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Marktbericht

Nasdaq und S&P-500 Wall Street bleibt im Rekordrausch

Stand: 02.07.2021 22:29 Uhr

Trotz besser als erwartet ausgefallener Jobdaten war von Zins- und Inflationsängsten heute an der Wall Street nichts zu spüren. Die US-Börsen setzten ihren Rekordlauf ungerührt fort.

Die US-Aktienmärkte bleiben derzeit das Maß aller Dinge. Ungerührt von stärker als erwartet ausgefallenen Daten vom Arbeitsmarkt setzten die großen Indizes ihren beeindruckenden Rekordlauf heute fort. Vor dem Feiertag (am Montag bleibt die Börse wegen des Unabhängigkeitstages am 4. Juli geschlossen) markierten sowohl der marktbreite S&P-500-Index, als auch die Technologiebörse Nasdaq weitere Rekorde.

Von Rekord zu Rekord

Der Leitindex Dow Jones ist derzeit der einzige Index, der das Tempo des US-Hausse-Zuges nicht ganz mitgehen kann. Aber das ist Jammern auf hohem Niveau, der Dow legte heute mit dem starken Gesamtmarkt ebenfalls um 0,44 Prozent zu auf 34.786 Punkte. Vom Rekordhoch bei etwas über 35.000 Punkten ist auch der Standardwerteindex damit nicht mehr weit entfernt.

Getragen wird die entfesselte US-Börse derzeit aber primär von den Technologieaktien. Abflauende Zinsängste kommen besonders den hochbewerteten Tech-Werten zugute.

Die Nasdaq markierte heute im Verlauf bei 14.649 Punkten ein weiteres Rekordhoch und schloss bei 14.639 Punkten um 0,81 Prozent höher. Der Auswahlindex Nasdaq 100 markierte seine Bestmarke bei 14.738 Punkten und ging bei 14.727 Punkten nur knapp darunter aus dem Handel. Prozentual legte der Index 1,15 Prozent zu, im Wochenverlauf waren es 2,7 Prozent. Unter den Einzelwerten stiegen heute Papiere der Google-Mutter Alphabet auf neue Rekordstände, zuletzt hatten auch Microsoft, Facebook und Nvidia Rekordniveaus erreicht.

Beeindruckend auch weiterhin der S&P-500, der derzeit jeden Tag auf neue Bestmarken steigt, die heute bei 4355 Punkten lag. Der Schluss war letztlich bei 4352 Zählern, ein Tagesgewinn von 0,75 Prozent. Am S&P-500 wird die Erfolgsmessung der institutionellen Anleger fest gemacht, der Index enthält sowohl Standard- als auch Technologieaktien. Im Wochenverlauf steht für den S&P ein Plus von 1,7 Prozent zu Buche.

Einziger Wassertropfen im Wein: Der ganz breite Markt, gemessen am Russel 2000-Index, konnte heute nicht mithalten und schloss 0,9 Prozent im Minus. Um vor einer Blase weniger heißgelaufener Schwergewichte zu warnen, was oftmals einer deutlichen Korrektur vorausgeht, erscheint es aber trotzdem noch zu früh.

Mehr neue Stellen als erwartet

Konkret hat sich die Lage am US-Arbeitsmarkt im Juni stärker aufgehellt als erwartet. Es entstanden 850.000 neue Jobs außerhalb der Landwirtschaft, wie die Regierung in Washington mitteilte. Ökonomen hatten lediglich mit 700.000 gerechnet - nach einem Jobaufbau von revidiert 583.000 im Mai. Die getrennt ermittelte Arbeitslosenquote stieg allerdings überraschend um einen Tick auf 5,9 Prozent. Sowohl für die Bullen als auch für die Bären war damit etwas dabei.

"Das sind starke Zahlen, aber nicht so stark, dass sie Inflations- und Zinserhöhungsängste auslösen könnten", sagte Marktanalyst Fawad Razaqzada vom Broker ThinkMarkets.

"Die Verbesserung des Arbeitsmarktes insgesamt ermöglicht es dem Markt, in seiner aktuellen Phase des langsamen und allmählichen Anstiegs fortzufahren, was das beste Szenario ist", sagte Randy Frederick, Vizepräsident für Handel und Derivate bei Charles Schwab.

Wann drosselt die Fed?

