Wall Street New York
Marktbericht

Gewinne auf breiter Front Starke Bilanzen treiben die Wall Street

Stand: 14.10.2021 22:19 Uhr

Überzeugende Quartalsberichte und Fortschritte am Arbeitsmarkt haben die US-Anleger wieder an die Börse gelockt. Vor allem bei den Banken sprudeln die Gewinne. Auch der DAX profitierte und legte zu.

Die New Yorker Aktienbörse hat am Donnerstag deutliche Gewinne eingefahren. Alle großen Indizes legten unter der Führung der Technologiebörse Nasdaq zu. Vor allem die überzeugend angelaufene Berichtssaison der Unternehmen ließ Inflationsängste heute in den Hintergrund treten.

Hinzu kamen überraschend robuste wöchentliche Daten vom Arbeitsmarkt. Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe fiel erstmals in der Corona-Krise unter 300.000. In der vergangenen Woche sank die Zahl im Wochenvergleich um 36.000 auf 293.000, wie das Arbeitsministerium in Washington mitteilte.

Der Leitindex Dow Jones, der gestern noch Schwäche zeigte, hielt gut mit und legte am Ende 1,56 Prozent zu auf 34.912 Punkte. Noch etwas stärker bergauf ging es mit der Technologiebörse Nasdaq, die um 1,73 Prozent vorrückte auf 14.823 Zähler. Der Auswahlindex Nasdaq 100 legte sogar 1,88 Prozent zu auf 15.052 Punkte.

Papiere von Facebook, Microsoft, Apple und der Google-Mutter Alphabet legten deutlich zu. "Es scheint, als ob es ein wenig Angst gibt, etwas zu verpassen", sagte Investmentstratege John Augustine von der Huntington Private Bank. Es gebe aber Käufer auf breiter Front, die in den Markt kämen, was auf eine gesunde Entwicklung an den Börsen hindeute, ergänzte er. Der marktbreite S&P-500-Index ging derweil bei 4438 Zählern aus dem Handel, ein Tagesgewinn von 1,71 Prozent.

"Investoren haben sich im Allgemeinen auf eine überwiegend positive Gewinnsaison gefreut", sagte David Swank, Portfoliomanager bei Hood River Capital Management. Insgesamt sehe es bislang nicht schlecht aus.

Dass die US-Wirtschaft wieder kräftig in Fahrt kommt, ließ sich heute aus den Bankbilanzen ablesen, meist ein zuverlässiger Indikator für die konjunkturelle Großwetterlage. Vor US-Börsenbeginn haben mit der Citigroup, der Bank of America, Wells Fargo sowie der Investmentbank Morgan Stanley gleich vier Schwergewichte aus der Branche ihre Bücher geöffnet.

Die Ergebnisse können sich sehen lassen, vor allem das rege Geschäft mit Fusionen und Übernahmen, aber auch die Auflösung von Rückstellungen trieben die Ergebnisse an. Hinzu kommt, dass Amerikas Verbraucher wieder mehr konsumieren. Alle Häuser verdienten im Sommerquartal deutlich mehr, was zumindest bei den Investmentbanken saisonal nicht unbedingt üblich ist. Schon am Vortag überzeugte Platzhirsch JPMorgan Chase mit seinen Zahlen.

So hat der Finanzriese Citigroup im vergangenen Quartal seinen Gewinn um fast die Hälfte gesteigert. Der Konzern verdiente unterm Strich 4,6 Milliarden Dollar, das waren 48 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Auch die Bank of America hat für das dritte Quartal dank erneut gesunkener Risikovorsorge und Zuwächsen im Verbraucher-Geschäft einen Gewinnsprung ausgewiesen. Der Nettogewinn kletterte auf 7,26 Milliarden Dollar von 4,44 Milliarden Dollar vor Jahresfrist - ein Plus von mehr als 63 Prozent.

