinigte Gewinn je Aktie (EPS) blieb stabil bei 0,58 Dollar. Unter dem Strich stieg der Gewinn um ein Vielfaches auf 133 Millionen Dollar. Im Vorjahr hatte die Firma lediglich 17 Millionen Dollar verdient.

Während das Geschäft mit Covid-19-Produkten trotz eines Anstiegs bei den Testlösungen erneut rückläufig war, brummte der Verkauf wichtiger anderer Produkte. Hier wirkte sich etwa die starke Nachfrage nach dem Tuberkulosetest Quantiferon positiv aus. Der Umsatz soll nun in diesem Jahr gerechnet zu konstanten Wechselkursen um mindestens 15 Prozent anziehen. Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis je Aktie soll dabei abseits von Wechselkurseffekte mindestens 2,48 Dollar erreichen. Im Sommer hatte Qiagen das Umsatzziel auf mindestens 12 Prozent und beim bereinigten EPS auf mindestens 2,42 Dollar gekürzt.

Schwarzer Tag für die Zalando-Akjtie

Zalando-Papiere weiteten ihre Verluste im Verlauf auf über neun Prozent deutlich aus. Der Grund: Das Unternehmen musste einen Rückgang beim operativen Ergebnis hinnehmen. Im dritten Quartal fiel das bereinigte Ebit (Ergebnis vor Steuern und Zinsen) auf 9,8 Millionen Euro nach 118,2 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Zalando sprach von einer Normalisierung und verglich die Marge von 0,4 Prozent mit Ergebnissen aus dem Jahr 2019. Der Umsatz kletterte um 23,4 Prozent auf 2,3 Milliarden Euro. Die Zahl der aktiven Kunden stieg um rund 30 Prozent auf 46,3 Millionen.

BMW trotzt Lieferengpässen

Eine Reihe von Quartalsergebnissen aus den deutschen Leitindizes beschäftigten die Anleger zudem. Der Autobauer BMW hat im abgelaufenen Quartal trotz der Lieferengpässe bei Elektronikchips seinen Nettogewinn um 42 Prozent auf den Rekordwert von 2,58 Milliarden Euro gesteigert. Der Halbleitermangel habe das Fahrzeugangebot verknappt, und BMW habe höhere Preise für seine Neu- und Gebrauchtwagen durchsetzen können, so das Unternehmen. Der Konzernumsatz stieg im dritten Quartal entgegen den Erwartungen vieler Analysten um 4,5 Prozent auf 27,47 Milliarden Euro.

Diess wird zum Thema im VW-Vermittlungsausschuss

Der Streit um die von Volkswagen-Chef Herbert Diess vorangetriebenen Umbau des Wolfsburger Autokonzerns spitzt sich offenbar zu. Wie die Nachrichtenagentur Reuters aus Unternehmenskreisen erfuhr, soll sich der Vermittlungsausschuss des Aufsichtsrats mit der Zukunft des Konzernchefs befassen.

Kern des Streits ist die von Diess verlangte Geschwindigkeit beim Umbau des Konzerns. Zuletzt hatte der Konzernchef durch Äußerungen für Unruhe gesorgt, in Deutschland stünden bis 30.000 Arbeitsplätze auf der Kippe, sollte der Umbau nicht schnell genug gelingen. Im Fokus steht dabei das Wolfsburger Stammwerk, das um seine Auslastung bangt.

Derweil erweitert Volkswagen die Palette seiner vollelektrischen Fahrzeuge. Zum Jahreswechsel soll die Produktion des Modells "ID.5" im Zwickauer Werk beginnen, teilte der Autobauer zur offiziellen Präsentation mit. Es ist der sechste reine "Stromer", der in Sachsen gebaut wird.

Daimler-Kunden können sich Musterklage anschließen

Mercedes-Kunden können sich ab sofort einer Musterfeststellungsklage gegen den Autobauer Daimler im Zusammenhang mit dem Dieselskandal anschließen. "Verbraucherinnen und Verbraucher können jetzt ihre Ansprüche oder Rechtsverhältnisse zu dieser Klage zur Eintragung in das Register anmelden", teilte das Bundesamt für Justiz mit. Im Juli hatte der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) vor dem Oberlandesgericht Stuttgart eine Musterfeststellungsklage gegen Daimler eingereicht, um Schadenersatz für vom Diesel-Skandal betroffene Mercedes-Kunden zu erstreiten.

