Tesla-Chef Elon Musk | AFP

Kryptowährung im Plus Elon Musks nächste Bitcoin-Volte

Stand: 22.07.2021 12:35 Uhr

Der Tesla-Chef zeigt sich einmal mehr sprunghaft in seiner Haltung zur Kryptowährung. Musk zufolge wird der Elektroautobauer den Bitcoin wohl wieder als Zahlungsmittel akzeptieren. Der Kurs reagiert deutlich.

Der Autobauer Tesla wird laut Konzernchef Elon Musk Bitcoin wahrscheinlich wieder als Zahlungsmittel akzeptieren. Das kündigte Musk bei der Branchenkonferenz "The B Word" an. Tesla bleibe der Kryptowährung gegenüber trotz Umweltbedenken aufgrund des hohen Stromverbrauchs aufgeschlossen.

"Tesla wird Bitcoin sehr wahrscheinlich wieder akzeptieren", sagte Musk. Auch seine Raumfahrtfirma SpaceX besitze Bitcoins und habe nicht vor, diese zu verkaufen.

Der Multimilliardär erklärte zudem, er persönlich halte - unabhängig von Bitcoin-Beständen bei Tesla und seiner Raumfahrtfirma SpaceX - neben Bitcoin auch die Kryptowährungen Ethereum und Dogecoin. Musk verfügt Schätzungen zufolge über ein Privatvermögen von rund 162 Milliarden Dollar.

Ankündigungen und Kehrtwenden   

In den vergangenen Monaten hatte sich Musk wiederholt zu der Cyber-Devise geäußert: Im März erklärte er, Tesla werde seine Autos künftig auch gegen Bitcoin verkaufen. Im Mai vollzog er eine Kehrtwende und begründete dies mit Klimabedenken.

Im Juni schließlich machte er für eine Erlaubnis von Bitcoin-Zahlung unter anderem zur Bedingung, dass bei der Erzeugung der Kryptowährung zu etwa 50 Prozent erneuerbare Energien genutzt würden. Transaktionen mit Cyber-Devisen über die Blockchain-Technologie sind sehr energieintensiv.

Kurs stark im Plus

Musks Worte kommen bei Anlegern gut an. Der zuletzt arg gebeutelte Kryptomarkt reagierte darauf mit kräftigen Kursanstiegen. Der Bitcoin-Kurs, der am Dienstag unter die Marke von 30.000 Dollar gefallen war, schoss zeitweise bis auf 32.800 Dollar. Im April wurde für einen Bitcoin noch mehr als 60.000 Dollar bezahlt. Auch die zweitgrößte Cyberwährung Ethereum und Dogecoin legten kräftig zu.

Musk steht seit Monaten bei vielen Marktbeobachtern in der Kritik. Sie werfen ihm vor, mit teils einfachen Tweets und Aussagen den Bitcoin-Kurs zu beeinflussen und sich oder Tesla dadurch die Möglichkeit finanzieller Vorteile zu verschaffen.

Negative Zinsen machen Musk "verrückt"

Grundsätzlich gilt Musk schon lange als Befürworter von Kryptowährungen. Das bestätigte er auch auf der Konferenz: "Ich würde es gerne sehen, wenn Bitcoin Erfolg hat", sagte der Tesla-Chef. Wenn der Preis falle, verliere auch er Geld, da er nicht vorhabe, sich von seinen Bitcoins zu trennen.

Bei der Gesprächsrunde mit Twitter-Chef Jack Dorsey und Catherine Wood von Ark Invest ging es auch darum, welche vermeintlichen Vorteile Cyberwährungen generell für das Cash-Management von Firmen haben könnten. Dass Tesla etwa in Europa negative Zinsen auf Bankguthaben zahlen müsse, mache ihn "verrückt", so Musk. Das Geld solle besser in Bitcoin gesteckt werden.

Über dieses Thema berichtete Inforadio am 22. Juli 2021 um 12:35 Uhr.