Wall Street New York
Marktbericht

Gewinne wieder abgegeben US-Börsen rutschen ins Minus

Stand: 20.01.2022 22:27 Uhr

An der Wall Street haben die großen Indizes anfängliche Gewinne nicht halten können. Zinsängste, aber auch geostrategische Sorgen beendeten den erneuten Versuch einer Erholung.

Nach zuletzt vier verlustreichen Börsentagen in Folge sah es an der Wall Street lange nach einer Gegenbewegung aus, ehe die Gewinne dann wie schon am Vortag im späten Geschäft erneut allesamt verloren gingen. Für den Leitindex Dow Jones blieb am Ende ein Tagesverlust von 0,89 Prozent auf 34.715 Zähler.

Auch an der besonders zinsempfindlichen Technologiebörse Nasdaq beruhigte sich das Geschehen zunächst. Es ging sogar recht deutlich um bis zu 1,7 Prozent nach oben, am Ende aber stand ein klares Minus von 1,3 Prozent auf 14.154 Punkte. Der Auswahlindex Nasdaq 100 fiel letztlich um 1,34 Prozent auf 14.846 Zähler. Auch der marktbreite S&P-500-Index konnte anfänglich höhere Gewinne nicht halten und ging bei 4482 Punkten um 1,1 Prozent tiefer aus dem Handel.

Hoffen auf weitere Quartalsberichte

Die Zinssorgen ließen Investoren nicht los, gab Craig Erlam, Marktanalyst des Brokerhauses Oanda, zu bedenken. Schließlich werde bereits über eine US-Zinserhöhung von einem halben Prozentpunkt im März spekuliert. Die Frage sei nun, ob die Bilanzsaison die Furcht vor einer Abkühlung der Konjunktur zerstreuen könne.

"Wir werden es bald sehen, denn die nächste Woche steht ganz im Zeichen der großen Technologiewerte." Die Aktien dieser Branche reagieren besonders sensibel auf geldpolitische Entscheidungen, weil höhere Zinsen Experten zufolge künftige Gewinne dieser wachstumsstarken Firmen entwerten.

Ukraine-Krise im Fokus - Paladium-Preis steigt

Kopfschmerzen bereiteten Börsianern zudem die anhaltenden Spannungen zwischen Russland und der Ukraine. Dies spiegelte sich unter anderem in einem anziehenden Preis für Palladium wider. Das Edelmetall verteuerte sich um über vier Prozent auf 2068 Dollar je Feinunze (31,1 Gramm). Russland sei schließlich ein wichtiger Palladium-Lieferant, sagte Commerzbank-Analyst Daniel Briesemann. "Ein Exportstopp des für die Automobilindustrie so wichtigen Rohstoffes könnte wohl nicht aufgefangen werden."

US-Außenminister Antony Blinken hat vor dem Krisentreffen mit seinem russischen Amtskollegen Sergej Lawrow vor der Gefahr einer weiteren Eskalation im Ukraine-Konflikt gewarnt.

Procter & Gamble wird zuversichtlicher

Unter den Einzelwerten in New York lagen Aktien des Konsumgüterriesen Procter & Gamble (P&G) gegen den Trend lange im Plus, schlossen am Ende aber mit einem leichten Verlust von 0,1 Prozent. Der Konzern erwartet nach starken Verkaufszahlen im zweiten Quartal einen höheren Umsatz im Geschäftsjahr 2021/22. Das Management rechne nun mit einem Umsatzplus von vier bis sechs Prozent, statt wie bisher von zwei bis vier Prozent, teilte P&G mit.

Der Konzern, zu dem auch hierzulande so bekannte Marken wie Gillette, Pampers und Oral B gehören, profitiert wegen steigender Corona-Infektionszahlen von einer erhöhten Nachfrage nach Reinigungsmitteln. Zudem wurden bereits vergangenes Jahr wegen gestiegener Rohstoff- und Frachtkosten die Preise erhöht. Der Nettoumsatz lag im abgelaufenen Quartal bei 20,95 Milliarden Dollar (rund 18,5 Milliarden Euro) und damit über den Erwartungen von Analysten, die rund 20,34 Milliarden Dollar prognostiziert hatten.