Genau dies ist für die Börse der springende Punkt: Wie lange geht die scheinbar unendlich währende Liquiditätsschwemme trotz anziehender Preisdaten weiter? Immerhin 120 Milliarden Dollar pumpt die Notenbank jeden Monat in die Wirtschaft, hinzu kommen weitere Billionen von der Regierung.

Dass die Diskussion innerhalb der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) über eine restriktivere Geldpolitik bereits im vollen Gange ist, haben die Äußerungen diverser Fed-Mitglieder der vergangenen Wochen eindrücklich gezeigt. Die heutigen Zahlen bieten aber eben noch kein eindeutiges Szenario für ein Anziehen der Zügel, so dass es erst einmal so weitergeht wie bisher. Von Ausverkaufsstimmung ist jedenfalls weit und breit nichts in Sicht, allen Inflations-Unkenrufen zum Trotz.

DAX weiter seitwärts

Das dürfte sich so mancher Anleger heute anders vorgestellt haben: Der deutsche Aktienmarkt reagierte kaum auf die mit viel Spannung erwarteten Arbeitsmarktdaten aus den USA. Der DAX beendet den Tag zwar mit einem moderaten Gewinn von 0,3 Prozent auf 15.650 Punkte, kam aber im Wochenvergleich kaum vom Fleck.

"Bedenken hinsichtlich einer vierten Viruswelle, steigenden Ölpreisen und geopolitischen Spannungen bremsen den DAX aktuell", sagte Robert Greil, der Chefstratege der Privatbank Merck Finck. Nach der Rekordentwicklung der vergangenen Monate ist Experten zufolge die Zeit wohl reif für eine Verschnaufpause, wenngleich der deutsche Leitindex auf längere Sicht weiterhin von der anhaltenden Flut billigen Notenbankgeldes und dem guten konjunkturellem Umfeld gestützt werden dürfte. Hinter der Dynamik der Wall Street aber blieb der deutsche Markt auch heute zurück.

Delivery Hero mit Analysten-Bonus

Größter Kursgewinner im DAX war die Aktie des Essenslieferdienstes Delivery Hero nach einer Kurszielanhebung durch die US-Investmentbank JPMorgan. Auch die Adidas-Aktie war gefragt, wenn auch nicht so stark. Das Papier hatte schon im Wochenverlauf ein Rekordhoch markiert. Berenberg-Analyst Graham Renwick sieht noch Kurspotenzial und rechnet mit einem soliden Zwischenbericht des Sportartikel- und Lifestyle-Konzerns bei der Vorlage der Halbjahreszahlen.

Zähe OPEC-Verhandlungen

Bei aller Fokussierung auf die US-Arbeitsmarktdaten gilt aber auch: Die Ölpreise sollten Anleger besser nicht aus den Augen verlieren. Sollten diese weiter anziehen in Richtung 100 Dollar, so wie es einige Analysten vorhersagen, dann wäre das eine Belastung für die Aktienmärkte. Erst in dieser Woche hatten die Ölsorten WTI und Brent neue mehrjährige Höchststände markiert. Am späten Nachmittag ziehen die Preise für die großen Sorten Brent und WTI moderat an.

Die Verhandlungen über die Ölförder-Strategie des Opec-Kartells und seiner zehn Partnerländer sind am Freitag ins Stocken geraten. Eine für den Nachmittag geplante offizielle Online-Sitzung verzögerte sich, am Abend wurde auf Montag vertagt. Analysten waren schon davon ausgegangen, dass es auch am Freitag noch keine Einigung geben könnte und sich die Verhandlungen womöglich weiter hinziehen.

Am Rohölmarkt bleibt damit weiter Warten angesagt, nachdem die Ländergruppe Opec+, zu der neben den Mitgliedern des Exportkartells weitere Förderländer wie Russland gehören, schon ein für Donnerstag geplantes Ministertreffen auf diesen Freitag verschoben hatte. Da sich die Staaten nicht auf eine Lockerung der Förderbremse einigen konnten, gelte die aktuelle Beschränkung weiter, konstatierten die Anlagestrategen der ING Bank. "Dies bedeutet, dass sich der Angebotsengpass verschärft."