Nun hat das Bundesamt die Klage öffentlich bekannt gemacht und stellt auf seiner Internetseite ein Anmeldeformular zur Verfügung. Eine Anmeldung von Ansprüchen zu der Klage sei grundsätzlich bis zum Ablauf des Tages vor Beginn des ersten Termins beim Oberlandesgericht Stuttgart möglich. Der Termin werde rechtzeitig auf der Internetseite des Bundesamts bekanntgegeben.

Lufthansa-Aktie startet durch

Fast sieben Prozent gewann die Lufthansa-Aktie im MDAX nach neuen Geschäftszahlen. Die Airline profitiert von einer Erholung bei Passagierflügen und dem Boom in der Luftfracht. Das Unternehmen hat erstmals in der Corona-Krise wieder ein positives operatives Ergebnis erzielt. Die hohe Nachfrage in der Luftfracht wird nach Einschätzung von Lufthansa-Chef Carsten Spohr noch länger anhalten. Das bereinigte Betriebsergebnis belief sich im dritten Quartal auf 17 Millionen Euro nach 1,2 Milliarden Euro Verlust im Vorjahreszeitraum. Das Unternehmen übertraf damit die Erwartungen von Analysten.

Kurssprung trotz Ergebniseinbruch bei Teamviewer

Der Softwareanbieter hat sich nach einem schwachen operativen Geschäft im dritten Quartal gerade so in der Gewinnzone gehalten, dennoch legt die Aktie im MDAX um rund zwölf Prozent zu. Unter dem Strich stand ein Überschuss von 3,7 Millionen Euro nach knapp 32 Millionen Euro vor einem Jahr. Analysten gehen aber davon aus, dass sich die Ertragslage bei dem Unternehmen nun wieder besser entwickele. Der Anbieter von Fernwartungs- und Videokonferenzsoftware hatte in der Corona-Pandemie lange Zeit von einer hohen Nachfrage nach seinen Produkten profitiert, zuletzt aber mit mauem Wachstum zu kämpfen.

Windaktien leiden unter Vestas-Zahlen

Einer der weltgrößten Windkraftanlagen-Anbieter hat weiter mit Lieferproblemen und höheren Kosten zu kämpfen. Vestas hat sein Renditeziel für 2021 auf rund vier Prozent von zuvor fünf bis sieben Prozent reduziert. Das Umsatzziel von 15,5 bis 16,5 Milliarden Euro behielt das dänische Unternehmen bei. Im dritten Quartal wurde der Umsatz um 16 Prozent auf 5,54 Milliarden Euro gesteigert. Das operative Ergebnis (Ebit) ging um 21 Prozent auf 325 Millionen Euro zurück. Neben Vestas-Aktien gerieten auch die Papiere des deutschen Konkurrenten Nordex und von Siemens Gamesa unter Druck.

Rational und Norma mit Engpässen

Lieferengpässe und gestiegene Materialpreise machen dem Großküchen-Ausrüster Rational und dem Autozulieferer Norma zu schaffen. Bei Rational hat sich laut Finanzchef Jörn Walter die Lage verschärft. Nach neun Monaten lag der Umsatz mit 586,3 Millionen Euro 26 Prozent über Vorjahr, die Ebit-Marge (Verhältnis zwischen operativem Ergebnis und Umsatz) erreichte 22,9 Prozent. Rational könne die hohe Nachfrage wegen der Lieferengpässe nicht bedienen: Der Auftragseingang lag per Ende September 50 Prozent über Vorjahr und 17 Prozent über dem Vor-Corona-Jahr 2019.

Bei Norma schrumpfte ebenfalls wegen höherer Kosten und Lieferschwierigkeiten das operative Ergebnis im dritten Quartal von 26,3 auf 22,8 Millionen Euro. Der Vorstand bekräftigte seine Mitte September bereits reduzierte Jahresprognose. Danach peilt er eine bereinigte Ebit-Marge von mehr als zehn Prozent an statt mehr als zwölf Prozent.

Telefonica setzt sich höhere Ziele

Für 2021 soll das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Oibda) bei Telefonica Deutschland im niedrigen mittleren einstelligen Prozentbereich wachsen, so die Tochter des spanischen Telefonica-Konzerns. Bereits Ende Juli hatte der Vorstand seine ursprüngliche Jahresprognose erhöht. Im dritten Quartal kletterte der Erlös verglichen mit dem Vorjahreszeitraum um 5,1 Prozent auf fast zwei Milliarden Euro. Neben dem Kundenwachstum profitierte Telefonica auch von einer erhöhten Nachfrage nach Produkten seiner Kernmarke O2. Unter dem Strich verdiente das Unternehmen 227 Millionen Euro.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 03. November 2021 um 12:00 Uhr.