Die US-Bank Morgan Stanley hat unter anderem dank der Stärke im Investmentbanking und der Vermögensverwaltung einen Gewinnsprung verbucht. Der Gewinn stieg um gut 36 Prozent auf 3,7 Milliarden Dollar. Abflauende Sorgen wegen Kreditausfällen haben der Großbank Wells Fargo ebenfalls sprudelnde Gewinne beschert. Aus den USA seien die ersten sehr starken Ergebnisse von Banken gekommen, kommentierte Neil Wilson, beim Online-Broker Markets.com

Neben den Banken war an der Wall Street auch das Papier des Krankenversicherers UnitedHealth im Fokus der Anleger, das im Leitindex Dow Jones enthalten ist. Die Aktie legte am Ende 4,24 Prozent zu. Das Unternehmen hob seine Gewinnprognose für 2021 nach einem überraschend guten Sommerquartal ein weiteres Mal an. Der Gewinn je Aktie solle nun 17,70 bis 17,95 US-Dollar erreichen, teilte UnitedHealth in Minnetonka (US-Bundesstaat Minnesota) mit. Es ist die dritte Prognoseanhebung in diesem Jahr.

Im dritten Quartal steigerte UnitedHealth den Umsatz im Jahresvergleich um elf Prozent auf 72,3 Milliarden Dollar. Der Überschuss legte im Vergleich zum pandemiegeprägten Corona-Sommer 2020 um 29 Prozent auf fast 4,1 Milliarden Dollar zu und übertraf damit die Erwartungen von Analysten. Die Belastungen durch die Pandemie seien zurückgegangen, hieß es.

Das Unternehmen hat eine Marktbewertung von rund 400 Milliarden Dollar und gehört damit zu den absoluten Schwergewichten außerhalb des Technologiesektors. UnitedHealth bietet neben dem Versicherungsgeschäft über seine Tochter Optum auch Datenanalysen im Gesundheitswesen und verschiedene Programme für Rentner an.

Ein weiteres Dow-Unternehmen überzeugte heute mit sehr guten Quartalsergebnissen. Die Drogerie- und Apothekenkette Walgreens Boots Alliance hat sich im Schlussquartal des Geschäftsjahres deutlich von den Folgen der Corona-Pandemie erholt.

Grund sei neben einem starken Gewinnwachstum in den Apotheken und im Einzelhandel in den Vereinigten Staaten auch eine anhaltende Erholung in Großbritannien, teilte das Unternehmen in Deerfield (Illinois) mit. In den kommenden drei Jahren peilt der Konzern ein Wachstum beim bereinigten Gewinn je Aktie von rund vier Prozent und damit eine deutliche Beschleunigung an. Die Walgreens-Aktie sprang zwischenzeitlich um über neun Prozent nach oben und ging mit einem Plus von 7,43 Prozent auf 50,77 Dollar als Tagessieger im Dow Jones durchs Ziel.

Am Ende eines erfreulichen Börsentages ist der DAX bei 15.462 Punkten aus dem Handel gegangen - ein Tagesgewinn von 1,4 Prozent. Der deutsche Leitindex schloss damit ganz in der Nähe seines Tageshochs bei 15.464 Punkten, was technische Analysten als Zeichen der Stärke interpretieren.

Für die charttechnisch argumentierenden Marktbeobachter von Index-Radar nähert sich der Index damit einer interessanten Zone: Wenn die Nachfrage oberhalb von 15.450/15.500 Punkten anhalte, wäre mit weiter steigenden Kursen zu rechnen. "Schon jetzt ist aber ein steigender Optimismus gerechtfertigt", heißt es in ihrer Einschätzung.

Im Sog der US-Banken

Hintergrund der Kursgewinne waren heute aber keine charttechnischen Signale, sondern die guten Unternehmens-Nachrichten aus den USA. Denn mit den hohen Gewinnzuwächsen der Finanzhäuser im dritten Quartal hat die US-Berichtssaison einen guten Anfang genommen.