Gute Karten für das Kartell

Wegen der Erholung der Weltwirtschaft von den Folgen der Coronavirus-Pandemie steigt der Energiebedarf. Selbst die diskutierte Anhebung der Produktionsquoten um 400.000 Barrel pro Tag wäre zu gering, um den Nachfrageüberhang zu verringern, kritisierte Analyst Jochen Stanzl vom Online-Broker CMC Markets. "Ein Preis von 80 Dollar oder mehr könnte die noch gute Stimmung am deutschen Aktienmarkt spürbar belasten." Am Freitag notierte die Ölsorte Brent aus der Nordsee kaum verändert bei etwas über 75 Dollar je Barrel (159 Liter).

Laut Analysten halten sich zudem die nicht in der OPECT+ vertretenen Schieferöl-Produzenten in Nordamerika derzeit bei der Ausweitung ihrer Förderung zurück. Die OPEC+ habe daher "fast alle Karten in der Hand und kann über den Preis verfügen", betont Commerzbank-Analyst Eugen Weinberg.

Euro schwächelt weiter

Rückenwind für die deutsche Exportindustrie kommt derweil vom Devisenmarkt, wo der Dollar gegenüber dem Euro weiter Stärke zeigt. Der Euro hat am Freitag nämlich zunächst an seine schwache Entwicklung der vergangenen Tage angeknüpft. Im Tief fiel die Gemeinschaftswährung auf 1,1808 US-Dollar. Das war der niedrigste Stand seit Anfang April. Der Euro fiel damit zum Wochenschluss bis auf den tiefsten Stand seit knapp drei Monaten.

Im US-Handel erholt er sich aber vom Tief und wird bei 1,1866 Dollar wieder deutlich höher gehandelt. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1823 (Donnerstag: 1,1884) US-Dollar fest. Die US-Arbeitsmarktdaten waren natürlich auch am Devisenmarkt das Thema des Tages.

US-Experte Christoph Balz von der Commerzbank bewertete die Zahlen als durchwachsen: So sei die Beschäftigung so stark gestiegen wie seit August 2020 nicht mehr. Allerdings fehlten der Wirtschaft verglichen mit Februar 2020, dem Monat vor der ersten Corona-Welle, immer noch 6,8 Millionen Stellen.

Zur Euro-Schwäche dürfte beigetragen haben, dass sich EZB-Präsidentin Christine Lagarde in einem Zeitungsinterview zurückhaltend zur weiteren konjunkturellen Entwicklung geäußert hatte. Anleger am Devisenmarkt werteten das als Hinweis darauf, dass die EZB noch nicht an eine Straffung ihrer extrem lockeren Geldpolitik denkt.

Kaum Auswirkungen hatten die Daten zur US-Handelsbilanz. Das Defizit der USA mit dem Rest der Welt hat sich im Mai ausgeweitet. Gegenüber dem Vormonat stieg es auf 71,2 Milliarden US-Dollar von 69,1 Milliarden im Monat zuvor, wie das Handelsministerium am Freitag in Washington mitteilte. Analysten hatten im Schnitt ein Defizit von 71,4 Milliarden Dollar erwartet.

Deutscher Maschinenbau im Aufwind

Fundamentaler Rückenwind für den Euro kam heute von der deutschen Schlüsselbranche Maschinenbau. Die Auftragsbücher der Branche füllen sich nämlich kräftig, Produktion und Beschäftigung steigen. Im Mai verbuchten die Unternehmen ein Auftragsplus von preisbereinigt (real) 47 Prozent gegenüber dem vergleichsweise schwachen Vorjahresmonat, wie der Branchenverband VDMA am Freitag in Frankfurt mitteilte. "Damit lag der Zuwachs im Mai prozentual zwar unter dem noch kräftigeren Plus des Aprils von 72 Prozent. Doch der Maschinenbau bleibt eindeutig auf Wachstumskurs", sagte VDMA-Chefvolkswirt Ralph Wiechers.

IPO: Mister Spex mit moderaten Gewinnen

Der Berliner Online-Optiker Mister Spex ist heute an die Frankfurter Börse gegangen. Bei dem Debüt konnten sich Anleger über moderate Zeichnungsgewinne freuen. Der erste Kurs des Unternehmens auf dem Parkett betrug 25,38 Euro. Er lag damit leicht über dem Ausgabepreis von 25 Euro je Aktie. Mister Spex betreibt Online-Shops in zehn Ländern sowie mehr als 40 Geschäfte in Deutschland, Österreich und Schweden. Der Schlusskurs lag bei 24,50 Euro aber unter dem Ausgabepreis.

