Wall Street New York
Marktbericht

Wenig Bewegung Zinsängste bremsen die Wall Street aus

Stand: 27.05.2021 22:20 Uhr

Selbst weitere Anzeichen der wirtschaftlichen Erholung führen derzeit nicht zu Freudensprüngen an der Wall Street. Die Anleger bleiben vorsichtig, denn die Daten scheinen Fluch und Segen zugleich.

Ähnlich wie in Europa stagniert die New Yorker Aktienbörse derzeit auf hohem Niveau. Lediglich der Leitindex Dow Jones konnte etwas Boden gut machen, die anderen großen Indizes bewegten sich letztlich kaum. Allerdings war das Potenzial auch beim Dow begrenzt, der im frühen Geschäft zwar einen Ausbruch nach oben bis auf 34.608 Punkte versuchte, danach aber wieder zurückfiel. Er schloss bei 34.464 Zählern moderat höher um 0,4 Prozent.

Die anderen Indizes gingen wenig verändert aus dem Handel. Der breiter aufgestellte S&P-500-Index legte am Ende leicht um 0,1 Prozent zu auf 4200 Punkte. Die Technologiebörse Nasdaq schloss wie schon die Tage nahezu unverändert bei 13.736 Punkten. Der Auswahlindex Nasdaq 100 beendet den Handel um 0,3 Prozent leichter bei 13.657 Punkten.

Über allem steht die Fed

Die derzeitige Agonie am Aktienmarkt scheint auf den ersten Blick paradox. Schließlich ertrinkt die Börse in Liquidität wie nie zuvor, zudem gab es heute zahlreiche neue Konjunkturdaten, die zeigen, dass sich die Wirtschaft nach der Krise wieder erholt. Gute Nachrichten eigentlich, aber sie reichen nur noch, um den derzeitigen Status quo auf hohem Niveau zu rechtfertigen. Schließlich will niemand einen fahrenden Zug verpassen. Lediglich die Standardwerte können noch begrenzt profitieren.

Weitere Avancen verhindert derzeit die Frage, wie lange der ultraexpansive geldpolitische Kurs der Notenbank die Märkte weiter mit Liquidität überschwemmt. Denn spätestens nach den jüngsten Preisdaten aus dem April mit einem Anstieg der Verbraucherpreise von 4,2 Prozent geht das Zins- und Inflationsgespenst um. "Ein Anstieg der US-Inflationsrate auf 4,5 Prozent im Mai erscheint möglich, gefolgt von einem Verbleib oberhalb der Drei-Prozent-Marke im Rest des Jahres", so Marktexperte Robert Rethfeld von Wellenreiter-Invest.

Wie aber wird die Fed auf eine solche Entwicklung reagieren? Zieht sie die Zügel womöglich schneller an als gedacht? Fragen, die die Anleger derzeit primär umtreiben und für Zurückhaltung sorgen - obwohl sich Vertreter der Fed bemühen, den Eindruck eines schnellen Tempowechsels der Geldpolitik zu zerstreuen. Die meisten jedenfalls, aber es gibt auch mahnende Stimmen. So wie die des Vizechefs der Notenbank, Richard Clarida, der von einer perspektivisch weniger großzügigen Ausrichtung spricht, so wie dies auch aus den jüngsten Sitzungsprotokollen des Zinsausschusses der Fed hervorgeht.

Billionen-Haushalt in Aussicht

Der von der Regierung erwartete billionenschwere Haushalt dürfte diese ambivalente Stimmung noch verstärken. US-Präsident Joe Biden will einem Bericht der "New York Times" zufolge am Freitag einen sechs Billionen Dollar schweren Haushaltsplan für 2022 vorstellen. Die Summe solle bis 2031 auf 8,2 Billionen Dollar steigen.

Neue US-Makro-Daten bieten kein klares Bild

Die Anleger blicken in Anbetracht dieser gegenwärtigen Zinsdiskussion besonders kritisch darauf, wie die Wirtschaftserholung voranschreitet. Die heutigen Konjunkturdaten boten kein klares Bild.