Die Aussicht auf einen anhaltenden Konjunkturaufschwung besänftigt die Gemüter der Anleger. "Die Trendwende in der Geldpolitik ist laut den meisten Marktteilnehmern überwiegend eingepreist", sagte Christian Henke, Analyst vom Brokerhaus IG. "Daher dürfte die nun begonnene Berichtssaison in den Mittelpunkt des allgemeinen Interesses rücken."

Inflation bleibt ein Thema

Inflationssorgen traten zwar heute zurück, sind aber weiterhin nicht vom Tisch. Nach zwei Tagen Pause zogen die Ölpreise wieder an. Die hohen Energiekosten gelten derzeit als Hauptpreistreiber. In den USA sind die Erzeugerpreise im September mit einem Zuwachs im Monatsvergleich um 8,6 Prozent so stark angestiegen wie noch nie.

Die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) ist angesichts dieser Entwicklung auf dem Sprung. Das Protokoll der jüngsten Fed-Zinssitzung, das am Vorabend veröffentlicht wurde, deute ein langsames Tempo für die erwartete Reduzierung der Anleihekäufe an, hieß es bei den Experten der Credit Suisse. Das sei am Markt gut angekommen, urteilen die Fachleute.

Mit der Inflation, den Sorgen wegen des chinesischen Immobilienmarkts sowie der unsicheren Konjunkturlage bleiben aber Faktoren auf der Agenda, die bremsend auf den Aktienmarkt wirken können. Aber: Die gesenkte Konjunkturprognose der führenden Wirtschaftsforschungsinstitute ignorierten die Anleger völlig. Im Herbstgutachten gehen die Fachleute nun von einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 2,4 Prozent in diesem Jahr aus - nach prognostizierten 3,7 Prozent im Frühjahr.

Ölpreise steigen wieder

Die Ölpreise sind am Donnerstag gestiegen. Zuletzt gaben die Notierungen allerdings einen Teil der frühen Gewinne wieder ab, nachdem bekannt wurde, dass die Ölreserven in den USA unerwartet stark gestiegen waren. So kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent noch 83,48 US-Dollar. Das waren 30 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 18 Cent auf 80,63 Dollar.

Im europäischen Mittagshandel waren die Ölpreise noch jeweils um rund ein US-Dollar gestiegen und hatten sich in Richtung erneuter Mehrjahreshochs bewegt. Dann meldete aber die US-Regierung einen Anstieg der Lagerbestände an Rohöl in der vergangenen Woche um 6,1 Millionen Barrel auf 427,0 Millionen Barrel. Analysten hatten nur einen Zuwachs um 1,1 Millionen Barrel erwartet. Steigende Ölreserven belasten in der Regel die Preise am Ölmarkt.

Der Euro legt heute zu und ist zwischenzeitlich über die Marke von 1,16 US-Dollar gestiegen. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1602 (Mittwoch: 1,1562) Dollar fest. Aktuell handelt der Euro im US-Handel wieder leicht unter dieser Marke. Händler erklärten die Euro-Stärke wie schon am Vortag mit einer breiten Schwäche des US-Dollar. Als Grund wurde die wieder freundliche Aktienmarktstimmung genannt, die den Dollar als weltweite Reservewährung belastete.

Unter hohem Druck stand dagegen die türkische Lira. Auslöser war, dass Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan über Nacht gleich drei Notenbanker entließ. Sie wurden durch zwei neue Geldpolitiker ersetzt. Vorangegangen war ein Treffen zwischen Erdogan und Notenbankchef Sahap Kavcioglu, der zuletzt auf Erdogans Linie einer lockeren Geldpolitik eingeschwenkt war. Dennoch hatte es zuletzt Spekulationen über ein getrübtes Verhältnis zwischen den beiden gegeben.