Gewinnsprung bei Travelers

Die im Dow Jones enthaltene Travelers-Aktie legte um 3,1 Prozent auf 165,18 Dollar zu und war damit Tagessieger im Dow. Zwischenzeitlich markierte die Aktie bei 169,49 Dollar sogar ein Rekordhoch.

Denn der US-Schadenversicherer hat im Jahr 2021 trotz hoher Hurrikan- und Tornado-Schäden einen Gewinnsprung hingelegt. Dank hoher Gewinne aus Kapitalanlagen stieg der Überschuss um mehr als ein Drittel auf fast 3,7 Milliarden US-Dollar (3,3 Milliarden Euro), wie das Unternehmen heute in New York mitteilte.

Vor allem Private-Equity-Beteiligungen trieben das Kapitalanlageergebnis um mehr als ein Drittel nach oben. Andererseits kam dem Konzern die Auflösung von Schaden-Rückstellungen aus Vorjahren zugute. Im vierten Quartal schnitt der Versicherer nun deutlich besser ab als von Analysten im Mittel erwartet.

Netflix enttäuscht

Dem weltgrößten Streaming-Anbieter Netflix macht die schärfer werdende Konkurrenz von Disney, Apple und Amazon schaffen. Der Konzern gewann im abgelaufenen Quartal zwar 8,28 Millionen neue Kunden, Analysten hatten aber rund 110.000 mehr erwartet.

Zudem blieb Netflix mit seinem Umsatz-Ausblick von 7,9 Milliarden Dollar und seinen Vorhersagen für den Gewinn je Aktie hinter den Schätzungen der Experten zurück. Die Aktien die Filmstream-Pioniers sackten nachbörslich bis zu 20 Prozent ab. Die Papiere des Konkurrenten Roku verloren fünf Prozent, Walt Disney vier Prozent.

Netflix profitierte von den Beschränkungen in der ersten Pandemie-Welle 2020. Damals gewann der Konzern 36 Millionen neue Kunden. 2021 wuchs die Zahl noch um 18,2 Millionen auf zuletzt insgesamt rund 221,8 Millionen. Zu den schwächer werdenden Zuwachsraten trug auch der schärfer werdende Wettbewerb bei. So investierten Rivalen wie Walt Disney und die AT&T-Tochter HBO Max Milliarden, um sich ein Stück vom Streaming-Kuchen abzuschneiden. Vergangene Woche hatte Netflix die Preise auf seinen größten Märkten USA und Kanada angehoben.

DAX folgt der Wall Street nach oben

Am deutschen Aktienmarkt haben heute die Pluszeichen dominiert. der DAX legte 0,65 Prozent zu und schloss bei 15.912 Punkten auf Tageshoch. Der deutsche Leitindex behauptete damit auf Basis der Schlusskurse die Marke von 15.800 Punkten, die er im Verlauf im Tagestief bei 15.737 Zählern unterschritten hatte. Der Markt baute dabei seine Gewinne im Schlepptau einer freundlichen Eröffnung an der Wall Street am Nachmittag aus.

Dies trotz der sich deutlich anbahnenden Zinswende in den USA, der angespannten geostrategischen Lage in der Ukraine und anhaltend hohen Corona-Neuinfektionen. Die Anleger bleiben damit weiter gelassen, sind allerdings auch nicht euphorisch. Von Panik ist am Markt jedenfalls nichts zu spüren.

Dafür ging der Blick und die Hoffnung der Investoren umso mehr in Richtung der angelaufenen US-Berichtssaison. Dies, verbunden mit der Hoffnung positive Quartalszahlen, wie schon im Vorquartal, soll andere Ängste in den Hintergrund schieben.

Sartorius an der DAX-Spitze

Gefragt waren unter den Einzelwerten im DAX in einer Gegenbewegung die größten Verlierer der jüngsten Sitzungen. HelloFresh, zuletzt arg gerupft, aber auch Tagessieger Sartorius, Siemens Healthineers oder Merck standen an der Spitze. Vor allem Autoaktien waren dafür nicht gefragt, auch Covestro schlossen leichter.

