Ein Facebook-Logo spiegelt sich auf einem Monitor. | Bildquelle: AFP

Nach dem Datenskandal Facebook soll strenger überwacht werden

Stand: 26.03.2018 18:16 Uhr

Technologieunternehmen wie Facebook sollen künftig strenger überwacht werden, kündigte Bundesjustizministerin Barley nach einem Treffen an. Konkrete Zusagen konnte sie Facebook jedoch nicht abringen.

Bundesjustizministerin Katarina Barley hat angekündigt, Technologie-Unternehmen wie Facebook künftig strenger zu überwachen. "Wir wollen informierte Nutzer, die Entscheidungen bewusst treffen", sagte die SPD-Politikerin nach einem Treffen mit dem europäischen Vize-Chef von Facebook, Richard Allan, weiteren Firmenvertretern sowie Verbraucherschutzexperten.

Außerdem werde der US-Konzern die vom Datenskandal betroffenen Nutzer vom Missbrauch ihrer Informationen in Kenntnis setzen. Das habe der Konzern zugesagt, so Barley. Allan gab sich nach dem Treffen mit der Ministerin betont demütig: "Wir unternehmen die notwendigen Schritte, um sicherzustellen, dass so etwas nicht noch einmal passieren kann", sagte er.

Facebook will "wohlwollend prüfen"

Barley sagte, die Bundesregierung bestehe auf Aufklärung. "Wir brauchen insbesondere Transparenz bei den Algorithmen - ich bin sehr froh, dass Facebook zugesagt hat, das wohlwollend zu prüfen", sagte sie. Konkrete Zusagen konnte sie dem weltweit größten sozialen Netzwerk jedoch nicht abringen. Wie viele Deutsche genau betroffen sind, ist nach wie vor unklar.

Katarina Barley, SPD | Bildquelle: dpa
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Bundesjustizministerin Katarina Barley besteht auf Aufklärung des Datenskandals.

Facebook steht unter starkem öffentlichen Druck, seit bekannt wurde, dass die britische Analysefirma Cambridge Analytica persönliche Daten von 50 Millionen Facebook-Mitgliedern mutmaßlich auf unlautere Weise einsetzte, um US-Präsident Donald Trump im Wahlkampf zu unterstützen.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 26. März 2018 um 18:00 Uhr.

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