Das Bitcoin-Logo ist auf dem Bildschirm eines Kryptowährungs-Automaten zu sehen | AP

Digitalwährung in der Krise Bitcoin weniger wert als 20.000 Dollar

Stand: 18.06.2022 12:59 Uhr

Die Talfahrt geht weiter: Der Bitcoin hat die psychologisch wichtige Marke von 20.000 Dollar durchbrochen. Digitalwährungen schwanken zwar traditionell stark, doch droht den Anlegerinnen und Anlegern nun ein neuer "Krypto-Winter"?

Die Digitalwährung Bitcoin ist deutlich unter die Marke von 20.000 Dollar gefallen - am frühen Nachmittag stand sie bei rund 19.360 Dollar. Damit setzte sich der Abwärtstrend der Kryptowährung fort.

Vor zehn Tagen notierte der Bitcoin noch bei etwa 30.000 Dollar, am 1. Januar waren es gar rund 47.700 Dollar gewesen. Damit gingen im vergangenen Halbjahr knapp 60 Prozent des Wertes verloren. Im vergangenen November hatte der Bitcoin sogar die Rekordmarke von 69.000 Dollar markiert.

Nichts für schwache Nerven

Für den Abwärtstrend machen Finanzexperten Inflationssorgen und die steigenden Zinsen verantwortlich. Einige Investoren scheuen offenbar derzeit riskante Anlagen und ziehen sich aus dem Bereich Kryptowährungen zurück.

Der Bitcoin und andere Digitalwährungen sind traditionell starken Schwankungen ausgesetzt, in den vergangenen Jahren gab es bereits mehrere sogenannte "Krypto-Winter" wie etwa 2014 und 2018, in denen die Kurse stark einbrachen, bevor es später wieder aufwärts ging. Diesmal zeichnet sich allerdings noch ein schwierigeres wirtschaftliches Umfeld als damals ab.

Vertrauensverlust durch Celsius

Zugleich gerieten zwei prominente Krypto-Projekte in Schieflage, was die Talfahrt beschleunigte. Erst brach das Digitalwährungsprojekt Terra-Luna zusammen, dann musste Celsius - eine Art Bank für Geschäfte mit Kryptowährungen - Abhebungen stoppen.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 18. Juni 2022 um 16:00 Uhr.