Wirtschaftsentwicklung

Ausfuhren im März auf Höchststand Deutsche Exportfirmen brechen alle Rekorde

Stand: 09.05.2011 11:43 Uhr

Die deutschen Unternehmen haben im März mehr Waren an internationale Kunden verkauft als jemals zuvor. Die Exporte summierten sich nach Berechnungen des Statistischen Bundesamts auf 98,3 Milliarden Euro. Die Ausfuhren lagen 15,8 Prozent höher als im März 2010 und erreichten den höchsten Stand seit Beginn der bundesdeutschen Außenhandelsstatistik 1950. Der bisherige Rekordwert von 88,8 Milliarden Euro stammte aus dem April 2008 und wurde deutlich übertroffen.

Erneut lieferten die deutschen Exporteure die meisten Waren in die Staaten der Europäischen Union. In die 26 EU-Mitgliedsländer gingen knapp 60 Prozent der Ausfuhren. Im Vergleich mit dem Vorjahresmonat legten die Exporte in die Länder der Euro-Zone um 16,0 Prozent zu. Für die EU-Staaten außerhalb der Euro-Zone registrierten die Statistiker sogar ein Plus von 20,0 Prozent.

Deutsche Exporte steuern Billionenmarke an

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Zwischen Januar und März exportierten deutsche Unternehmen damit insgesamt Waren für 260,9 Milliarden Euro. Der Bundesverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA) erwartet, dass der Exportumsatz in diesem Jahr zum ersten Mal die Marke von einer Billion Euro übertreffen wird. Die aktuellen Zahlen deuten darauf hin, dass die Bundesrepublik dieses Ziel erreichen könnte.

Auch die Einfuhren nach Deutschland stiegen im März auf den höchsten Stand aller Zeiten. Waren im Wert von 79,4 Milliarden Euro kamen ins Land. Die bislang gültige Rekordmarke stammte aus dem November des vergangenen Jahres. Damals lagen die Importe bei 74,1 Milliarden Euro. Trotz des neuen Rekordwerts bei den Einfuhren verzeichnete Deutschland im März abermals einen hohen Außenhandelsüberschuss. Die Exporte übertrafen die Importe um 18,9 Milliarden Euro. Vor einem Jahr hatte der Überschuss bei 17,0 Milliarden Euro gelegen.

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