VW-Konzernchef Herbert Diess hat seinen obersten Führungszirkel auf einen zunehmend härteren Wettbewerb mit Tesla eingeschworen. Auch der Stammsitz Wolfsburg müsse dabei «effizienter, schneller werden», sagte der Vorstandsvorsitzende laut Teilnehmerkreisen bei einer internen Konferenz im österreichischen Alpbach. Er bekräftigte, dass dies zunächst keine direkten Folgen für die Stellen habe.

"Ich weiß, einige von euch hassen das", sagte Diess den Angaben zufolge bei dem Treffen von rund 200 Führungskräften sowie weiteren, per Video zugeschalteten Managern aus China. "Aber in erster Linie ist es Tesla. Der Abstand vergrößert sich. Sie werden schneller. Sie liefern. Sie werden besser im Bauen von Autos. Sie sind die einzige Marke, die trotz Covid wächst. Sie haben eine vollvernetzte Flotte rund um die Welt. Wir müssen diesen Wettbewerb annehmen."

Der Lieferdienst Delivery Hero expandiert mit einer Übernahme in Mittelamerika. Konkret will Delivery Hero das Geschäft mit Essenslieferungen und Quick Commerce des Dienstleisters Hugo kaufen. Ausgenommen sind hingegen die anderen Leistungen der App wie etwa digitale Zahlungen, Transportdienstleistungen oder Tickets für Sportveranstaltungen. Ein Kaufpreis wurde nicht genannt.

Hugo ist in Guatemala, El Salvador, Honduras, Nicaragua, Dominikanische Republik und Jamaika aktiv. Bis auf letzteres Land ist Delivery Hero bereits in allen anderen Märkten mit seiner Marke PedidosYa in Mittelamerika vertreten. Der Konzern ist ungeachtet der hohen Verluste auf aggressivem Expansionskurs und will um jeden Preis wachsen.

Der Sportartikelhersteller Adidas lanciert ein weiteres Aktienrückkaufprogramm. Von diesem Montag an bis Ende des Jahres sollen eigene Anteilsscheine im Wert von 450 Millionen Euro erworben werden, wie der DAX-Konzern in Herzogenaurach mitteilte. Der Großteil soll im Anschluss eingezogen werden. Damit verringert sich die Anzahl der Papiere, was den Gewinn je Aktie vergrößert. Der Aktienkurs legte zu.

Der Modekonzern meldet eine Erholung seines globalen Geschäfts und erhöht seine Prognose für das Gesamtjahr 2021. Im dritten Quartal stieg der Umsatz auf vorläufiger Basis um 42 Prozent auf 755 Millionen Euro, wie der Konzern am Abend in einer Pflichtmitteilung erklärte. Das operative Ergebnis (Ebit) habe bei 85 Millionen Euro gelegen nach 15 Millionen.

"Dies spiegelt die starke Umsatzentwicklung sowie einen weiter optimierten Einsatz der Betriebsausgaben wider, allen voran im eigenen Einzelhandel", hieß es. Für 2021 werde nun ein 40 Prozent höherer Umsatz erwartet als 2020 nach bislang zwischen 30 und 35 Prozent. Das EBIT dürfte dabei zwischen 175 und 200 Millionen Euro liegen. Hier wurden bislang 125 bis 175 Millionen Euro erwartet.

Der Medizin- und Sicherheitstechnik-Konzern Drägerwerk hält trotz eines schwachen Quartals an seiner Jahresprognose fest. Der Umsatz sei im dritten Jahresviertel im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreswert währungsbereinigt um 11,8 Prozent auf 770 Millionen Euro gesunken, teilte das Unternehmen am Donnerstagabend mit. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) fiel um fast zwei Drittel auf 48 Millionen Euro.

Ursächlich hierfür sei der geringere Umsatz im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie und die geringere Bruttomarge von rund 46,9 Prozent (VJ: 48,2). Der Auftragseingang lag den Angaben zufolge im dritten Quartal bei 760 Millionen Euro. Durch Materialknappheit bei elektronischen Komponenten sei das Risiko in der Lieferkette gestiegen.