So gingen im April die Auftragseingänge für langlebige Güter mit minus 1,3 Prozent überraschend zurück, während die zweite Schätzung für das Wirtschaftswachstum im ersten Quartal mit 6,4 Prozent etwa im Rahmen der Erwartungen lag. Die Zahl der wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe fiel mit 406.000 indes geringer aus als erwartet und lag so niedrig wie seit Beginn der Pandemie nicht mehr.

Arbeitsmarkt noch nicht da, wo er vor der Krise war

Vor allem die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt ist für die Notenbank das derzeit entscheidende Kriterium. Analysten hatten mit einem Rückgang der Anträge gerechnet und waren dabei im Schnitt von 425.000 ausgegangen. Obwohl die Hilfsanträge seit Wochen fallen, haben sie noch nicht das Niveau erreicht, das vor der Corona-Krise herrschte. Damals lag das Volumen der Erstanträge bei etwas mehr als 200.000 pro Woche. Die Entwicklung spricht daher dafür, dass die Fed erst einmal still halten wird und höhere Inflationsraten als eher temporäre Erscheinung toleriert.

Der DAX kommt nicht voran

Der deutsche Leitindex DAX hat anfängliche Verluste aufgeholt, zu mehr hat es letztlich heute aber nicht gereicht. Am Ende schloss der Index nach wechselhaftem Handel bei 15.406 Punkten, ein moderater Tagesverlust von 0,3 Prozent. Damit verharrt der DAX in seiner relativ engen Handelsspanne zwischen 15.400 und 15.550 Punkten.

Insgesamt bleiben die Anleger zwar weiter auf dem Sprung, scheuen aber neue Engagements auf dem hohen Niveau. Immerhin bleibt das erst in dieser Woche erreichte Rekordhoch bei 15.568 Punkten in Reichweite, Abgabeneigung ist keine erkennbar. So hat der DAX im bald zu Ende gehenden Mai bisher knapp zwei Prozent zugelegt, obwohl dieser Monat saisonal als eher schwächer gilt.

"Die Börsen dehnen ihre Hängepartie weiter aus. Es gibt kaum noch Schwung nach oben", kommentierten am Donnerstag die Autoren des "Fuchs"-Börsenbriefs. Sie erwarten zwar einen neuen Anlauf auf den erst am Dienstag aufgestellten DAX-Rekord, aber auch ein erneutes Scheitern.

Die regelmäßig aufkommenden Inflationssorgen könnten der Grund sein, warum der Aktienmarkt derzeit nicht vorankomme, sagte IG-Stratege Christian Henke. Die Angst der Anleger vor einem baldigen Ende der ultralockeren Geldpolitik sei groß, obschon die US-Notenbank gebetsmühlenartig versuche dagegen anzureden. "Wer hat Recht? Die Fed oder der Markt?", fasste Henke zusammen.

Glyphosat-Schlappe für Bayer

Abseits der Zinssorgen standen heute besonders Bayer-Papiere im Interesse der Anleger. Denn das fast schon unendliche Glyphosat-Drama in den USA nahm heute seinen unrühmlichen Fortgang. Der Pharma- und Chemiekonzern muss im US-Rechtsstreit um angebliche Krebsrisiken des glyphosathaltigen Unkrautvernichters Roundup einen Rückschlag hinnehmen. Richter Vince Chhabria lehnte am Mittwoch den Antrag der Leverkusener ab, eine Beilegung künftiger Streitigkeiten gegen Zahlung von zwei Milliarden US-Dollar vorläufig zu genehmigen. Teile von Bayers Plänen seien "klar unvernünftig", so der Richter. Die Quittung der Anleger ließ nicht auf sich warten. Die Aktie der Leverkusener stand mit einem Minus von rund fünf Prozent deutlich am Indexende.

Vonovia holt auf

Zu den gefragtesten Werten im DAX hinter dem Tagessieger Deutsche Post gehörten heute Vonovia, die damit ihre Verluste nach der Bekanntgabe des Übernahmeangebotes für den Indexkollegen Deutsche Wohnen wieder aufholten. Auftrieb gab eine Kaufempfehlung der Experten der Bank of America (BofA) mit einem Kursziel von 70 Euro.