Im MDAX legten Lufthansa deutlicher zu, Anleger setzten zunehmend auf eine Erholung der Fluglinien nach dem Ende der Corona-Krise. Die Aktie übersprang wieder die Marke von 7,00 Euro, die zuletzt umkämpft war.

Sind die Zinsängste übertrieben?

Ein ganz großes Thema an der Börse bleibt aber die Sorge vor einem möglicherweise (zu) schnellen Zinsanstieg in den USA. Dies vor dem Hintergrund der zuletzt deutlich angezogenen Inflationssorgen. Die Anleger scheinen nun aber etwas rationaler mit der kommenden US-Zinswende umzugehen.

Ohnehin seien die Inflationsängste überzogen, warnte Portfoliomanager Dickie Hodges von der Investmentbank Nomura. "Wir sind nach wie vor der Meinung, dass sich die Inflation von den derzeitigen Niveaus aus abschwächen wird, aber das wird seine Zeit brauchen." Die US-Notenbank Fed werde die Zinsen nur behutsam anheben.

Die Märkte hätten lange gebraucht hätten, um zu erkennen, dass die Inflation nicht vorübergehend, sondern strukturell sei. Jetzt liefen sie Gefahr, die Inflation zu überschätzen, so der Experte weiter.

Zinspolitik driftet auseinander - EZB "nicht so rabiat"

Apropos Zinspolitik: Die Zeiten, in denen die Geldpolitik der großen westlichen Volkswirtschaften im Gleichklang lief, scheint sich dem Ende zuzuneigen. EZB-Präsidentin Christine Lagarde erklärte heute, die Europäische Zentralbank müsse geldpolitisch nicht so aggressiv vorgehen, wie es die US-Notenbank Fed voraussichtlich tun werde.

Denn im Konjunkturzyklus seien die USA dem Euroraum voraus, erklärte die Französin und fügte an: "Wir haben also allen Grund, nicht so schnell und rabiat vorzugehen, wie man es sich bei der Fed vorstellen kann."

EZB-Chefin Christine Lagarde | REUTERS

Bild: REUTERS

Chinas Notenbank geht in die andere Richtung

Leichte Unterstützung für die Märkte kommt von der chinesischen Notenbank, die einen ganz anderen Weg geht als Fed und EZB. Die People's Bank of China (PBoC) senkte einen wichtigen Schlüsselzinssatz. So soll einer drohenden Abkühlung der Konjunktur begegnet werden, die von vielen Fachleuten befürchtet wird. Für die Aktienmärkte sind das tendenziell gute Nachrichten, da China als wesentlicher Wachstumsfaktor für die globale Wirtschaft gilt.

Chinas Präsident Xi Jinping warnte jüngst, falls Industrieländer geldpolitisch auf die Bremse treten oder gar eine Wende vollziehen sollten, komme es zu negativen Folgen für die weltweite Wirtschafts- und Finanzstabilität: "Und Entwicklungsländer würden die Hauptlast tragen."

Der Euro sackt wieder ab

Der Euro fällt gegenüber dem US-Dollar am Abend wieder stärker zurück. Die Gemeinschaftswährung kostete zuletzt im US-Handel 1,1309 Dollar. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,1338 (Mittwoch: 1,1345) Dollar fest.

Im Fokus standen Preisdaten aus der Eurozone. Im Euroraum erreichte die Inflation Ende 2021 wie erwartet einen Rekordwert von 5,0 Prozent. Getrieben wurde die Inflation einmal mehr durch einen extrem starken Anstieg der Preise für Energie. Preisdaten von der Unternehmensebene aus Deutschland untermauerten den hohen und zunehmenden Preisauftrieb in der Eurozone. Die Erzeugerpreise stiegen im Dezember mit Rekordtempo.

Konkret stiegen die deutschen Erzeugerpreise stiegen im Dezember um 24,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. "Dies war der stärkste Anstieg gegenüber dem Vorjahresmonat seit Beginn der Erhebung 1949", teilte das Statistische Bundesamt mit.

Uneinheitliche US-Konjunkturdaten

In den USA hat sich die Lage am Arbeitsmarkt derweil etwas eingetrübt. Die Zahl der wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe, ein Kurzfristindikator, legte deutlich zu. In der vergangenen Woche erhöhten sich die Erstanträge um 55.000 auf 286.000, wie das Arbeitsministerium in Washington mitteilte. Analysten hatten dagegen mit einem leichten Rückgang auf 225 000 Anträge gerechnet.