Drägerwerk rechnet für 2021 weiter mit einem währungsbereinigten Umsatzrückgang zwischen zwei und sechs Prozent und einer Ebit-Marge zwischen acht und elf Prozent. Man gehe davon aus, dass sich die pandemiebedingte Nachfrage normalisieren werde und rechne nicht mit einer vergleichbaren Nachfrage in 2022.

Der Windkraftanlagenbauer Nordex hat im dritten Quartal Aufträge von insgesamt rund 1,8 Gigawatt für sich gewonnen. Verglichen mit dem Vorjahreszeitraum entspricht dies einer Steigerung von fast der Hälfte. Die Zahl der Windanlagen stieg dabei von 271 auf nun 389. Der größte Auftrag kam aus Australien. Das dortige Projekt MacIntyre kommt den Angaben zufolge auf eine Nennleistung von 923 Megawatt. Darüber hinaus erhielt Nordex Aufträge aus elf weiteren europäischen Ländern, unter anderem aus Deutschland, Frankreich und der Ukraine. Die Aktie legte erst kräftig zu, gab die Gewinne im späten Geschäft aber wieder ab.

Der weltweit drittgrößte Rückversicherer Hannover Rück gibt seinen Anteilseignern mehr Sicherheit mit Blick auf künftige Dividenden. Die reguläre Ausschüttung je Aktie werde künftig auch im Fall eines Gewinnrückgangs mindestens stabil bleiben, teilte das im MDAX-Unternehmen mit. Das bisherige Ziel einer Ausschüttungsquote von 35 bis 45 Prozent für die Regeldividende fällt im Gegenzug weg. Dabei soll auch künftig eine Sonderdividende möglich sein. Zuletzt hatte die Hannover Rück für das Finanzkrisenjahr 2008 keine Dividende gezahlt. Seither war die Ausschüttung immer weiter gestiegen.

Die reguläre Dividende für das Corona-Jahr 2020 wuchs im Vergleich zu 2019 um 50 Cent auf 4,50 Euro je Aktie. Allerdings strich der Versicherer im Gegensatz zu den Vorjahren die Sonderdividende von 1,50 Euro. Hauptprofiteur der Ausschüttungen ist der Versicherungskonzern Talanx (HDI), dem gut die Hälfte der Hannover-Rück-Anteile gehören.

Der Südzucker-Konzern hat im ersten Geschäftshalbjahr auch unterm Strich mehr verdient. In den sechs Monaten bis Ende August entfiel auf die Aktionäre ein Überschuss von 49 Millionen Euro. Verglichen mit dem Vorjahreszeitraum ist das fast doppelt so viel. So kehrte die Zuckersparte im zweiten Geschäftsquartal in die Gewinnzone zurück. Bereits am Mittwochnachmittag hatte der Konzern überraschend seine Jahresprognose erhöht.

Beim Langstreckenflieger 787 Dreamliner des Flugzeugbauers aus dem Leitindex Dow Jones gibt es erneut Probleme. Ein Zulieferer habe dem US-Konzern mitgeteilt, dass bestimmte Teile unsachgemäß hergestellt worden seien, teilte Boeing mit. "Wir haben festgestellt, dass dies kein unmittelbares Flugsicherheitsproblem für die aktive Flotte darstellt", erklärte eine Boeing-Sprecherin. Eine Untersuchung sei im Gange, bei nicht ausgelieferten Flugzeuge werde falls nötig nachgebessert. Dem "Wall Street Journal" zufolge handelt es sich um bestimmte Titanteile, die in den letzten drei Jahren verbaut wurden und sich als schwächer erwiesen hätten als vorgesehen. Boeing-Aktien fallen gegen den Trend zurück und stehen am Dow-Ende.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 14. Oktober 2021 um 07:35 Uhr.