Zur Finanzierung der jüngsten Übernahmeofferte für Deutsche Wohnen rechnen die Experten mit einer Kapitalerhöhung um 4,5 Milliarden Euro. Vonovia selbst hatte von bis zu acht Milliarden Euro gesprochen. Die Experten sehen den Deal positiv für das Ergebnis - und dies bei einem Kaufpreis mit einem Abschlag zum inneren Wert.

Euro und Dollar unbeeindruckt

Die US-Makro-Daten beeindrucken den Devisenmarkt derweil wenig. Der Euro, der gestern unter die Marke von 1,22 Dollar gefallen war, bewegt sich bei Niveaus um 1,2196 Dollar im US-Handel kaum. Zins- und Inflationsspekulationen sind aber auch auf diesem Markt ganz entscheidend, vor allem die derzeitige geldpolitische Debatte in den USA.

Zurzeit führt die Fed dem Finanzsystem über Anleihekäufe Mittel über monatlich 120 Milliarden Dollar zu. So sollen die Finanzierungskonditionen günstig gehalten und die Wirtschaft in der Corona-Krise unterstützt werden. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,2198 (Mittwoch: 1,2229) US-Dollar fest.

Gold weiter im Aufwärtstrend

Der Goldpreis kann von dieser Diskussion profitieren. Am Mittwoch war der Preis für die Feinunze Gold bis auf 1913 Dollar und damit auf den höchsten Stand seit vier Monaten geklettert. Am Donnerstag gibt Gold leicht nach auf 1898 Dollar. Der Aufwärtstrend bei dem gelben Edelmetall ist dennoch weiterhin voll intakt.

Biden-Pläne schieben die Ölpreise an

Die Ölpreise sind am Donnerstag gestiegen. Zuletzt kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 69,13 US-Dollar. Das waren 26 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 42 Cent auf 66,63 Dollar. Positiv aufgenommene Nachrichten aus den USA stützten die Ölpreise.

Der Bericht der New York Times", nach der US-Präsident Joe Biden am Freitag einen Sechs-Billionen-Dollar-Haushalt vorschlagen wird, stützte den Markt. Mit dem Budget sollen Bildung, Gesundheitsversorgung und Infrastruktur des Landes gestärkt werden. Eine stärkeres künftiges Wirtschaftswachstum in den USA würde auch die Nachfrage nach Rohöl stützen.

Airbus macht Zulieferern Hoffnung

Im DAX war die Aktie von MTU Aero einer der größten Gewinner. Auch bei Rolls-Royce stiegen Investoren in der Hoffnung auf zusätzliche Bestellungen von Airbus in großem Stil ein. Airbus hatte am Morgen seine Produktionsziele deutlich angehoben. "Die Luftfahrtbranche beginnt sich von der Covid-19-Krise zu erholen", sagte Airbus-Chef Guillaume Faury. Die Aktien des Konzerns legten mit einem Kursplus von rund neun den größten Tagesgewinn seit einem halben Jahr aus Parkett. Auch Boeing-Aktien sprangen an der Wall Street an und waren bester Wert im Leitindex Dow Jones.

Quantum bestätigt Interesse an Lamborghini

Die Schweizer Holding Quantum hat ihr Kaufinteresse an der Volkswagen-Tochter Lamborghini bestätigt. Zusammen mit mehreren Partnern wolle Quantum eine Plattform für starke Marken und Technologie formen und fasse dazu auch die Übernahme des Sportwagenbauers ins Auge. Ein Sprecher der Volkswagen-Tochter Audi, zu der Lamborghini seit 1998 gehört, sagte am Mittwoch erneut: "Das ändert nichts daran: Lamborghini steht nicht zum Verkauf."

Bonussprung bei Deutscher Bank in der Kritik

Der kräftige Anstieg der Boni bei der Deutschen Bank stößt Aktionären des Geldhauses sauer auf. "Die variablen Vergütungen sind 2020 um 29 Prozent gestiegen. Das ist zu viel in einem Jahr, in dem die Bank gerade einmal eine Milliarde Euro vor Steuern verdient hat", kritisierte Andreas Thomae von Deka Investment anlässlich der Online-Hauptversammlung des DAX-Konzerns. Dagegen bezeichnete es Konzernchef Christian Sewing als "realistisch", dass sein Institut nach zwei Nullrunden im nächsten Jahr wieder eine Dividende ausschütten könne.