Ende des Dividendenstops für Europas Banken in Sicht

Das Ende des Dividendenstopps für Europas Banken rückt näher. Es habe sich gezeigt, dass die Institute nach wie vor widerstandsfähig, gut kapitalisiert und in der Lage seien, Haushalte und Unternehmen bei der Bewältigung der Corona-Krise zu unterstützen, sagte der Chef der EZB-Bankenaufsicht, Andrea Enria, am Freitag.

"Vor diesem Hintergrund wird auch die europäische Bankenaufsicht Ende September Schritte in Richtung Normalisierung unternehmen, da wir - sofern es keine negativen Überraschungen gibt - planen, unsere außerordentliche Empfehlung an alle Banken aufzuheben, keine Dividenden auszuschütten und keine Aktienrückkäufe durchzuführen."

Zuletzt wurden entsprechende Restriktionen auch in den USA durch die Aufsicht schon aufgehoben. Mehrere große US-Banken haben daraufhin zum Teil kräftige Dividendenerhöhungen angekündigt, zuletzt die Investmentbank Morgan Stanley.

Starke US-Zahlen von VW

VW wurde im zweiten Quartal 120.520 Neuwagen mit dem VW-Logo auf dem US-Markt los. Das waren 72 Prozent mehr als im pandemiebedingt schwachen Vorjahreszeitraum. VW sprach vom besten Verkaufsergebnis in einem Quartal seit 1973. Die VW-Tochter Audi setzte sogar 92 Prozent mehr ab als vor einem Jahr, bei Porsche belief sich das Plus auf 56 Prozent.

Auch BMW in den USA stark gefragt

Auch BMW profitierte stark von der Erholung des US-Automarkts. Die Münchner verkauften im zweiten Quartal nach eigenen Angaben 96.561 Neuwagen unter eigener Marke, ein Anstieg um knapp 90 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Die Tochter Mini legte um fast 77 Prozent zu und lieferte 9340 ihrer Kleinwagen an die US-Kundschaft.

CTS Eventim hofft auf volle Hallen im Herbst

Der Ticketvermarkter und Konzertveranstalter CTS Eventim hofft bei Konzerten im Herbst auf volle Hallen. "Ich hoffe, dass wir im vierten Quartal Indoor-Konzerte mit voller Kapazität ohne Abstand und Maske sehen werden", sagte Vorstandschef Klaus Peter Schulenberg der "FAZ". "Vielleicht geht das ab November. Natürlich wird dann die 3-G-Regel angewandt werden müssen, und das wird auch noch einige Zeit so bleiben."

Johnson-Impfstoff wirkt auch gegen Delta-Variante

Der Corona-Impfstoff des Pharmakonzerns regt laut eigenen Angaben auch eine "starke und anhaltende" Immunantwort gegen die besonders ansteckende Delta-Variante (B.1.617.2) an. Das gehe aus Labor-Untersuchungen mit Blut von Geimpften hervor, hieß es. Eine weitere Untersuchung habe gezeigt, dass die Immunantwort mindestens acht Monate anhalte. Beim Mittel von Johnson & Johnson ist nur eine Spritze für den vollen Impfschutz nötig.

Das im Leitindex Dow Jones enthaltene Johnson-Papier legt trotzdem nur gut ein halbes Prozent zu. Allerdings haben die Aktien sich schon zuletzt etwas von einer Kursdelle erholt - zum Ende Januar erreichten Rekordhoch bei 173,65 Dollar fehlen ihnen auf Basis des gestrigen Schlusskurses nur knapp viereinhalb Prozent. Mit fast 439 Milliarden Dollar Börsenbewertung gilt Johnson & Johnson als eines der größten Börsenschwergewichte außerhalb des Technologiesektors.

Auslieferungsrekord bei Tesla im Quartal

Der US-Elektroautobauer Tesla hat im zweiten Quartal mehr Fahrzeuge zur Kundschaft gebracht als je zuvor in einem Vierteljahr. Das Unternehmen von Tech-Milliardär Elon Musk gab am Freitag Auslieferungen von 201.250 Autos bekannt. Damit wurde der Rekord von 184.800 Fahrzeugen aus dem Vorquartal gebrochen.