Das Geschäftsklima in der US-Region Philadelphia hat sich im Januar derweil überraschend deutlich aufgehellt. Der Indikator der regionalen Notenbank für die Industrie (Philly-Fed-Index) stieg um 7,8 Punkte auf 23,2 Punkte, wie die Zentralbank in Philadelphia mitteilte. Volkswirte hatten im Schnitt mit 19,0 Punkten gerechnet.

Der auch an der Börse beachtete Philly-Fed-Index misst die wirtschaftliche Aktivität in der Region Philadelphia. Ein Wert über null Punkten deutet auf einen Anstieg der Wirtschaftsaktivität hin, ein Wert unter null signalisiert einen Rückgang. Der Indikator signalisiert derzeit also ein robustes Wachstum.

Ölpreise konsolidieren

Der jüngste Höhenflug der Ölpreise geht heute weiter, allerdings mit gebremsterem Tempo als zuletzt. Am späten Nachmittag notieren die beiden wichtigsten Rohölsorten Brent und WTI etwas höher und damit weiter nicht weit entfernt von ihren unlängst markierten siebenjährigen Höchstständen.

Getrieben wurden die Ölpreise in den vergangenen Wochen vor allem durch ein knappes Angebot bei robuster Nachfrage. Laut Beobachtern bleibt der Ölverbund Opec+ teils deutlich hinter seinen selbstgesetzten Produktionszielen zurück. "Das Produktionsniveau der Opec+ liegt inzwischen 790.000 Barrel pro Tag unter dem vereinbarten Niveau", erklärten Analysten der Commerzbank. "Man könnte also sagen, die OPEC+ liegt mittlerweile zwei Monate hinter ihrem Zeitplan." Seit Sommer wollen die Förderländer ihre Tagesproduktion eigentlich um 400.000 Barrel ausweiten.

Bald 100 Dollar pro Barrel ?

Allerdings geht von den Notierungen weiterhin erhebliche Inflationsgefahr aus, wie führende US-Banken heute erklärten. Hundert Dollar oder mehr für ein Barrel Rohöl - dieses Szenario könnte nach Einschätzung der Geldhäuser schon bald Wirklichkeit werden. Der Preis für ein Fass (159 Liter) Brent hat mit 89 Dollar ein Sieben-Jahres-Hoch erreicht, nach einem Anstieg von 50 Prozent im vergangenen Jahr und noch einmal rund 14 Prozent seit Anfang 2022.

Doch hundert Euro pro Barrel Rohöl könnten für Notenbanker die Karten im Zinspoker noch einmal ganz neu mischen, schätzen Experten. Sollten die Energiepreise nicht sinken, wäre das für den Preisauftrieb endgültig die Krönung, sagt Zentralbank-Experte Frederik Ducrozet vom Vermögensverwalter Pictet. Schließlich fürchteten die Notenbanken schon jetzt eine Lohn-Preis-Spirale.

Windkrafttochter belastet erneut Siemens Energy

Der Energietechik-Konzern Siemens Energy aus dem DAX muss wegen anhaltender Probleme der spanischen Windkraft-Tochter Siemens Gamesa erneut Abstriche an den Prognosen machen. In den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres 2021/22 (per Ende September) zog Siemens Gamesa den Konzern mit einem bereinigten operativen Ergebnis (Ebita) vor Sondereffekten von 63 Millionen Euro in die Verlustzone, wie Siemens Energy am Abend mitteilte. Ein Jahr zuvor hatte ein Gewinn von 366 Millionen Euro zu Buche gestanden. Analysten hatten im Durchschnitt mit einem zwar reduzierten Gewinn, aber noch mit deutlich schwarzen Zahlen gerechnet.

Siemens Energy kalkuliert nun für 2021/22 einen Umsatzrückgang von bis zu zwei (bisher: bis zu ein) Prozent ein; im besten Fall werde der Umsatz aber wie geplant um drei Prozent steigen, weil es im Geschäft mit Gas- und Dampfkraftwerken läuft wie geplant.