Trotz der Boni Kritik: Analysten und Investoren bescheinigten dem Management große Fortschritte beim Konzernumbau. "Lange galt die Deutsche Bank am Kapitalmarkt als angezählt, heute wird sie als spannende Turnaround-Story gesehen", befand Alexandra Annecke, Fondsmanagerin bei Union Investment. "Wir sehen endlich Licht am Ende des Tunnels."

Die Aktionäre haben dem Management derweil deutlich das Vertrauen ausgesprochen. Bankchef Christian Sewing wurde bei der Hauptversammlung am Donnerstag mit 98 Prozent der abgegeben Stimmen entlastet, wie Aufsichtsratschef Paul Achleitner sagte. Der Österreicher selbst erhielt mit 97 Prozent so viel Zustimmung wie noch nie, seitdem über die jeweiligen Mitglieder einzeln abgestimmt wird. Die Aktionäre wählten zudem den ehemaligen Finanzchef von Volkswagen, Frank Witter, ins Kontrollgremium. Er ersetzt den Österreicher Alexander Schütz, der wegen einer Mail an den inhaftierten Wirecard-Chef Markus Braun in Misskredit geraten war.

Kering trennt sich von riesigem Puma-Aktienpaket

Der französische Luxuskonzern Kering mit Modemarken wie Gucci und Yves Saint Laurent schraubt seine Beteiligung am Sportartikelhersteller Puma weiter zurück: Er platzierte rund 8,9 Millionen Aktien, was einem Anteil von 5,9 Prozent entspricht, zu einem Stückpreis von 90,30 Euro. Damit hält der ehemalige Mehrheitseigner noch rund vier Prozent an Puma. Für diese Anteile gilt eine Haltefrist von 90 Tagen. Commerzbank-Analyst Andreas Riemann geht davon aus, dass diese Papiere dann ebenfalls zum Verkauf stehen könnten.

About You strebt an die Frankfurter Börse

Der Online-Modehändler About You will noch im zweiten Quartal an die Börse in Frankfurt gehen. Es werde ein Bruttoerlös von mindestens 600 Millionen Euro Millionen aus der Platzierung neuer Aktien angepeilt, kündigte die Otto-Tochter am Donnerstag an. Im abgelaufenen Geschäftsjahr zu Ende Februar hatte der Zalando-Konkurrent seine Erlöse um 57 Prozent auf 1,17 Milliarden Euro gesteigert und damit erstmals die Umsatzmilliarde geknackt.

Aurubis als Umweltvorreiter

Erstmals ist im Hamburger Werk des Kupferkonzerns Aurubis aus dem MDAX eine Kupferanode mit Wasserstoff in industriellem Maßstab produziert worden. Ziel sei es, zur CO2-Reduktion das bisher verwendete Erdgas durch grünen Wasserstoff zu ersetzen, sagte Vorstandschef Roland Harings am Donnerstag beim symbolischen Start des Pilotversuchs mit Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD).

Grüner, etwa durch Windenergie produzierter Wasserstoff gilt als Schlüssel für eine Dekarbonisierung der Industrie. Bei der Kupferproduktion wird er bei Aurubis zusammen mit Stickstoff anstelle von Erdgas als Reduktionsmittel im Anodenofen eingesetzt, um die Reinheit des Kupfers zu erhöhen. Während bei der Verwendung von Erdgas als Nebenprodukt das Klimagas Kohlendioxid entsteht, fällt bei der Verwendung von Wasserstoff lediglich Wasserdampf an. Allein in Hamburg könnten so rund 6200 Tonnen CO2 pro Jahr eingespart werden.

Aroundtown trotzt Corona-Krise

Der Gewerbeimmobilien-Spezialist Aroundtown hat im ersten Quartal weiter mit den Folgen der Corona-Pandemie gerungen. Bereinigt um die Corona-Effekte blieb das operative Ergebnis allerdings fast stabil - zudem wurde die Prognose für das laufende Jahr bestätigt. Die zuletzt gut gelaufene Aktie legte im MDAX 1,3 Prozent zu.

