Shanghai Stock Exchange | picture alliance / Xinhua News A

Mit staatlichen Fonds China greift am Aktienmarkt ein

Stand: 08.02.2022 15:09 Uhr

Nach Medienberichten haben staatliche Fonds heute die Aktienmärkte in China gestützt. Zugleich gab es weitere Verwerfungen am Immobilienmarkt.

Es hatte nach dem größten Tagesverlust seit dem vergangenen August ausgesehen, bis sich die chinesischen Aktienmärkte in Shanghai und Shenzhen wieder fingen. Der CSI 300 Index, der die wichtigsten Titel der beiden Märkte abbildet, ging heute mit einem moderaten Minus von 0,6 Prozent aus den Handel, nachdem sein Tagesverlust zeitweise 2,4 Prozent betragen hatte.

Nach Medienberichten griffen dabei staatliche Fonds in den Aktienmarkt ein. Gegenüber der Nachrichtenagentur "Bloomberg" berichteten zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen, die Fonds hätten am Nachmittag interveniert, um den Kursverfall zu bremsen.

Solche Interventionen der Staatsfonds, auch "Nationalteam" genannt, waren schon früher beobachtet worden. So hatten sie im vergangenen März die Märkte während der Sitzung des Nationalen Volkskongresses gestützt. Möglicherweise gibt es diesmal einen Zusammenhang mit den laufenden Olympischen Winterspielen in Peking.

Weitere Herabstufungen im Immobiliensektor

Zuletzt hatten sich wieder die negativen Nachrichten vom chinesischen Immobilienmarkt gehäuft. So hat die Ratingagentur Fitch ihre Bonitätsnote für die Logan Group weiter gesenkt, nachdem weitere Schulden außerhalb der Bilanz des Immobilienentwicklers bekannt geworden waren. Auch der Entwickler Yango Group wurde von chinesischen Agenturen herabgestuft.

Auch die chinesische Zentralbank griff heute erneut in den Markt ein. Bankkredite für öffentliche Mietwohnprojekte unterlägen keiner regulatorischen Beschränkung mehr, teilte die Bank of China heute mit. Damit hob sie eine ein Jahr währende Regulierung solcher Kredite auf.