Zalando kauft eigene Aktien zurück

Der Online-Modehändler Zalando will bis zu 2,2 Millionen eigene Aktien zurückkaufen. Dafür sollen bis zu 200 Millionen Euro ausgegeben werden, wie das DAX-Unternehmen am späten Abend mitteilte. Die Papiere sollen für das Aktienoptionsprogramm von Zalando für Mitarbeiter und Vorstände verwandt werden.

Am Kapitalmarkt kamen die Neuigkeiten gut an. Der Aktienkurs von Zalando legte auf der Handelsplattform Tradegate in einer ersten Reaktion um ein Prozent zu.

Thyssenkrupp: U-Boot-Deal mit Israel

Israel und Deutschland haben sich nach israelischen Angaben abschließend auf einen milliardenschweren U-Boot-Deal mit Thyssenkrupp geeinigt. Es geht danach um den Kauf von drei U-Booten der neuen Klasse "Dakar", der wegen Korruptionsvorwürfen bei U-Boot-Geschäften mit Israel jahrelang auf Eis gelegen hatte. Das erste U-Boot soll innerhalb von neun Jahren geliefert werden, teilte das Verteidigungsministerium mit. Die Kosten des Geschäfts lägen bei rund drei Milliarden Euro. Die Bundesregierung trage einen Teil der Kosten.

Valneva-Impfstoff wirkt gegen Omikron

Neuigkeiten vom Corona-Totimpfstoff VLA2001 helfen der Aktie von Valneva nicht. Auslöser war die Meldung des Unternehmens, dass drei Dosen von VLA2001 im Versuch die Omikron-Variante von Covid-19 neutralisiert hätten. Valneva steht bei Anlegern wegen des klassischen Ansatzes ihres Covid-19-Impfstoffkandidaten im Fokus. Die Franzosen setzen auf einen inaktiven Virus und gelten so als Alternative für Impfskeptiker.

Rekorde bei Puma

Weder die Corona-Pandemie noch die globalen Lieferprobleme haben dem Sportartikelhersteller Puma im vergangenen Jahr etwas anhaben können: "Sowohl Umsatz als auch Ebit sind die besten Ergebnisse, die Puma jemals in seiner Geschichte erzielt hat", teilte das Management mit. Der Umsatz stieg im vergangenen Jahr währungsbereinigt um 32 Prozent auf 6,8 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis legte auf 557 Millionen Euro zu von 209 Millionen Euro im Vorjahr.

United Airlines verringert Verlust

Die US-Fluggesellschaft United Airlines hat ihren Verlust im vierten Quartal deutlich verringert. Unterm Strich fiel ein Minus von 646 Millionen Dollar an. Im Vorjahreszeitraum war das Unternehmen wegen großer Belastungen aufgrund der Corona-Pandemie mit 1,9 Milliarden Dollar in die roten Zahlen geraten.

Inzwischen ist der Reiseverkehr wieder besser in Gang gekommen und das Geschäft hat sich wieder etwas erholt. Der Umsatz stieg im Schlussquartal im Jahresvergleich um rund 140 Prozent auf 8,2 Milliarden Dollar.

Unilever will Gebot für GSK-Konsumgütersparte nicht erhöhen

Der britische Konsumgüterkonzern Unilever will für einen möglichen Kauf der Konsumgütersparte von GlaxoSmithKline (GSK) nicht mehr bezahlen als bislang angeboten. "Wir werden unser Gebot nicht über 50 Milliarden britische Pfund erhöhen", teilte Unilever am Mittwochabend in London mit. GSK hatte Unilevers Offerte in Höhe von umgerechnet etwa 60 Milliarden Euro als zu niedrig zurückgewiesen.

Zur GSK-Konsumgütersparte gehören Gesundheitsprodukte wie Sensodyne-Zahncreme, Dr.-Best-Zahnbürsten, Voltaren-Schmerzsalbe und Nahrungsergänzungsmittel der Marke Centrum. Unilever ist unter anderem für Marken wie Langnese, Knorr und Pfanni bekannt und will sein Geschäft mit Gesundheitsprodukten ausbauen.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 20. Januar 2022 um 09:00 Uhr.