Das operative Ergebnis - gemessen an der in der Branche wichtigen Kenngröße Funds from Operation (FFO 1) - fiel in den ersten drei Monaten des Jahres um rund ein Drittel auf knapp 87 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Donnerstag in Luxemburg mitteilte.

Hornbach sieht anhaltend hohe Nachfrage

Der Baumarktkonzern Hornbach Holding ist trotz Beschränkungen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie gut in die ersten Monate des Jahres gestartet. Die Herausforderungen seien dabei nicht weniger geworden, erklärte Hornbach am Donnerstag. Für das laufende Geschäftsjahr 2021/22 (per Ende Februar) rechnet die Gruppe mit einem Umsatz in etwa auf dem Niveau des Vorjahres.

Salesforce erhöht die Jahresprognose

Der SAP-Rivale Salesforce schaut nach einem guten Start in das neue Geschäftsjahr mit Zuversicht auf die restlichen drei Quartale. Beim Umsatz erwartet das Unternehmen nun bis zu 26 Milliarden US-Dollar, wie aus einer am Donnerstag nach US-Börsenschluss veröffentlichten Firmenmitteilung hervorgeht. Das sind 250 Millionen mehr als bisher erwartet und wäre ein Anstieg von fast einem Viertel im Vergleich zum Vorjahr.

Auch bei der Gewinnentwicklung ist Salesforce nun optimistischer. Im abgelaufenen Quartal legte der Umsatz um 23 Prozent auf 5,96 Milliarden Dollar zu. Der Gewinn verfünffachte sich fast unter dem Strich auf 469 Millionen Dollar. Finanzchefin Amy Weaver sprach von starkem Geschäft über alle Produkte, Regionen und Kundengrößen hinweg. Salesforce ist auf cloudbasierte Unternehmenssoftware spezialisiert. Anleger schlossen sich dem Optimismus des Unternehmens an. Der Aktienkurs von Salesforce sprang zuletzt im nachbörslichen Handel um knapp fünf Prozent nach oben.

Nvidia verdoppelt Gewinn

Die hohe Nachfrage nach Technik für Rechenzentren und Grafikkarten hat das Geschäft von Nvidia auch zum Start des neuen Geschäftsjahres kräftig angetrieben. Im ersten Quartal sprang der Umsatz im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum um 84 Prozent auf 5,7 Milliarden Dollar nach oben. Der Gewinn stieg unter dem Strich um 109 Prozent auf 1,9 Milliarden Dollar, wie Nvidia nach US-Börsenschluss am Mittwoch mitteilte.

Andy Jassy wird am 5. Juli neuer Amazon-Chef

Der Chefwechsel an der Spitze des weltgrößten Onlinehändlers Amazon findet am 5. Juli statt. Andy Jassy werde dann das Amt des Vorstandsvorsitzenden übernehmen, sagte Firmengründer Jeff Bezos am Mittwoch auf dem Aktionärstreffen von Amazon. Der Stabwechsel findet damit am 27. Jahrestag der Gründung des Unternehmens statt.

Bike24 will an die Börse

Der Dresdner Online-Fahrradhändler Bike24 will Insidern zufolge noch vor der Sommerpause an die Frankfurter Börse gehen. Das 2002 gegründete Unternehmen könnte dabei mit deutlich mehr als einer halben Milliarde Euro bewertet werden, sagten mehrere mit den Plänen vertraute Personen am Donnerstag der Nachrichtenagentur Reuters.

Bike24 gehört mehrheitlich dem US-Finanzinvestor The Riverside Company, der dort 2015 zum ersten Mal eingestiegen war. Auch die Gründer um Vorstandschef Andres Martin-Birner sind weiterhin beteiligt. An die Börse begleitet wird Bike24 von den Investmentbanken Berenberg und JPMorgan, wie die Insider sagten. Mit dem Erlös aus einer Kapitalerhöhung bei der Emission will Bike24 den Expansionskurs finanzieren. Bike24 und die Banken wollten sich zu den Informationen nicht äußern.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 27. Mai 2021 um 12:00 und um16:00 Uhr.