Tesla produzierte in den drei Monaten bis Ende Juni nach eigenen Angaben 206.421 Autos, auch das entspricht einem neuen Bestwert. Der Großteil entfiel mit 204.081 Stück auf die Modelle 3 und Y. Trotz der starken Zuwächse blieben die Zahlen leicht unter den Markterwartungen. Tesla-Papiere zogen an der Nasdaq erst an, konnten das hohe Niveau bei fast genau 700 Dollar aber nicht halten.

Schlechte Nachrichten kamen dann noch vom neuen Spitzenmodell des Konzerns, dem "S Plaid". Ein Modell ist nach Angaben eines Anwalts in Flammen aufgegangen. Der Fahrer, ein Unternehmenschef, habe sich nur gewaltsam aus dem brennenden Fahrzeug retten können, weil das elektrische Türschloss blockierte, erklärte dessen Anwalt Mark Geragos am Freitag. Das Topmodell ist nicht von der Stückzahl, aber als Imageträger wichtig für die Kalifornier. Es kostet umgerechnet ab 109.000 Euro und soll unter anderem dem Porsche Taycan Konkurrenz machen.

Amazon entwickelt Lieferroboter in Finnland

Amazon siedelt in Finnland ein Entwicklungszentrum für seine "Scout"-Lieferroboter an, die eigenständig auf Gehwegen fahren sollen. Das zunächst gut zwei Dutzend Mitarbeiter starke Team in Helsinki solle unter anderem Software entwickeln, mit der die Fahrzeuge Hindernissen ausweichen. Amazon lässt die kleinen Roboter, die wie eine Kühlbox auf sechs Rädern aussehen, bisher an vier Orten in den USA fahren. Die Technik dafür wird unter anderem auch in Tübingen entwickelt.

Branson vs. Bezos - Wettflug ins All

Der Milliardär und Unternehmer Richard Branson will am 11. Juli mit dem Testflug der Virgin Galactic Holding an den Rand des Weltraums reisen. Der Flug mit dem Virgin-Raumflugzeug VSS Unity sei ein wichtiger Meilenstein im Wettlauf, eine neue Ära der privaten kommerziellen Raumfahrt einzuleiten. Bleibt es beim 11. Juli als Starttermin, würde Branson neun Tage vor Amazon-Gründer Jeff Bezos, dem das rivalisierende Weltraumtourismus-Unternehmen Blue Origin gehört, außerhalb der Erdatmosphäre reisen.

Robinhood bereitet Nasdaq-IPO vor

Der Wertpapier-Broker Robinhood treibt nach der Beilegung brisanter Rechtskonflikte seinen Börsengang an der Technologiebörse Nasdaq voran. Laut Finanzkreisen wurde die App bei ihrer jüngsten Finanzierungsrunde mit 30 Milliarden Dollar bewertet. Die einfach zu bedienende App ist vor allem bei jüngeren Anlegern beliebt. Kritiker warnen jedoch, Robinhood würde zu riskanten Wetten verleiten.

IBM am Dow-Ende

Unter den US-Einzelwerten sackten die Aktien von IBM mit minus 4,6 Prozent an das Ende des Dow Jones. Die Anleger reagierten mit Verkäufen auf die überraschende Nachricht, dass Cloud-Manager Jim Whitehurst - ehemals Chef des von IBM übernommenen Softwareanbieters Red Hat - seinen Posten in der obersten Führungsriege des Konzerns abgibt und nur noch beratend zur Verfügung steht. Analysten hatten ihm eine wichtige Rolle beim nötigen Umbau des Computer-Dinos zugetraut.

Apple bringt Kamera-Rucksäcke in deutsche Städte

Apple wird in den kommenden Wochen Menschen mit Kamera-Rucksäcken in drei deutsche Großstädte schicken, um seinen Kartendienst zu verbessern. Die Aufnahmen sollen am 26. Juli in Berlin, Hamburg und München beginnen und voraussichtlich bis Ende September andauern. Vom kommenden Montag an sind erste Tests geplant. Fotografiert wird an für Kamera-Autos nicht zugänglichen Orten, etwa in Fußgängerzonen, Parks und Bahnhöfen.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 02. Juli 2021 um 07:35 Uhr.